Möchten Sie zur Seite für Mobilgeräte wechseln ? JaNein
Kategorie: Aktivlautsprecher

Einzeltest: Goya Acoustics Moajaza


Schwere Geschütze

Aktivlautsprecher Goya Acoustics Moajaza im Test, Bild 1
19803187_19803_2

Der internationale High End Markt ist kein leichtes Betätigungsfeld für einen Hersteller. Goya Acoustics möchte trotzdem genau hier einsteigen und scheut dabei keine Anstrengungen.

Die Audiowelt und wir als Teil davon, sprechen gerne von High End. Nicht umsonst dient der Begriff als Name für die Leitmesse der hochwertigen Audiowiedergabe, auch wenn eine Vielzahl weiterer Branchen natürlich ebenso ein Segment besitzen, das mit dem des High End Audio vergleichbar wäre. Doch obwohl der Begriff so oft genutzt wird, ist die Definition ein wenig schwammig. High End steht bei Audio nicht allein für den Preis, auch wenn dieser natürlich ein wichtiges Kriterium ist. Es zählt auch die Präsenz eines Systems, die beim Bau angewandte Handwerkskunst, die Technik, die Bauteileteile, die Exklusivität und letztlich sogar etwas so subjektives und eigentlich nicht zu greifendes wie der Klangcharakter. Dabei sind die Kriterien bei jedem Nutzer ein wenig anders gewichtet und dadurch nicht immer vollkommen nachvollziehbar. Darum lässt sich schlecht sagen, wo High End wirklich anfängt und wo es aufhört. Viel mehr wird jedes System einzeln auf seine „Highendigkeit“ hin überprüft. Auch die Firma Goya Acoustics möchte in den High End Audiobereich einsteigen. Das junge Unternehmen aus dem Saarland präsentiert dazu den Lautsprecher Moajaza als sein Debütprodukt, und möchte genau in diesem Marktsegment der Superlative ein Ausrufezeichen setzen. Dafür müssen also möglichst viele der angesprochenen Faktoren erfüllt werden und Goya Acoustics selbst backt dabei nicht gerade kleine Brötchen, denn der Name Moajaza geht auf das Urdu Wort für Wunder zurück. Auch in Sachen Präsenz erfüllt der Lautsprecher schon einmal die Anforderungen, denn selbst in unseren Hörräumen, in denen sich hochwertige Audiosysteme die Klinke in die Hand geben, sind die Moajaza durchaus auffällig.

