Kategorie: Aktivlautsprecher

Aktivlautsprecher · Piega Premium 501 Wireless 2Gen


Alles drin, alles dran

Aktivlautsprecher Piega Premium 501 Wireless 2Gen im Test, Bild 1
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Steht man vor Lautsprechern der neuen Version der Piega Premium Wireless-Serie, dann kann man eigentlich kaum einen Unterschied zur ersten Serie erkennen. Wenn man dann die Frontbespannung abnimmt, dann erkennt man sofort, dass man jetzt mehr bekommt, viel mehr.

Design

 
Aber zunächst einmal zurück zu den Grundsätzen. Piega, das hat sich in der langen Tradition der Firma inzwischen herumgesprochen, bedeutet: Aluminiumgehäuse. Und zwar nicht irgendwelche, sondern in einem Stück gefertigte Strangpressprofile mit einer atemberaubend elegant geschwungenen Form, die ganz nebenbei auch noch Gehäuseresonanzen unterbindet – also die lupenreine Definition von „form follows function“ – oder anders herum? Die etwas dickere Schallwand der Piega-Boxen ist separat eingesetzt, ebenso so wie etwa benötigte Teiler und Innenversteifungen, die dann zumeist aus einer dämpfenden Faserplatte bestehen. Heutzutage gibt es die meisten Boxen des Schweizer Herstellers in drei Farbvarianten: Das traditionelle, silbern eloxierte Aluminium, die gleiche Ausführung in Schwarz eloxiert und eine elegante weiße Pulverbeschichtung.

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Das trifft natürlich auch auf die neue Premium 501 Wireless 2Gen zu – wir haben die drei Varianten auch auf einem Vergleichsbild für Sie nebeneinander gestellt.   

Technik

 
Das zweite Merkmal der Piega- Boxen, ist der Folienhochtöner, der nur in der ACE-Serie nach Piega-Spezifikationen fremdgefertigt wird – in allen anderen Serien kommen die hauseigenen Bändchen-Hochtöner zum Einsatz, die ja seit vielen Jahren in der Hifi -Szene einen hervorragenden Ruf genießen. In allen Modellen der Premium-Wireless-Serie kommt das LDR-2642-MKII Hochtonbändchen zum Einsatz, das durch seine extrem geringe bewegte Masse in der Lage ist, Frequenzen bis weit über die Hörgrenze von 20 Kilohertz hinaus zu übertragen. Das spielt tatsächlich eine Rolle, denn auch wenn wir diese Frequenzen nicht mehr bewusst hören, tragen sie doch dazu bei, wie wir das Obertonverhalten bei der Musikwiedergabe wahrnehmen. Kommen wir aber nun zu meiner Einleitung: Im Gegensatz zur ersten 501 Premium Wireless sehen wir insgesamt drei Chassis mehr in der Schallwand. Nun, dachte ich mir, da bei der zweiten Generation das Bassreflexrohr fehlt, wird man hier wohl mit Passivmembranen arbeiten. Weit gefehlt: Während die erste 501 ein Zweieinhalb-Wege-System war, bei dem das obere der beiden Tieftonchassis auch den Mitteltonbereich mit bearbeitet, hat man hier die Last auf deutlich mehr Treiber verteilt: Sage und schreibe vier 120-Millimiter-SDS-Treiber sind alleine für den Tieftonbereich zuständig! Damit hat man mal eben so die Fläche der Treiber im Bassbereich verdoppelt. Dazu kommt, dass das fünfte Chassis im Bunde ausschließlich für den Mitteltonbereich zuständig ist und sich nicht mit der Last der tiefen Töne herumplagen muss.

Aktivlautsprecher Piega Premium 501 Wireless 2Gen im Test, Bild 6
Technisch, optisch und klanglich eine angenehme Erscheinung: Die Piega Premium 501 Wireless
Alle sechs Treiber werden von einem leistungsstarken Verstärkermodul mit einer Gesamtleistung von 180 Watt angetrieben. Man könnte die Premium 501 Wireless natürlich über den Cinch-Eingang als ganz normale Aktivbox betreiben, aber dann würde man sich all der Möglichkeiten berauben, die dieser Lautsprecher in Verbindung mit der Piega-eigenen Steuerzentrale Connect Plus bieten. Diese wird von uns übrigens gegenüber der älteren Version Connect empfohlen, bietet sie doch einen noch größere Anschlussvielfalt und vor allem eine smarte Steuerung inklusive Raumeinmessung per App. Die momentan von der Box unterstützten Formate sind Apple AirPlay, Google Chromecast, Spotify Connect (inkl. Spotify HiFi), Roon Ready, DLNA und Bluetooth 4.2. Über die Wifi -Anbindung hinaus gibt es zwei analoge Anschlüsse als Cinch-Buchsen und Miniklinke, darüber hinaus zahlreiche digitale Anschlüsse, die allesamt hochauflösend mit 24bit/192kHz arbeiten. Wichtig ist hier natürlich der eARC-HDMI-Anschluss, mit der grundsätzliche Steuerbefehle der Audio-Anlage über den Fernseher laufen. Mit einem Kippschalter hinten an den Lautsprechern lassen sich die Boxen der Premium-Wireless- Serie drei verschiedenen Lautsprechergruppen zuordnen, so dass die Connect-Box auch ein Multiroom-System ansteuern kann. Ein zweiter Kippschalter ermöglicht eine grundsätzliche Anpassung des Tieftonfrequenzgangs der Boxen an ihre Aufstellung: Frei stehend im Raum, näher an der Wand und in einer Raumecke. Dieses Filter ist sehr praxisgerecht ausgeführt – so viel kann ich schon dem Messtechnik- Kommentar vorgreifen.   

