Audiokassetten haben in den letzten Jahren wieder stark an Bedeutung gewonnen. Nun sind die ersten Kassetten verfügbar
>> Mehr erfahren>> Alle anzeigen
Mit der neuen 1610-Serie will Arendal die Tugenden der Top-Baureihen in bezahlbare Regionen bringen.
>> Mehr erfahren>> Alle anzeigenStandlautsprecher · Davis Acoustics Courbet No. 8
Made in France
Es gibt unzählige Lautsprecher aller Preisklassen. Da ist es schwierig, herauszustechen. Wenn man dann noch etwas konventionell aussieht, hat man es gegen die Mitbewerber unter Umständen schwer. Die Davis Acoustics Courbet No 8 aber zu ignorieren, dürfte ein Fehler sein.
Nun ist es zum Glück so, dass es bei Lautsprecherinteressierten durchaus zahlreiche Leute gibt, denen es nicht unbedingt auf die Optik ankommt oder die sogar darauf stehen, wenn ein Lautsprecher wie ein Lautsprecher aussieht. Ich zum Beispiel bin so einer. Boxen von Spendor, Harbeth oder etwa ATC gefallen mit einfach. Da passt die Courbet No 8 von Davis Audio genau in mein Beuteschema, insbesondere im Walnusskleid. Dass ihr Gehäuse dabei leicht nach hinten geneigt ist, ist in diesem Umfeld ja fast schon progressiv. Das hat aber weniger optische als vielmehr akustische Ursachen: Die Neigung sorgt dafür, dass die Schwingspulen der drei Treiber korrekt vertikal zueinander ausgerichtet sind, was das Phasenverhalten optimiert und damit auch die Fähigkeiten zur räumlichen Abbildung verbessert.
Die Courbet-Serie
Die Courbet-Serie umfasst fünf Modelle plus Center. Die Modelle haben Nummern statt Namen, beginnend bei No 3, die wir in HiFi Test 3/22 getestet haben. Dann gibt es die Standboxen No 4 (HT 2/23) und No 5 (HT 2/24). Sie finden übrigens alle drei Tests auf unserer Homepage Hifi test.de.








Treiber
Der Hochtöner hat eine 28mm-Gewebemembran und setzt bei 2,5 kHz ein.
Hörtest
Vokabeln wie „natürlich“ und „musikalisch“ stehen werden, Zwinkersmiley. Interessanterweise hat der Lautsprecher zwei Öffnungen: Einen Bassreflexport auf der Front, was erstmal nicht überrascht. Auf der Rückseite gibt es aber noch einen Port für den Mitteltöner, was man selten sieht. Hierbei handelt es sich nicht um einen klassischen Reflex-Port, sondern einfach um eine Öffnung, durch die Druck abgelassen wird, mit anderen Worten: Der Mitteltöner spielt hinten offen. Das Gehäuse besteht auf verstrebtem MDF. Die Verarbeitung ist gut, es liegt eine Stoffabdeckung im Karton, die die gesamte Front versteckt und die magnetisch gehalten wird. Der Hersteller empfiehlt die No 8 für eher große Räume, so wie unseren Hörraum, der exakt 62 qm hat. Er verspricht Tiefbass bis zu 35 Hz, was man eigentlich nicht zwingend braucht, vielen Leuten aber sehr wichtig ist. Mit einer Empfindlichkeit von 92,5 dB ist die Box eher unkritisch für Verstärker, was auch auf die Impedanz zutrifft, die immer um 5 Ohm liegt. Hörtest Es ist immer etwas billig, wenn man den Hörtest damit beginnt, direkt seine Verwunderung oder Begeisterung oder beides auszudrücken. Aber herrje, die Courbet No 8 ist klar meine bisher liebste Courbet, sie spielte sich sofort in mein Herz. Und zwar mit Musikalität und Spielfreude. Ich fange immer gerne mit Metal an und hier war die Box direkt in ihrer Wohlfühlzone. Die No. 8 ist nämlich leicht freundlich abgestimmt, will sagen, ihr Präsenzbereich nimmt sich dezent zurück, was für verzerrte Gitarren, insbesondere solierende, eine gute Idee ist. Dave Mustaine und Chris Broderick liefern sich auf dem 2009er-Megadeth- Album „Endgame“ Solo-Dialoge (sic) nach dem Motto „höher, schneller, weiter“. Die Booklets vieler Megadeth-Alben informieren darüber, wer welches Solo spielt, was gleichermaßen oldschool und selbstverliebt ist. Im Falle von „Dialectic Chaos“, dem Opener, ist das eine große Freude, zumal das Stück im Grunde aus sonst nichts besteht. Wenn Dave Mustaine ab dem zweiten Titel dann singt, zeigt die Davis Audio, dass ihre Stimmwiedergabe sehr gut ist, natürlich, ohne Verfärbungen und mit Brust. Auch klingen Stimmen nicht dumpf oder arm an Höhen. Nein, egal ob Männer- oder Frauenstimmen: Der Eindruck ist immer der von einer gewissen Natürlichkeit, einer Echtheit, die man häufig erst ab gehobenen Preisklassen bekommt. Die Abstimmung sorgt auch dafür, dass S-Laute nicht überbetont werden, was ich derzeit immer gerne mit der aktuellen Einspielung des Musicals „Sunset Boulevard“ überprüfe. Also nein, Entwarnung. Dennoch bleibt der helle Charakter etwa von a-has „Take On Me“ komplett erhalten. Dass man den Song trotzdem auf volle Pulle hören, kann, zeigt nur, wie gelungen die Abstimmung ist. Transparent spielt die Davis Courbet No 8 dennoch, ein Studio-Monitor will sie aber eindeutig nicht sein. Sie spielt betont musikalisch, mit einer charmanten Gelassenheit. Bleibt im Pflichtenheft der Beschreibungen nur noch ihr Bass. Und der ist wichtig, denn er trifft herrlich die Mitte zwischen trocken und federnd. Er bleibt punchy, auch bei kleinen Pegeln, was ich ganz wichtig finde, und ist dennoch ziemlich genau und durchhörbar und, vor allem, farbig. Er verpasst jeder Musik eine schöne Rhythmik und scheint irgendwie Spaß an der Sache zu haben. Erhöht man den Abhörpegel, wächst der Raum, bis hin zum Gefühl, beinahe in der Musik zu baden. Das ist alles in allem ein absoluter Wohlfühllautsprecher auf Top-Niveau, der unterm Strich einen fairen Preis auf dem Schild stehen hat.
Fazit
Lust auf mehr? Entdecke unser HiFi Test Abo!
Kategorie: Lautsprecher Stereo
Produkt: Davis Courbet No. 8
Preis: um 6000 EuroPaarpreis

Spitzenklasse
Davis Courbet No. 8
Davis Courbet No. 8
| Klang | 70% | |
| Labor | 15% | |
| Praxis | 15% |
| Kategorie | Standlautsprecher |
| Preis (in Euro) | 6. 000 Euro |
| Vertrieb: | B&T hifi vertrieb |
| Telefon: | 02104 175560 |
| Internet | www.bt-hifi.com |
| Ausstattung | |
| Ausführung | Grau, Schwarz, Weiß, Walnuss, Blau |
| Abmessungen (B x H x T in mm) | 235/1125/310 |
| Gewicht (in Kg) | 33 kg |
| Prinzip | 3-Wege-Bassreflex |
| Garantie | 2 Jahre |
| + | super Klang, immer angenehm |
| + | gute Verarbeitung / schlichte Optik |
| - | schlichte Optik |
| Klasse | Spitzenklasse |
| Preis/Leistung | hervorragend |




