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Kategorie: AV-Receiver

Einzeltest: Marantz NR1607


Ist klein, klingt groß

AV-Receiver Marantz NR1607 im Test, Bild 1
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Ein paar Jährchen ist es bereits her, dass Marantz mit der optisch zurückhaltenden NR-Serie angetreten ist, um zu zeigen, dass Größe nicht alles ist. Die Mehrkanalreceiver in Flachbauweise wollen so kraftvoll wie die großen AV-Receiverboliden klingen, doch weit weniger Platz beanspruchen. Wir haben den brandneuen NR1607 im Test.

Bekanntermaßen ist dieses Konzept voll und ganz aufgegangen, so dass es nicht weiter verwundert, dass die bei Heimkino-Fans beliebte NR-Serie in der mittlerweile siebten Auflage in Serie geht. Die Slim-Line-AV-Receiver von Marantz haben eine Bauhöhe von nur rund zehn Zentimetern und begeistern durch ihr elegantes, aufgeräumtes Erscheinungsbild. Gegenüber dem Vorgängermodell kann der aktuelle NR1607 technisch nochmals einen drauflegen – an Ausstattung und Vielseitigkeit ist er kaum noch zu übertreffen. Für 749 Euro kann der 7-Kanal-Receiver in schwarz oder silbergold erworben werden und natürlich sind die aktuellsten Tonformate und Technik-Features an Bord. Die optisch dezente, symmetrisch gegliederte, Bauweise mit klarer Bedienlogik ist dabei lobenswerterweise erhalten geblieben. 

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Technik und Ausstattung


Unauffällig ist er, doch an Ausstattung bringt der NR1607 alles mit, was das Heimkino-Herz begehrt. Die allesamt HDCP-2.2-kompatiblen HDMI-Anschlüsse mit HDMI-2.0a-Spezifikation erlauben die Wiedergabe kopiergeschützter 4K Ultra HD-Inhalte – sieben Eingänge auf der Rückseite und ein weiterer auf der Front stehen zur Verfügung. Der HDMI-Ausgang mit Audio-Rückkanal (ARC) kann Audiosignale vom Fernseher verarbeiten. Die derzeit angesagtesten Videoformate leitet der NR1607 an UHD-Fernseher und -Projektoren weiter, inklusive HDR, 4:4:4 Pure Color-Subsampling, 21:9 Video, 3D- und BT-2020-Passthrough und 60Hz Bildrate. Zwei drehbar gelagerte Funkantennen auf der Rückseite ermöglichen den kabellosen Internetempfang (Dual-Band 2,4 und 5 GHz) und die Kommunikation mit Bluetooth-Geräten. Der klassische Anschluss mit Ethernetkabel ist ebenfalls möglich. So spielt der Marantz NR1607 via AirPlay Musik ab, streamt Inhalte von Computern und NAS-Laufwerken und erlaubt die Nutzung von Streaming-Diensten wie Spotify connect.

AV-Receiver Marantz NR1607 im Test, Bild 2AV-Receiver Marantz NR1607 im Test, Bild 3AV-Receiver Marantz NR1607 im Test, Bild 4
Nebenbei steht den Nutzern die Welt des Internetradios mit tausenden von Sendern offen. Mit verlustbehafteten Formaten wie MP3, WMA oder AAC versteht sich der Marantz ganz selbstverständlich und verlustfrei kodierte High-Res-Formate wie FLAC, AIFF und WAV kann der NR1607 bis zu 24-bit / 192 kHz abspielen. Zudem unterstützt er das Apple Lossless-Verfahren und gibt ALAC-Dateien bis zu 24-bit / 96 kHz wieder. DSD-Inhalte (2,8 MHz und 5,6 MHz) kann der Marantz ebenfalls streamen und das alles von Quellen aus dem heimischen Netzwerk oder den frontseitigen USB-Anschluss. Wer gerne Live-Alben oder Klassik-Einspielungen genießt, wird sich besonders über die Fähigkeit der unterbrechungsfreien Wiedergabe freuen. Sieben diskret aufgebaute Endstufen erlauben die Einrichtung konventioneller 5.1-und 7.1-Mehrkanalsysteme. Auf das objektorientierte Dekodieren von Dolby Atmos-Inhalten versteht sich der Marantz NR1607 ebenfalls, so dass zu einem 5.1-Mehrkanalsystem ein Paar zusätzliche Deckenlautsprecher oder Dolby-Atmos-zertifizierte Höhenlautsprecher in 5.1.2-Konfiguration angeschlossen werden können. Theoretisch steht auch DTS:X zur Verfügung, doch auf das kostenfreie Firmware-Update muss leider noch etwas gewartet werden. Dank seiner beiden Subwoofer-Pre-outs können mit dem Slim-Line-AV-Receiver zwei aktive Subwoofer betrieben werden. Durch den Einsatz zweier Woofer an unterschiedlichen Aufstellorten, kann ungünstigen Raummoden im Hörraum besser entgegengewirkt werden. 