Aktivlautsprecher Goya Acoustics Moajaza im Test, Bild 2Aktivlautsprecher Goya Acoustics Moajaza im Test, Bild 3Aktivlautsprecher Goya Acoustics Moajaza im Test, Bild 4Aktivlautsprecher Goya Acoustics Moajaza im Test, Bild 5Aktivlautsprecher Goya Acoustics Moajaza im Test, Bild 6Aktivlautsprecher Goya Acoustics Moajaza im Test, Bild 7Aktivlautsprecher Goya Acoustics Moajaza im Test, Bild 8Aktivlautsprecher Goya Acoustics Moajaza im Test, Bild 9Aktivlautsprecher Goya Acoustics Moajaza im Test, Bild 10
Die ausgewachsenen Standlautsprecher mit knapp 1,20 Metern Höhe, wirken trotz ihrer recht geringen Breite ziemlich wuchtig, was an der leicht zurückgeneigten Mittelsektion liegt, die das Gehäuse im unteren Drittel ein wenig nach vorne stehen lässt. Anders als selbst die meisten High End Lautsprecher, besteht die Moajaza nicht komplett Holz. Stattdessen wird für die Gehäuse ein spezieller organisch- mineralischer Werkstof genutzt, der zwar schwer zu verarbeiten, aber eben auch ausgesprochen dicht und stabil ist. Das hilft natürlich im Puncto Resonanzbekämpfung, wobei die Wandstärken von bis zu 80 Millimetern letztlich auch einiges an Gewicht zusammenbringen, so dass jeder der Lautsprecher am Ende etwa 100 Kilo auf die Waage bringt. So massiv die Moajaza auch sein mag, so schlank ist das Audiosystem, das sich mit ihnen erstellen lässt. Bei Goyas Erstlingswerk handelt es sich nämlich um ein ausgewachsenes All-in-one-System, bei dem vom Streamingsystem über den Verstärker und eben den Lautsprecher alles dabei ist. Mit einem Paar Moajaza ist die Anlage also fertig und selbst bei der Verkabelung reicht jeweils nur ein einzelnes Kabel für die Stromversorgung. Um die Qualität der Musikübertragung allerdings nicht vom WLAN abhängig zu machen, empfangen die Systeme ihre Netzwerksignale dennoch kabelgebunden – ebenfalls über das Stromnetz. Dafür ist im Lieferumfang ein entsprechender Adapter beigelegt, der mit dem Router und einer Steckdose verbunden wird. Einmal mit den Lautsprechern gekoppelt, können selbst HiRes-Alben über die ungewöhnliche Verbindung übertragen werden. Das ist modern gedacht, denn gerade in Wohnräumen möchte man schließlich keine Kabel quer durch den Raum legen müssen. Kontrolliert wird die Moajaza über ein Webmenü, in dem die Kanalzuordnung erfolgt, ein Zonenname festgelegt wird und der integrierte Equalizer justiert werden kann. Damit lässt sich beispielsweise eine Raumkorrektur einstellen, wobei die Ersteinrichtung natürlich vom Händler erledigt wird. Sind die Lautsprecher einmal spielbereit, benötigt man das Webmenü nur noch, um eventuell den analogen Eingang der Lautsprecher auszuwählen. Die Kontrolle des Streaming kann hingegen per UPnP-fähiger App, per AirPlay oder standesgemäß mit einem Roon-Multiroomystem und entsprechender Remote-App erfolgen. Das hat auch den Vorteil, dass die Lautstärkeregelung des Programms angenehm präzise ist, was das Nachjustieren im Webmenü erspart. Dabei ist Goya stets damit beschäftigt, das System weiter durch Updates zu optimieren. Das Streaming ohne klassische Ethernetverbindung funktionierte im Test ausgesprochen gut. Das Pairing zwischen Adapter und Lautsprecher geschah mit wenig Aufwand und die Verbindung ist sowohl schnell, als auch stabil. Bei der Nutzung, oder der Erkennung durch Apps und Server bestand kein erkennbarer Unterschied zwischen dem Streamingsystem der Moajaza und anderen Quellen, die Ethernetkabel oder WLAN nutzen. Bei der Bestückung der Lautsprecher geht es dann etwas konventioneller, aber keineswegs weniger hochwertig zu. Goya setzt bei der Moajaza durchgängig auf Treiber aus dem Hause  iel & Partner. Im unteren Segment des Lautsprechers werden drei Accuton Cell 168-Millimeter-Tieftöner mit konvexer Aluminium-Sandwich Membran verbaut. Für optimale Performance befinden sich die Bass- Treiber mit der charakteristischen Wabenstruktur in einem eigenen Gehäuse. Für die Wiedergabe des mittleren Frequenzbereiches wird ebenfalls ein Accuton Chassis mit 168 Millimetern verwendet, das erneut aus einem Verbund von Keramik und Aluminium besteht, aber in Form einer klassischen Membran gefertigt ist. Der darunter befindliche Hochtöner mit 30 Millimetern Durchmesser bietet dann, dem High End Gedanken entsprechend, eine Membran aus Diamant. Bei der Qualität der Bauteile wurden also ebenfalls keine Kompromisse gemacht. Zur Kontrolle des Drei- Wege-Systems setzt Goya, ganz zeitgemäß, auf ein DSP, das neben der Funktion als Frequenzweiche natürlich auch die Equalizing- und Raumkorrekturfunktionen ermöglicht. Das ist auch in so fern gut, da die Kombination von anspruchsvollen, präzisen Treibern und den insgesamt 1500 Watt Leistung, die pro Seite von mehreren Class-D Endstufen erzeugt werden, einiges an Kontrolle verlangt. Klanglich erfüllen die Lautsprecher schließlich die Erwartungen, die ihr Äußeres schon bei der Aufstellung weckte. Die Mojaza legt ungemein kraftvoll los und lässt seine drei Tieftöner ordentlich zupacken. Dabei wird die Kraft hier gut mit entsprechender Präzision kombiniert, sowohl im Bass, wie auch über das gesamte Frequenzband hinweg. Egal bei welcher Auflösung, die Lautsprecher verstehen es einfach, enorm viele Details an die Oberfläche zu befördern, von denen man zuvor teilweise gar nicht wusste, dass sie sich in der Aufnahme verstecken. Schon eher flach abgemischte CD-Rips erhielten beim Spiel mit der Moajaza eine gewisse Lebendigkeit zurück. Bei Verwendung von HiRes-Signalen öffnet sich die Bühne dann erneut ein wenig und auch die Feinauflösung verbesserte sich merklich. Trotz dem differenzierten Spiel und der knackigen Dynamik, wirkte das Spiel der Aktivboxen angenehm stimmig und überforderte nicht mit übermäßig hartem, analytischen Sound. Egal ob man sich bei Rock und Electro ein wenig in den Sitz drücken lassen, charismatischen Gesangsstimmen folgen, oder die Feinheiten klassischer Orchester genießen möchte, Goya Acoustics gibt einem mit der Moajaza die Möglichkeit dazu. Die High End Checkliste bekommt hier also zahlreiche Häkchen verpasst. Goyas Debüt erfüllt die Anforderungen bei der Auswahl der Bauteile und Werkstoffe, der Technik und dem Sound gleichermaßen. Dafür wird auch ein entsprechender Preis aufgerufen, der sicher seinen Teil dazu beitragen wird, dass auch die Exklusivität der Aktivboxen erhalten bleibt. Goya feiert mit der Moajaza einen gelungenen Einstand und bereichert das High End Segment um ein innovatives und klangstarkes Audiosystem.

