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>> Mehr erfahren>> Alle anzeigenLautsprecher Burmester BX-100
Schallskulptur
Dass man in Berlin-Schöneberg weiß, wie man Design und Technik zu einem markanten Corporate Design verheiratet, hat uns Burmester über Jahrzehnte bewiesen. Mit der BX-100 setzen die Berliner aber nicht nur optisch, sondern vor allem mit dem freistehenden AMT-Konzept ein deutliches technisches Ausrufezeichen.
Das Gehäuse der „BX-100“, einer fast 1,50 Meter hohen Standbox, ist weit mehr als nur ein Holzkonstrukt. Burmester setzt hier auf eine organische, fast fließende Linienführung, die trotz der schieren Masse von gut 140 Kilogramm (auf Spikes!) erstaunlich wohnraumfreundlich wirkt. Dabei hat man das Design-Konzept individualisierbar gemacht: Die „Taille“ des Lautsprechers – also das Gehäuseelement, das die Basseinheit vom Mittelhochton- Abteil optisch trennt – lässt sich farblich anpassen. Das bricht die Wucht des Lautsprechers geschickt.







Technik und Design
Wir haben es hier mit einem komplexen 4-Wege-Bassrefl ex-System zu tun, dessen Aufwand selbst einem erfahrenen Lautsprecher- Enthusiasten wie mir Respekt einflößt.
Den Frequenzbereich unterhalb des AMTs übernehmen zwei 17-Zentimeter-Chassis, die als Tiefmitteltöner und reiner Mitteltöner fungieren. Hier kommt eine neuentwickelte Membran zum Einsatz: Ein Mix aus Polypropylen und Kohlefaser. Diese Kombination ist extrem leicht, bietet aber eine hohe Steifigkeit und innere Dämpfung. Diese beiden Treiber sitzen oberhalb und unterhalb des AMT in Quasi-D´Appolito- Anordnung.
Den Tiefton-Part übernehmen zwei mächtige 26-Zentimeter-Treiber, die unsichtbar in die Seite des Gehäuses integriert sind. Ihre Sandwich-Membranen aus Glasfaser und Polyestergewebe sind auf maximale Stabilität getrimmt. Die Frequenzweiche trennt die Einzelzweige bei 130 Hertz, 240 Hertz und 2.200 Hertz.
Das Datenblatt verspricht eine Bandbreite von 37 Hertz bis hinauf zu 24.000 Hertz (+/- 3 dB). Das klingt im Bass zunächst konservativ, relativiert sich aber durch die massive Bodenneigung der Reflexabstimmung. Mit einer Nennbelastbarkeit von 350 Watt und einer Empfindlichkeit von 89 dB (2,83 V/1 m) ist die BX-100 ein potenter Schallwandler. Allerdings fordert die Physik ihren Tribut: Die Nennimpedanz liegt bei 3 Ohm. Der angeschlossene Verstärker sollte also über eine gewisse Laststabilität verfügen – wir empfehlen hier ganz klar „Heavy Metal“ aus der Endstufen- Liga. Aber ich habe gehört, dass es da was Passendes im Burmester-Sortiment geben soll...
Klang
Hat man die Box einmal ausgerichtet (was bei 141 Kilo durchaus Sport ist) und die Pegelbrücken auf der Rückseite den Raumgegebenheiten angepasst, beginnt eine Vorstellung, die man so schnell nicht vergisst. Den Auftakt macht der Bassbereich, und hier zeigt sich sofort der Vorteil der immensen Masse und der seitlichen Anordnung der 26er-Treiber. Es ist nicht einfach nur „Bass“ – es ist ein schwarzes, unerschütterliches Fundament. Bei Yellos „Point“ schiebt die BX-100 Impulse in den Raum, die physisch spürbar sind, ohne dabei jemals die Kontur zu verlieren. Viele große Lautsprecher neigen dazu, im Oberbass leicht aufzudicken, um Volumen vorzutäuschen. Die Burmester verkneift sich das komplett. Sie spielt im Frequenzkeller mit einer staubtrockenen Autorität, die süchtig macht. Ein tief gestrichener Kontrabass knarzt nicht nur, man „sieht“ förmlich das schwingende Holz des Korpus vor sich. Die Energieentfaltung ist dabei ansatzlos: Ein Kickdrum-Schlag steht sofort im Raum und stoppt ebenso abrupt wieder – kein Nachschwingen, kein Wummern, nur reine kinetische Energie.