Labor

 
Als ziemlich ausgewogen erwiesen sich die Premium-Piegas vor dem Messmikrofon. Wohlgemerkt: Für die Messungen habe ich vorher keine Raumeinmessung gemacht, sondern die Boxen direkt angeschlossen, um sie pur und unverfälscht zu messen. Der Frequenzgang verläuft von einem atemberaubend tiefen Bass bis über 20 Kilohertz, wo die digitale Wandlung dem Übertragungsbereich ein Ende setzt – der Hochtöner könnte, wie gesagt, noch mehr. Im Präsenzbereich gibt es eine leichte Zurückhaltung in dem Bereich, in dem unser Gehör am empfindlichsten ist. Die zwei abgeschwächten Tieftoneinstellungen reduzieren den Bereich unter 200 Hertz genau so stark, wie ihn eine Grenzfläche bei Wandaufstellung oder zwei Grenzflächen bei Eckaufstellung wieder verstärken – das ist hervorragend gemacht und schützt vor jeglichem Dröhnen.  

Praxis  


Die beiden Piega Premium 501 Wireless verbinden sich schnell mit der Steuerzentrale Connect Plus und sind sofort einsatzbereit – in unserem recht gut bedämpften Hörraum war auch keine weitere Einstellung des Frequenzgangs nötig. Die 501 bauen ein realistisches, gut balanciertes und schön gestaffeltes Klangbild vor dem Hörer auf. Die vier Tieftöner, die nur bei bei extremen Bassschlägen Hub machen müssen, machen ihre Sache sehr souverän und erreichen dynamische Bereiche, die ich eigentlich nur mit deutlich wuchtigeren Boxen in Verbindung bringe. Der Mitteltonbereich weiß insbesondere bei Stimmen und Naturinstrumenten mit seiner Neutralität und Genauigkeit zu überzeugen und der Piega-Hochtöner ist sowieso eine Klasse für sich. Er agiert mit einer mühelosen Leichtigkeit, von der fast alle anderen Lautsprecher nur träumen können Die Chassis, die sich ja doch fast auf die gesamte Höhe der Schallwand verteilen, spielen absolut bruchlos zusammen und agieren mit einer großen Natürlichkeit, auch bei der räumlichen Abbildung, die sowohl eine großzügige Bühne aufspannt,   Instrumente aber gleichzeitig sehr genau und stabil auf ihren Positionen abbildet. Und weil die Piegas diese Qualität bei allen Musikrichtungen gleichermaßen behalten und darüber hinaus noch einen blitzsauberen Kinoton, schon als Stereopaar abliefern, können wir Piega nur zur zweiten Generation ihrer Premium-Wireless-Serie gratulieren. Gut gemacht! 

Fazit

Akustisch und optisch gelungenes Design treffen bei der Piega Premium 501 Wireless 2Gen auf einen hervorragenden Klang und eine sensationelle Anschlussvielfalt: Der Lautsprecher fürs moderne Musikhören!

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Kategorie: Aktivlautsprecher

Produkt: Piega Premium 501 Wireless 2Gen

Preis: um 6000 Euro (silber) um 6.400 Euro (weiß, schwarz) um 600 Euro (Connect Plus)

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10/2023
5.0 von 5 Sternen

Referenzklasse
Piega Premium 501 Wireless 2Gen

10/2023

Piega Premium 501 Wireless 2Gen
KLANGTIPP
 
Bewertung 
Klang 70%

Labor 15%

Praxis 15%

Ausstattung & technische Daten 
Paarpreis: um 6.000 Euro (silber) um 6.400 Euro (weiß, schwarz) um 600 Euro (Connect Plus) 
Vertrieb Piega 
Telefon +41 44 725 90 42 
Internet www.piega.ch 
Ausstattung
Ausführung Aluminium, Weiß, Schwarz 
Abmessungen (B x H x T): 160 x 1010 x 210 
Gewicht 22 kg 
Bauart geschlossen 
Anschlüsse: HDMI, S/PDIF, Toslink, DLNA, Bluetooth 
Hochtöner: Piega Bändchen 
Mitteltöner: 1 x 120 mm 
Tieftöner: 4 x 120 mm 
Garantie: 2 Jahre 
+ sehr guter Klang 
+ Variabilität 
+/- + elegantes Design 
Klasse Referenzklasse 
Preis/Leistung sehr gut 
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Thomas Schmidt
Autor Thomas Schmidt
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Datum 14.10.2023, 10:00 Uhr
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Topthema: Feurig
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High-End-Standbox mit ESS AMT

Mit diesen Chassis wollte ich schon immer mal etwas bauen. Dass ich sie allerdings jemals zusammen in einer Box haben würde, hätte ich dann doch wieder nicht erwartet – dass das Ganze so gut werden würde, dann schon eher.

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