Fazit

Die Goya Acoustics Moajaza bietet genau das, was High End Audio ausmacht. Sie besitzt innovative Features, exzellente Ausstattung, ein elegantes Äußeres und packenden Sound. Ein gelungenes Debüt für die deutsche Manufaktur.

Bezugsquelle:

Preis: um 75000 Euro

Goya Acoustics Moajaza


-

Ausstattung & technische Daten 
Vertrieb Goya Acoustics, Marpingen 
Telefon 0163 7152035 
Internet www.goya-acoustics.de 
B x H x T 280 x 1240 x 450 mm 
Eingänge 1 x PLC Wirelss , 1 x Ethernet, 1 x 6,3 mm Klinke 
Unterstützte Formate gängige PCM-Formate 
Unterstützte Abtastrate: bis 192 kHz, 24 Bit 
Leistung: 1500 Watt 
Bestückung 1 x 30 mm Hochtöner, 1 x 168 mm Mitteltieftöner, 3 x 168 mm Tieftöner 
checksum „Die Goya Acoustics Moajaza bietet genau das, was High End Audio ausmacht. Sie besitzt innovative Features, exzellente Ausstattung, ein elegantes Äußeres und packenden Sound. Ein gelungenes Debüt für die deutsche Manufaktur.“ 

HD Lifestyle Gallery

/test/aktivlautsprecher/goya_acoustics-moajaza_19803
Revox- Revox im Wohnraum - Bildergalerie , Bild 1
Revox im Wohnraum
>> zur Galerieübersicht
105_1
Neu im Shop

Testen Sie Ihre Hifi Anlage

>>Mehr erfahren
Philipp Schneckenburger
Autor Philipp Schneckenburger
Kontakt E-Mail
Datum 19.08.2020, 12:47 Uhr
Dipl.-Phys. Guido Randerath - Ressort Heimkino und Car Hifi
Dipl.-Phys.
Guido Randerath
Ressort Heimkino und Car Hifi
Heimkino 6/2021