Einrichtung und Praxis


Die Ersteinrichtung ist dank des übersichtlichen Einrichtungsassistenten einfach und sicher auch für Heimkino-Laien abzuschließen. Folgt man den Anweisungen auf dem Fernseher oder der Leinwand, kann bei der Inbetriebnahme des Marantz NR1607 eigentlich nichts schief gehen. Mit dem Einmessverfahren „Audyssey MultEQ“ und dem mitgelieferten Mikrofon, hierbei empfiehlt sich der Einsatz des beiliegenden Papp-Stativs, werden Raumakustik-Korrekturfilter ermittelt, die den Klang am Hörplatz optimieren. Die grafische Schritt-für-Schritt-Anleitung leistet hierbei wertvolle Hilfestellung. Nach Abschluss der Messung können wahlweise noch „Audyssey Dynamic EQ“ und „Audyssey Dynamic Volume“ aktiviert werden, die den Klang zu nachtschlafener Zeit optimieren oder Lautstärkesprünge, beispielsweise bei Werbeeinblendungen, ausgleichen können. Die ermittelten Werte der automatischen Einmessung können nachträglich jederzeit verändert werden, um beispielsweise die Abstände der Lautsprecher zum Hörplatz auf den Zentimeter genau anzupassen. Wer sich auf Audyssey MultEQ nicht verlassen möchte, kann den AV-Receiver in Eigenregie unter Zuhilfenahme eines Bandmaßes und Pegelmessers manuell einrichten. Komplett überarbeitet wurde die App zum Steuern des Receivers, die Marantz kostenfrei für iOS, Android und Kindle Fire zur Verfügung stellt. Hiermit kontrolliert der Benutzer übersichtlich seinen NR1607 und kann nun deutlich komfortabler durch seine Musiksammlung im Netzwerk navigieren oder Playlisten während der laufenden Wiedergabe erstellen. 

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Klang


Wie bei uns üblich, testen wir den AV-Receiver ohne Subwoofer zuerst im Stereo-Setup an einem Paar Standlautsprecher im Pure-Direct-Modus. Via Streaming von High-Res-Audiodateien über das Netzwerk zeigt der Marantz NR1607 seine musikalische Seele und präsentiert lebendige Klangbilder, die durch Feinzeichnung begeistern. Räumlich spielt er auf den Punkt und an der Ausgewogenheit gibt es ebenfalls nichts zu kritisieren. Mehrkanalig, mit und ohne Dolby Atmos, und unter Einsatz von zwei potenten Subwoofern geht in unserem Heimkino dann die Post ab. Er hat die Situation jederzeit unter Kontrolle und stellt Effekte präzise in den Hörraum. Wirkungsgradstarke Lautsprecher sind hierbei von Vorteil, da er aufgrund seiner recht geringen Mehrkanalleistung ansonsten keine Bäume ausreißen kann. Mit unserem System harmoniert er aber ganz hervorragend, so dass das Intro von Mad Max: Fury Road zum berauschenden Erlebnis wird. Auch Metallicas „Through the Never“ löst mit druckvollem Surroundsound Begeisterung aus. Zum Abschluss lassen wir den famosen „Tron: Legacy“ ins Laufwerk wandern und uns beim „Light Cycle Race“ die Special-Effects um die Ohren hauen. Die aufgeheizte Stimmung in der Arena wird perfekt in unser Heimkino transportiert, der Moderator ist klar zu verstehen und die Rennsequenz ist einmal mehr einfach nur fantastisch anzusehen und anzuhören.

Fazit

Der NR1607 von Marantz ist ein hervorragender AV-Receiver, der dank seiner eleganten Optik im wohnraumfreundlichen Format bestens für unauffällige Installationen geeignet ist. Er ist prächtig ausgestattet, versteht sich mit den neusten Audio- und Videoformaten und klingt enorm gut bei Musik und Film.

