Möchten Sie zur Seite für Mobilgeräte wechseln ? JaNein
71_16205_2
Topthema: Raumakustik mit Schallabsorbern verbessern
Kategorie: AV-Vorstufen

Einzeltest: Bryston SP3


Gegen den Strom

13655

Sie erkennen schon an unserer Überschrift, dass die Vorstufe SP3 von Bryston anders ist als die sonst üblichen Verdächtigen in der AV-Welt. Mit minimaler Ausstattung auf der Videoseite und den notwendigsten Features auf der Audioseite geht sie ihre eigenen Wege. Mit einem hehren Ziel: Sie möchte die bestklingende Vorstufe auf dem Heimkino-Markt sein.

Schaut man sich als interessierter Kunde den Bryston-Surround- Prozessor SP3 genauer an, wird man vielleicht eine Überraschung erleben, was dessen Funktionsvielfalt angeht. Der SP3 ist verglichen mit anderen AV-Prozessoren nämlich ein Minimalist und verzichtet auf viele Funktionen, die sonst für selbstverständlich gehalten werden. Es gibt kein Einmessverfahren, das Einfluss auf Raumakustik oder Lautsprecher nimmt. Weder Bluetooth, WLAN oder eine Videoverarbeitung sind am SP3 zu finden. Außerdem kann er keine HiRes-Audiodateien über USB oder Netzwerk wiedergeben. Was macht den 7.1-AV-Prozessor von Bryston also so einzigartig und warum steht er bei Heimkino-Enthusiasten so hoch im Kurs und oft ganz oben auf deren Wunschliste? 

Ausstattung und Technik


Der SP3 Surround Processor ist ein eindrucksvolles Stück Technik, was bereits der erste Blick auf das stattliche und enorm gut verarbeitete Gehäuse verrät. Optisch stammt das Gerät unverkennbar aus der kanadischen Edelschmiede Bryston, die schon so manches erstklassige Geräte zum Test in unsere Redaktionen geschickt haben und dort für Begeisterung sorgten. Der SP3-Prozessor wiegt stramme elf Kilogramm, was das Gewicht einiger ausgewachsener AV-Receiver übersteigt. Dafür verantwortlich sind der sehr stabile Gehäuseaufbau mit dicken Wandungen und die massive Frontplatte aus veredeltem Aluminium. Zudem wuchtet im Inneren ein dicker Brummer von Ringkerntrafo mit seinen Pfunden. Auf der Rückseite des Prozessors sind unzählige Ein- und Ausgänge als Cinch- und XLR-Buchsen ausgeführt, die zu verstehen geben, dass hier jemand mit professionellem Anspruch am Werk war. Ergänzt werden diese von digitalen Ein- und Ausgängen in koaxialer und optischer Bauweise. Mehrere Triggeranschlüsse, ein Infraroteingang in 3,5-mm- Klinkenausführung, eine USB-A-Schnittstelle sowie eine RS-232- und eine Ethernetbuchse sind hier ebenfalls zu entdecken. Überragt werden all diese Anschlüsse von einer Reihe HDMI-Schnittstellen mit zwei Ausgängen und acht Eingängen. Mit dem neusten HDMI-Board sind die Anschlüsse 4K-kompatibel. Vorne auf der dicken Metall-Frontplatte, die in silberner oder schwarzer Ausführung erhältlich ist, geht es sehr aufgeräumt zu. Über dem Markenlogo auf der linken Seite sitzt ein vierzeiliges Display, das Auskunft über die Betriebszustände gibt und zur Einrichtung und Bedienung des Surround-Prozessors genutzt wird. Daneben sind die vier Cursortasten angeordnet, um zielsicher durch die verschiedenen Bedienebenen zu manövrieren. Sieben weitere Taster gleicher Größe dienen zur Umschaltung der verschiedenen Surroundmodi, erlauben das Dimmen des Displays oder aktivieren den 2-Kanal-Bypassmodus. Quellenwahlschalter ermöglichen das direkte Anwählen der Zuspieler. Der große Lautstärkeregler fühlt sich prima an und gibt dank einer feinen Rasterung ein sanftes Feedback beim Drehen. 

Fan-Paket für für Schallplattenhörer
BUCH: MUSIC AND AUDIO inkl. Testdisk

Preis: um 11100 Euro

Ganze Bewertung anzeigen
Bryston SP3

Referenzklasse

5.0 von 5 Sternen

-