Der Übergang in den Grund- und Mitteltonbereich ist dank der tiefen Ankopplung der beiden vorderen Konuschassis nahtlos. Hier zahlt sich der Materialmix aus Polypropylen und Carbon aus. Stimmen erhalten einen wunderbaren Schmelz, ohne ins Warme oder Schönfärberische abzudriften. Bei Hans Zimmers „Live in Prague“ werden die feinen Nuancen der Chöre mit einer Akribie herausgearbeitet, die Gänsehaut verursacht. Man hört das Atmen der Sänger, das leichte Knacken der Notenständer, die Atmosphäre der Halle. Die BX-100 schafft dabei das Kunststück analytisch präzise zu sein, dabei aber den musikalischen Fluss nicht zu zerlegen. Es ist eine „ganzheitliche“ Präzision.
Doch der eigentliche Star ist zweifellos der freistehende AMT. Die Entscheidung, den Hochtöner von der Schallwand zu befreien, erweist sich als genialer Schachzug für die räumliche Abbildung. Die Bühne, die die BX-100 aufzieht, ist gigantisch – und das in alle drei Dimensionen. Bei Mahlers 2. Symphonie unter Solti spannt sich das Orchester weit über die physischen Grenzen der Lautsprecher hinaus auf. Die Tiefenstaffelung ist dabei so präzise, dass man fast mit dem Zollstock zwischen den Streichern und den im Hintergrund platzierten Bläsern messen möchte.
Was aber am meisten verblüfft, ist die Loslösung vom „Sweet Spot“. Während man bei klassischen AMT-Konstruktionen oft den Kopf in einen Schraubstock spannen muss, um die volle Brillanz zu genießen, füllt die BX-100 den gesamten Raum mit Hochtonenergie. Man kann sich auf dem Sofa bewegen – das Klangbild bricht nicht zusammen, die Tonalität bleibt stabil. Der Hochton selbst ist dabei von einer Luftigkeit, die niemals nervt – und dabei doch dynamisch auf den Punkt: Beckenschläge explodieren metallisch und klingen ewig lange aus, Triangeln schweben förmlich im Raum. Es ist diese absolute Mühelosigkeit, mit der der AMT Transienten verarbeitet, die mich als Hörer in den Bann zieht. Auch grobdynamisch ist die Berlinerin eine Macht. Wenn bei „The Wall“ von Pink Floyd der Hubschrauber durch das Zimmer fliegt und dann die Gitarrenwände einsetzen, bleibt die BX-100 völlig unbeeindruckt. Sie komprimiert nicht, sie wird einfach nur lauter, und zwar mit einer Selbstverständlichkeit, die Respekt einflößt. Dabei bleibt das Klangbild auch bei Lautstärken jenseits der Vernunft stabil und aufgeräumt. Nichts verschmiert, nichts wird harsch.
Die BX-100 ist ein Lautsprecher, der Extreme auf eine sehr harmonische Art vereint: Sie hat die brachiale Kraft und Dynamik einer (sehr guten!) PA-Anlage im Bass, die Präzision und Neutralität eines Studiomonitors im Mittelton und das feingeistige Charisma eines Elektrostaten im Hochton. Sie zwingt dem Hörer keinen „Sound“ auf, sondern dient als extrem transparentes Fenster zur Aufnahme. Schlechte Produktionen werden gnadenlos entlarvt, aber gute Aufnahmen erblühen zu einer emotionalen Intensität, die einem die Tränen in die Augen treiben kann. Es ist ein echtes Erlebnis, Musik so souverän, so groß und so „echt“ zu hören.
Anlage
Plattenspieler:
CD-Player:
Vollverstärker:
Symphonic Line RG-14 Edition MK 5 S
Musik
Dire Straits: Love Over Gold
Hans Zimmer: Live in Prague
Gustav Mahler: Symphonie Nr. 2 (Solti)
Yello: Point
Fazit
Die Burmester BX-100 ist ein technologisches Statement. Die Kombination aus dem freistehenden AMT und der möglichen Dynamik ergibt einen Lautsprecher, der Kraft und Feingeist in Perfektion vereint.Kategorie: Lautsprecher Stereo
Produkt: Burmester BX-100
Preis: um 79700 EuroPaarpreis
Die Burmester BX-100 ist ein technologisches Statement. Die Kombination aus dem freistehenden AMT und der möglichen Dynamik ergibt einen Lautsprecher, der Kraft und Feingeist in Perfektion vereint.
Burmester BX-100
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107-358
home entertainment concept store Martin Ludwig |
Metz neuester Fernseher hört auf den schlichten Namen Primus, lateinisch für der Erste. Diese selbstbewusste Namensgebung weist bereits darauf hin, dass es sich um das Topmodell im Metz-TV-Programm handelt
>> Mehr erfahren>> Alle anzeigen| Kategorie: | Lautsprecher |
| Paarpreis | 79.700 Euro |
| Vertrieb: | Burmester Audiosysteme, Berlin |
| H x B x T (auf Füßen) | 1465 x 290 x 660 mm |
| H x B x T (auf Spike) | 1515 x 340 x 660 mm |
| Gewicht (auf Füßen) | 135 kg |
| Gewicht (auf Spike) | 141 kg |