Es ist uns eine große Freude, Ihnen die EISA AWARDS 2021-2022 präsentieren zu dürfen. Zusammen mit den Kollegen von 60 Testmagazinen und -Websites aus Europa, Amerika, Asien und Australien kürt unsere Redaktion als exklusives deutsches Mitglied in der Home Theatre Audio Expert Group jedes Jahr die besten Geräte der Welt.
>> Alles lesen

Elmar Michels - Ressort Car Hifi
Elmar Michels
Ressort Car Hifi
Car Hifi 6/2021

Ich freue mich, Ihnen ein ganz sicheres Jahreshighlight zu präsentieren. Voll im Wohnmobiltrend und frisch vom Caravan Salon erreichte und Pioneers neues Camper-Navi AVIC-Z1000DAB zum Test. Zugegeben nicht ganz billig, dafür aber voll ausgestattet mit allem, was den Urlaub im eigenen Wohnmobil vom ersten Meter an entspannt und stressfrei macht. Darüber hinaus haben wir natürlich noch über zwei Dutzend weitere Geräte im Test. Da ist alles dabei, günstige Verstärker und Lautsprecher, bezahlbares High-End, die perfekte Mini-Steuerzentrale mit 9 DSP-Kanälen und natürlich jede Menge Subwoofer. Ich wünsche viel Spaß beim Lesen!
>> Alles lesen

Holger Barske - Ressort<br>High-End
Holger Barske
Ressort
High-End
LP 6/2021

Die neue "LP" ist da!
Und wie üblich haben wir einen genauen Blick auf neue Dinge geworfen, mit denen der Analogfan das Erlebnis Schallplatte zu etwas Besonderem machen kann. Wir hätten unter Anderem drei potente Phonovorstufen in verschiedenen Preisklassen im Angebot, zwei sehr besondere Lautsprecher und einen feinen, erfreulich bezahlbaren Plattenspieler aus Italien. Wir wünschen viel Spaß bei der Lektüre!
>> Alles lesen

Thomas Schmidt - Ressort Hifi
Thomas Schmidt
Ressort Hifi
Hifi Test TV HiFi 6/2021

Es geht wieder in Richtung Herbst und Winter - wegen der doch eingeschränkten Möglichkeiten, sich draußen zu betätigen, die Hauptsaison der gemütlichen Musik- und Filmabende in den eigenen vier Wänden.
A propos Wände: In dieser Ausgabe finden Sie eine Reportage über die Zukunft des Lautsprechers als Begleiter des täglichen Lebens, nämlich unsichtbar in der Wand eingelassen, versteckt hinter der Tapete oder sogar Putz!
Aber auch die klassischen Hifi-Themen kommen nicht zu kurz: So haben wir die PS-Audio-Stellar M1200 Endstufen getestet, mit deren Leistung von über 1000 Watt pro Kanal dynamisch keine Wünsche mehr offen bleiben.
Viel Spaß beim Lesen!
>> Alles lesen

kostenloses Probeexemplar Cover Probeexemplar
jetzt laden (englisch, PDF, 13.2 MB)
kostenloses Probeexemplar Cover Probeexemplar
jetzt laden (englisch, PDF, 10.17 MB)
kostenloses Probeexemplar Cover Probeexemplar
jetzt laden (englisch, PDF, 11.35 MB)
kostenloses Probeexemplar Cover Probeexemplar
jetzt laden (deutsch, PDF, 3.15 MB)
Interessante Links:
  • www.hausgeraete-test.de
  • www.heimwerker-test.de
  • hifitest.de/shop/
Allgemeine Händlersuche
Landkarte PLZ0 PLZ1 PLZ2 PLZ3 PLZ4 PLZ5 PLZ6 PLZ7 PLZ8 PLZ9

Klicken Sie auf Ihre PLZ oder wählen Sie ein Land

Händler des Tages

Nubert electronic GmbH