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JoTiMaXX: Foyer, Bar und Filmpalast – da werden Heimkinoträume wahr

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20.04.2022 13:06 Uhr von Redaktion hifitest

Welcher Filmfan träumt nicht von einem luxuriösen Filmpalast mit Foyer und Kinobar im XL-Format? Tina und Jörg M. haben sich diesen Traum erfüllt und wussten uns durch so manches Ausstattungsmerkmal zu überraschen.

Menden – eine beschauliche Kleinstadt im Sauerland. Hierhin hat es uns auf unserer Leserkino-Besuchstour diesmal verschlagen. Grund dafür ist die imposante Bewerbung, die uns das filmbegeisterte Paar Tina und Jörg M. ein paar Wochen zuvor übersandte. Kaum angekommen, werden wir auch schon sehr freundlich und mit kühlen Getränken und belegten Brötchen empfangen und nehmen auf der Terrasse Platz, auf der uns das riesige „Fantastic Four“-Plakat ins Auge fällt. Noch während wir es uns schmecken lassen, wollen wir wissen, wie es bei den beiden zum Bau eines eigenen Kinos kam. Noch ehe ich meine Frage beendet habe, beginnt Jörg schon zu antworten. „Alles begann, als ich neun Jahre alt war. Auf einem Familienfest führte mein Onkel Cartoons über einen Super-8-Projektor vor und mir war sofort klar, dass ich so ein Gerät auch unbedingt einmal haben musste. Den ersten Schritt zum eigenen Kino machte ich aber erst etwa 20 Jahre später, als ich mir meine erste Surroundsound-Anlage zulegte, deren Klangqualität mich schlichtweg begeisterte. Als mittlerweile treuer HEIMKINO-Leser erfuhr ich zu diesem Zeitpunkt dann von der Existenz der LaserDisk und legte mir umgehend einen geeigneten Player zu, dessen Bild- und Tonqualität die meiner inzwischen relativ großen VHS-Sammlung völlig in den Schatten stellte“, erklärt der Sauerländer. „Nachdem ich mir in den folgenden Jahren noch einen Projektor sowie ständig neue Elektronik zulegte, bot sich im Jahre 2006 die nicht für möglich gehaltene Gelegenheit, ein dediziertes Heimkino zu bauen.“

Planung und erste Schritte

Jetzt wurde die zuvor noch vermietete Wohnung im Obergeschoss des Hauses der beiden Mendener frei. Statt diese erneut zu vermieten, machte Tina ihrem Mann den ungewöhnlichen Vorschlag das Mehrkanalsystem aus dem Wohnzimmer zu verbannen und stattdessen ein „echtes“ Kino in den nun leer stehenden Räumlichkeiten zu installieren.

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„Bevor ich es mir noch einmal anders überlegen konnte, begann Jörg umgehend mit der Planung und den ersten vorbereitenden Schritten“, wirft Gattin Tina ein, bevor Jörg ergänzt: „Zuerst machte ich mich an die Bearbeitung der beiden Fensterfronten, welche ich durch eine schwarze Stoffbespannung verkleidete, die wiederum auf exakt zugeschnittene Holzrahmen gezogen wurde. Diese ruhen auf der umlaufenden Fensterbank. Nach dem gleichen Prinzip ging ich auch an der anderen Wand vor, was zudem den Vorteil hat, dass ich die Konstruktion mit wenigen Handgriffen entfernen kann, um eventuell nötige Wartungsarbeiten vornehmen zu können.“

Podest und Bühne

Dann ging es schon an den Bau des Podestes, das aus einer Schachtelkonstruktion aus aufrecht stehenden Holzplatten besteht und so eine extreme Stabilität aufweist. Als nicht minder massiv erweist sich der abgerundete Mittelteil der aus Ytong-Steinen gemauerten Leinwandbühne. Dieser dient als Basis der Gesamtkonstruktion, die sämtliche Frontboxen sowie die beiden Subwoofer beherbergt. Damit diese stets unsichtbar und dennoch jederzeit zugänglich bleiben, entwickelte der Bauherr eine mit Lautsprecher-Bespannstoff bezogene schwarze Rahmenkonstruktionen, die von kleinen Kunststoffzapfen gehalten werden, wie sie zur Befestigung von Abdeckgittern in Lautsprechern eingesetzt werden. Der Clou ist jedoch die pfiffige Selbstbaumaskierung, die direkt hinter der Leinwandbühne sitzt und aus der 21:9-Leinwand auf Knopfdruck eine 16:9-Prokjektionsfläche werden lässt (siehe Detaillösung). Das ist noch immer nicht alles, was Jörg M. an tollen Ideen zu bieten hat, denn um echtes Kinofeeling zu erzeugen, entschied sich der Sauerländer, hier noch einen elektrisch betriebenen Vorhang zu installieren, welcher den Blick auf die Leinwand erst zu Filmbeginn freigibt.