Preis: um 750 Euro

Ganze Bewertung anzeigen
Marantz NR1607

Oberklasse

4.5 von 5 Sternen

-

Bewertung 
Klang 40% :
Tonalität 20%

Räumlichkeit 10%

Lebendigkeit 5%

Dekodierung 5%

Labor 10% :
Leistung 2%

Rauschabstand 2%

Klirrfaktor 2%

Übersprechen 2%

Dämpfung 2%

Praxis 25% :
Verarbeitung (Gerät) 10%

Bedienung (Gerät/ Handbuch/ Fernb.) 15%

Ausstattung 25% :
Ausstattung 25%

Ausstattung & technische Daten 
Preis in Euro 750 
Vertrieb Marantz, Osnabrück 
Telefon 0541 404660 
Internet www.marantz.de 
Technische Daten
Abmessungen (B x H x T) in mm 440/105/376 
Gewicht (in Kg) / Frontplatte Metall (M)/ Kunststoff (K) 8.3/K/M 
Stereo Leistung, PCM-Stereo (4 Ohm/8 Ohm), 0,7% THD (in W): 78/60 
5-Kanal Leistung, Dolby Digital (4 Ohm/8 Ohm), 0,7% THD (in W): 35/35 
Rauschabstand PCM-Stereo, Front, 5W, 1kHz (in dB) 98.7 
Rauschabstand Dolby Digital, Front, 5W, 1kHz (in dB) 97.4 
Klirrfaktor Dolby Digital, Front, 5W, 1kHz (in %) 0.012 
Klirrfaktor PCM-Stereo, Front, 5W, 1kHz (in %) 0.004 
Kanaltrennung, DD, 1kHz; F/F, F/C, F/R (in dB) 42.5/42.5/42.5 
HDMI-Version 2.0a, Ausgang mit ARC 
Dämpfungsfaktor 58 
Stromverb. Standby/Passthrough/bei 5 x 1 Watt Ausgangsl. (in W) 1/0/126 
Max. Temperaturerhöhung über Raumtemp. (in °C) 39.1 
Ausstattung
Dekoder für alle Tonformate/THX Ja / Nein 
Dolby Atmos / DTS:X / Auro-3D Ja / Ja / Nein 
Formate USB WMA, MP3, WAV, AAC, FLAC, ALAC, AIFF, DSD 
Formate Netzwerk WMA, MP3, WAV, AAC, FLAC, ALAC, AIFF, DSD 
DSP-Programme/autom. Einmessung 2/ Ja 
Übernahmefreq. f. Subw./pro Kanal/man. Equalizer 10/ Ja /9-Band graf. 
Frontanschl.: FBAS/HDMI/Audio analog/digital/USB Nein / Ja / Nein / Nein / Ja 
Eing. Audio: analog/Phono/Mehrkanal/opt./elektr. 3/ Nein //1/1 
Eingänge Video: FBAS/YUV/HDMI 3/0/8 
Ausgänge: analog/opt./elektr./YUV/HDMi 1/0/0/1/1 
Pre-Out: Front/Center/Rear/Subw./SB/FH/FW Ja / Ja / Ja / Ja / Ja / Ja / Ja 
Videokonvert./Scaler/4K-Passtrough/Upscaling Ja / Ja / Ja / Ja 
AV-Sync/Analogpegel einstellb./Input-Rename var./ Ja / Ja 
Multiroom (A/V)/iDevice-kompatibel/AirPlay Ja / Ja / Ja / Ja 
Klangregler/abschaltb./Kopfhörer-Ausg. 2/ Ja / Ja 
FM-Tuner/Internetradio/Sleep-Timer Ja / Ja / Ja 
Fernb. lernf./vorprogr./OSD über HDMI Ja / Ja / Ja 
Netzwerkfunktion/Triggerausgänge/RS232 o.ä. Ja / Ja / Ja 
Dekoder/Endstufen/Gehäusefarben 7.2/7 analog/Silbergold, Schwarz 
Sonstiges High-Res-Audio, Gapless-Play 
Preis/Leistung sehr gut 
+ + hervorragender Klang 
+ + flache Bauweise 
+/- + Dolby Atmos, DTS:X per Update 
Klasse: Oberklasse 
Testurteil: überragend 
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Jochen Schmitt
Autor Jochen Schmitt
Kontakt E-Mail
Datum 18.12.2016, 10:01 Uhr
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