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>> Mehr erfahren>> Alle anzeigenLautsprecher PS AUDIO ASPEN FR5
Aller guten Dinge sind drei
Was für ein Klischee, aber es trifft hier hundertprozentig und im echten Wortsinn zu, denn das ist der dritte PS Audio Lautsprecher, den ich unter die Lupe nehmen darf. Sowohl der ganz große FR30 als auch der FR10 sind extrem gute Schallwandler. Kann der Kleinste da mithalten?
Chris Brunhaver, der Entwickler der PS Audio Lautsprecher, erzählt in einem sehr informativen Video auf der PS-Audio Website über ihren Messeauftritt auf der Axpona Messe 2024. Aus Gründen, die sich mir entziehen, stand er da mit dem FR5 in einer Art riesigem Ballsaal und war sich verständlicherweise unsicher, ob das der richtige Lautsprecher dafür sei. Er ließ ihn spielen und war selbst erstaunt, wie gut das ging – die Feedbacks dazu waren wohl überwältigend. Kann das stimmen? Das werden wir überprüfen. Zuvor aber gibt es noch für alle Leser, die diese Lautsprecherserie nicht kennen, einen Einstieg ins Thema.
Historisches
Die Vorgeschichte der PS Audio Lautsprecher habe ich in meinen früheren Berichten über den FR30 und den FR10 ausführlich beleuchtet. Aber für alle, die diese Berichte nicht kennen (sehr empfehlenswert!), gibt es hier noch einmal einen Überblick. PS Audio ist für sehr hochwertige Elektronik bekannt.










Happy Endings
Aber dann kam doch alles anders.
Bandbreite
Waren der FR10 und vor allem der FR30 groß bis sehr groß, wirkt der FR5 klein. Absolut gesehen ist er mit seinem dazugehörigen Ständer aber keineswegs so klein, wie es scheint. Und beschäftigt man sich mit seinem Aufbau, verschwindet das Adjektiv „klein“ ganz schnell im Nirwana, denn der FR5 ist groß gedacht, vielleicht konnte er sich auch deshalb im Riesenraum der Axpona-Show so gut behaupten. Bei meiner Beschreibung halte ich mich an Chris Brunhavers Credo und beginne mit den Chassis. Arnie Nudell erklärte Paul McGowan, dass (s)eine Lautsprecherentwicklung immer beim Hochtöner beginne. Also tun wir das auch. Für den FR5 verwendet Chris denselben Hochtöner wie in der gesamten Serie. Er hat schon früher erklärt, dass die Fortschritte in der Chassisentwicklung enorm seien. Im Vergleich zu den alten Infinity EMIMs und EMITs brauchen moderne Magnetostaten nicht einmal 10% an Leistung und sind sehr viel verzerrungsärmer. Dafür hat er Werkzeuge bauen lassen und mit einem Spezialisten seine Chassis neu entwickelt. Ziel war die höhere Ein- und Ausschwingfähigkeit von Elektrostaten mit den dynamischen Tugenden klassischer Konuslautsprecher zu vermählen – das ist ihm herausragend gelungen.