Komfort geht vor

Frei nach diesem Motto gingen die beiden Filmfreunde auch bei der Installation der teilweise per Funk gesteuerten Zuspielelektronik und Lichtsteuerung sowie der gemütlichen Polstersessel vor. So verwöhnen Letztere nicht nur durch bequemen Sitzkomfort, sondern zudem durch extrabreite Armlehnen und zwei integrierte Getränkehalter pro Platz.

THX-konforme Decke

„Wenn schon, dann richtig“, dachte sich Jörg M., als es an den Bau der etwa 2,40 Meter hohen Deckenkonstruktion ging. Deshalb entschied sich der Diplomingenieur für den Einsatz einer THX-konformen Zwischendecke der Firma Ecophon (www.ecophon.de), wie sie auch in THX-Filmpalästen eingesetzt wird. „Die Installation ging sehr leicht von der Hand. Nachdem die leicht zu bearbeitenden Aluminiumträger von der Zimmerdecke abgehängt und sämtliche Kabel verlegt waren, mussten nur noch die passgenauen schwarzen Module eingelegt werden. Eine Investition, die sich gelohnt hat, denn der klangliche Unterschied ist enorm“, erklärt uns der Bauherr.

Die Vorführung

Nachdem wir nun Näheres über die Entstehungsgeschichte erfahren haben und uns von der extrem guten handwerklichen Ausführung des JoTiMaXX überzeugen konnten, wollen wir wissen, wie es um die klanglichen und bildtechnischen Gegebenheiten dieses rund 24 Quadratmeter großen Kinos bestellt ist. Hier beginnen wir mit der Pod-Race-Szene aus „Star Wars – Episode 1“ und sind gleich von der Tiefbassdarstellung des Soundsystems überrascht, die selbst in höheren Pegellagen sauber und unverzerrt bleibt. Auch wenn wir diese Szene bereits unzählige Male vorgeführt bekamen, gehört diese Demonstration aufgrund ihrer exzellenten Effekt- und Surrounddarstellung zu den absoluten Highlights. Mit „Casino Royale“ fährt Jörg M. dann „größere Geschütze“ auf, denn hier überzeugt nicht nur der Ton, sondern auch die brillante, gestochen scharfe Bildperformance des perfekt eingestellten Infocus-Projektors.

Fazit

„Einfach perfekt“, könnte das Kurzfazit zu diesem privaten Lichtspielhaus lauten, denn was Tina und Jörg hier geschaffen haben, ist in jeglicher Hinsicht grandios. Egal ob Foyer, Bar oder Kino: Die handwerklich in jeglicher Hinsicht perfekte Ausführung, das gelungene und gemütliche Ambiente und die anspruchsvolle Bild- und Tonperformance veranlassen selbst verwöhnte HOME-THEATERS-Redakteure zu echten Begeisterungsstürmen. Für mich ist das JoTiMaXX jedenfalls eines meiner absoluten Lieblings-Leserkinos!

Ausstattung:

  • Projektor: JVC HD-ILA550 + ISCO II Vorsatzlinse (Full HD)
  • Leinwand: 21:9-Rahmenleinwand (3,15 x 1,35 m)
  • AV-Receiver: Pioneer SC-LX83
  • Blu-ray-Player: Pioneer BDP-51FD + Sony Playstation 3
  • Media-Player: WD TV MEdia Player
  • HD-Settop-Box: Kathrein UFS 912
  • Lautsprecher: Nubert nuVero 11, nuVero 7 + 2 x Teufel Theater 8 + 2 x System 9-Dipole
  • Subwoofer: Nubert AW-950 + Nubert AW-1000
  • Sub.-Einmessung: Velodyne SMS-1

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Datum 20.04.2022, 13:06 Uhr