Die Chassis
Bei seinem Planar Magnetic Hochtöner kombiniert er hauchzarte „Teonex“- Schwingspulen (die in ihren Eigenschaften zwischen Kapton und Mylar liegen) mit hocheffektiven Neodym-Magneten in einer Push-Pull-Anordnung vorne und hinten. Durch die, gerade einmal eine handvoll, Windungen seiner Schwingspule konnte er Stahl aus dem Magnetkreis verbannen, was Verzerrungen aufs Minimalste senken soll. Der Wirkungsgrad des Treibers ist mit 94 db sehr hoch. Durch seinen schmalen, vertikalen Schallauslass sorgt er für eine angenehm gleichmäßige und breite Schallverteilung. Die daraus resultierende 3D-Haftigkeit und das enorme Rundstrahlverhalten führen zu einer extrem authentischen Raumillusion. Dafür misst Brunhaver die Schallverteilung gezielt im Raum. Im Fall des FR5 muss ein einziger 16,5 cm Tiefmitteltöner viele wichtige Aufgaben übernehmen. Er ist mit 10 mm Auslenkungsfähigkeit in beide Richtungen besonders langhubig ausgelegt. Seine Membran besteht nicht, wie bei den großen Modellen, aus Aluminium, sondern aus einem gewebten Monofilament-Polypropylen namens CURV. Das Material soll eine besonders gute innere Dämpfung aufweisen und nahe an das gewünschte, schnelle Ansprechverhalten des Magnetostaten herankommen. Dabei helfen eine symmetrische Doppelzentrierspinne, ein magnetisch getrennter Luftspalt und ein doppelter Faradayring aus Kupfer, was Induktivität und Verzerrungen senken soll. Damit der FR5 trotz des kleinen Gehäuses wirklich tief hinunter spielen kann, setzt Chris auf der Rückseite seinen bevorzugten ovalen Passivwoofer mit Carbonmembran ein, der auf 35 Hz abgestimmt wird. Anders als bei Bassreflexsystemen produzieren Passivbässe einfach keine Strömungsgeräusche, sie werden vom Luftdruck angetrieben und generieren so auch praktisch keine Verfärbungen im Mitteltonbereich. Dafür muss so ein Passivbass aber größer als sein aktiver Kollege sein und mehr Hub können. All das ist beim FR5 erfüllt, die leichte und steife Sandwichmembran hat eine sehr weiche Gummisicke, mit deren Hilfe sie den auch schon beachtlichen Hub des Tiefmitteltöners um etwa das 2,5-fache übertrifft. Der Treiber wird übrigens an der Frontplatte von innen gehalten und damit sind wir beim Gehäuse.
Das Gehäuse
Das Gehäuse der FR5 ist selbstredend auch nicht von der Stange.
Die Weiche
Die Weiche ist, wie bei fast allen richtig guten Lautsprechern, komplex. Technisch gesprochen handelt es sich um ein Linkwitz- Riley-Filter sechster Ordnung, das mit hochwertigen Luftspulen, für PS Audio gefertigten Folienkondensatoren und Drahtwiderständen aufgebaut ist. Spannend finde ich übrigens, dass die Weiche in die Versteifungen des Gehäuseinneren eingebracht ist – da schwingt also auch nichts mit. PS Audio stellt auf ihrer sehr schönen Website die Frage, was es brauche, um einen Lautsprecher zum Verschwinden zu bringen und nichts als den Zauber der Musik übrig zu lassen. Und sie liefern die Antwort gleich mit: eine kompromisslose, phasentreue Weiche zu konstruieren; ein Gehäuse, das den Klang nicht verfärbt; selbst den eigenen, hohen Ansprüchen genügende Chassis zu entwickeln; einen Lautsprecher zu kreieren, der leicht von jedem „vernünftigen“ Verstärker angetrieben werden kann. Schöne Kriterien wie ich finde. Und ich habe sie in meinen bisherigen Erfahrungen mit der PS Audio Aspen Serie auch genau so erfüllt gesehen. Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen, was ich nun mit dem FR5 erleben darf. Die optionalen, 70cm hohen Ständer sollte man auf jeden Fall dazu kaufen, denn sie sind funktional und ästhetisch eine perfekte Ergänzung. Wobei, ich muss es umformulieren: sie gehören einfach dazu.
Zuhören
Ich habe die FR5 mit unserem Soulnote E2, dem Symphonic Line RG 14 Edition MK5 S und dem Moon 371 betrieben. Mit allen spielte der FR5 herausragend und war in der Lage, den Charakter des jeweiligen Verstärkers adäquat zu transportieren. Leistungsprobleme hatte ich mit keinem, die vielleicht schönste Kombination war die mit dem Moon 371. PS Audio empfiehlt beim Single-Wiring nur den Woofer-Input zu nutzen. Habe ich natürlich probiert, ist aber für meine Ohren nicht die beste Lösung. Über Kreuz gesteckt, wie ich das immer mache, klingt der Lautsprecher noch eine Spur freier und selbstverständlicher, aber das lässt sich ja leicht selbst ausprobieren. Und noch etwas: die magnetisch gehaltene Abdeckung muss weg, ohne sie klingt der FR5 noch offener. Chris Brunhaver sagt auf der PS Audio Website etwas sehr Schönes: „Lautsprecher gehören zur Familie.“ Damit hat er so was von Recht. Und zu dieser Familie möchte ich auch gerne gehören, denn ich versteige mich dazu, zu behaupten, dass das ein perfekter Lautsprecher ist. Unser Messingenieur Elmar Michels war derselben Meinung. Er sagte mir, einen besseren Lautsprecher habe er noch nie vor dem Messmikrofon gehabt. Von Emmylou Harris´ „The Wrecking Ball“ spiele ich wie so häufig „Deeper Well“, weil die Aufnahme für mich ein Gradmesser für die Abbildungs- und Auflösungsfähigkeit eines Lautsprechers ist. Die Trommel zu Beginn spottet in ihrer Größe der Kompaktheit dieser Lautsprecher, ich höre ihre Felle und spüre diesen leicht verschleppten Second Line Groove. Die einsetzenden Frickeltöne von Keyboards und Gitarren wirken wie Sterne am Firmament. Emmylous Stimme hat Brust und Hals und dann setzen die Bässe ein: aber wo ist der Subwoofer? Es ist wirklich kaum zu glauben, wie extrem sich der FR5 verspielt und gewissermaßen selbst über seine Größe lacht. „Das Rundstrahlverhalten ist fantastisch, selbst neben dem Lautsprecher hört man noch fast alles“, sagte Elmar Michels, der dazu kam, um nach seinen rekordverdächtigen Messungen herauszufinden, ob der FR5 das auch klanglich einlösen kann, denn das muss nicht unbedingt immer so sein. „Das hörst du sofort“, meinte er. Dass der FR5 ein sensationeller Lautsprecher ist, will ich ergänzen. Denn wer bei dieser Musik nicht auflösen kann, hat verloren. Der FR5 macht das mit links. Das gilt auch für Tracy Chapmans „Let it rain“. „Things I do in the dark“ hat so viel organische Struktur und wieso habe ich diese Gitarrensaiten so noch nie gehört? Wie ihre hypnotische Stimme quasi hoch- und runter gemischt wird, macht mir Gänsehaut und ich fürchte, ich sitze kopfschüttelnd da, wie die Besucher der Axpona und frage mich, wie das alles möglich ist. Ok, Chris Brunhaver hat das alles sehr gut erklärt, aber es dann wirklich zu erleben, ist atemberaubend.
Anlage
Plattenspieler:
Transrotor Massimo Nero mit Studio 12 und Figaro
Vollverstärker:
Symphonic Line RG 14 Edition MK5 S
Moon 371
Soulnote E-2
CD-Spieler:
Musik
Emmylou Harris: The Wrecking Ball
Tracy Chapman: Let it rain
Oscar Peterson: Live at the Concertgebouw 1961
Ry Cooder: Paradise and Lunch
Skunk Anansie: An Acoustic Skunk Anansie / Live In London
Fazit
Kategorie: Lautsprecher Stereo
Produkt: PS Audio ASPEN FR5
Preis: um 4990 Euro Ständer: 700 Euro
In einem Video sagt Chris Brunhaver: “Manchmal hat man einfach Glück und das Ganze klingt besser, als die Summe der Einzelteile.“ Genau so ist es, denn der PS Audio Aspen FR5 ist ein Glücksfall und einer der besten Lautsprecher, die ich kenne.
PS Audio ASPEN FR5
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228-1324
Magnepancenter |
Es stimmt schon, nicht jede Anlage profitiert gleichermaßen von einem Riesen-Transformator wie dem Rowen PT 2000. Wenn der Klang aber zulegt, dann häufig in unerwarteten Dimensionen
>> Mehr erfahren>> Alle anzeigen| Preis (in Euro) | 4.990 Euro, Ständer: 700 Euro |
| Vertrieb: | www.hifi2die4.de |
| Prinzip: | 2-Wege mit Passivbass |
| Frequenzgang: | 35Hz - 20KHz +/- 6dB / 30Hz |
| Hochtöner: | 63,5 mm Magnetostat |
| Tiefmitteltöner | 165 mm Papiermembran |
| Passivbass | 150 x 230 mm Ovalchassis |
| Trennfrequenz: | 1750 Hz |
| Empfindlichkeit: | 83,5 dB |
| Nennimpedanz: | 6 Ohm / Minimum: 5,6 Ohm |
| Ausführung: | Perlweiß, satiniertes Schwarz |
| Gewicht: | 12,1 kg |
| Garantie: | 5 Jahre (bei Registrierung) |
| B x H x T: | 203 x 368 x 330 mm |




