Kategorie: Beamer

Einzeltest: BenQ W1300


Der Blitzstarter

Beamer BenQ W1300 im Test, Bild 1
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Der W1300 von BenQ könnte laut Datenblatt ein optimierter Bruder des W1070 sein, er hätte dann einige Facelifts erfahren, greift zudem etwas tiefer ins Budget. Wir wollten wissen, was er aus den guten Grundlagen des 1070 herausholt, und wie sich der Aufpreis von rund 300 Euro rechtfertigen lässt. 

Der W1300 soll die gleiche Lichtausbeute sowie das gleiche Kontrastverhältnis aufweisen wie der 1070er. Die Optik verfügt allerdings nun über einen 1,5-fachen Zoom im Gegensatz zu 1,3-fach und bietet damit noch mehr Freiheit bei der Aufstellung des Beamers. Der Zoom läuft recht satt, daneben gibt es eine manuelle Fokussierung sowie einen Lensshift. Die Fokuseinstellung ist tatsächlich etwas schwergängig. Die Mühe lohnt indes, eine akkurate Schärfekorrektur der Optik quittiert der BenQ mit einem Bild, das mit seiner scharfen Darstellung bis in die Ränder hinein überzeugt.

Beamer BenQ W1300 im Test, Bild 2Beamer BenQ W1300 im Test, Bild 3Beamer BenQ W1300 im Test, Bild 4Beamer BenQ W1300 im Test, Bild 5
Vorausgesetzt, Lensshift und Trapez-Korrektur sind penibel eingestellt. Rückseitig wartet der W1300 mit allem auf, was einem universellen Einsatz zugutekommt; neben den beiden HDMI-Schnittstellen gibt es die wichtigsten Analog-Anschlüsse sowie eine VGA-Schnittstelle. 

Setup und Bildqualität


Der W1300 bietet umfangreiche Setup-Möglichkeiten. Das Menü ist ein wenig umständlich, da man während des Feintunings in den Tiefen des Farbmanagements häufig zwischen den einzelnen Einstellungen hin und her wechseln muss. Als Presets gibt es neben dem Standard-, dem Dynamic und dem Cinema-Modus auch zwei User-Plätze. Ist der ISF-Mode aktiviert, steht zusätzlich ein entsprechendes Nacht- und ein Tag-Preset zur Verfügung. Bereits nach dem Auspacken verwöhnt der BenQ allerdings schon mit hervorragenden Werten. Der Farbraum ist nahezu perfekt abgedeckt; lediglich die Farbtemperatur liegt mit über 6900 Kelvin etwas hoch, was allerdings Geschmackssache ist. Des Weiteren weicht das Gamma leicht von den Sollwerten ab. Ein Reset im Menü der Farbeinstellungen bringt zumindest den Gamma-Wert auf Spur, belässt allerdings die Farbtemperatur weiterhin bei 6900 Kelvin. Wem das zu kühl ist, der deaktiviere die „Brilliant-Color“-Settings im Farbmanagement; nun sinkt die Farbtemperatur und liegt sogar unter den geforderten 6500 Kelvin. Der Gamma-Wert liegt immer noch perfekt auf Spur und die Farbabweichungen sind ebenfalls deutlich geringer. An der perfekten Abbildung des Farbraumes hat sich kaum etwas geändert. Die Lichtausbeute im Eco-Modus liegt mit knapp über 1300 Lumen im wohnzimmertauglichen Bereich, zudem wird die Leinwand schön gleichmäßig ausgeleuchtet – noch zwei Vorteile gegenüber dem alten 1070er. Im Pixel-Zähl-Modus, also mit der Nase nur wenige Zentimeter vor der Leinwand, sind im Gitter-Testbild minimale chromatische Aberrationen in Form von blauen Farbsäumen auszumachen, die ab einer Entfernung von 1,5 Metern nicht mehr sichtbar sind und ohnehin bei der Wiedergabe von Bewegtbildern keine Rolle spielen. 

Filmbetrieb


Diese machen mit dem W1300 so richtig Spaß, denn der Weg vom Auspacken bis hin zum Filmgenuss ist selten so kurz. Bei der relativ hohen Lichtausbeute, die der BenQ bereits im Eco-Betrieb liefert, ist ein Schwarzwert von 0,7 durchaus angemessen und verschmerzbar. Wer weniger will, stellt den Beamer in den Dynamic-Modus um, nimmt dann aber einen deutlich hörbaren Lüfter in Kauf, der bis dato durch sehr leisen Betrieb glänzen konnte. Die beiliegende 3D-Brille stört schon nach kurzer Zeit kaum noch und sorgt für eine schön plastische Darstellung von „Avatar“ und anderem 3D-Content.

Fazit

Auspacken, einschalten, genießen – der BenQ W1300 erlaubt Filmgenuss mit minimalem Aufwand. Der Farbraum wird jetzt bereits sehr akkurat ausgefüllt. Mit den vorhandenen Bordmitteln lässt sich das mit nur wenigen Handgriffen noch weiter perfektionieren. Der BenQ W1300 entpuppt sich als Rundumsorglos- Beamer zum Einstiegspreis.

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Kategorie: Beamer

Produkt: BenQ W1300

Preis: um 1200 Euro

Ganze Bewertung anzeigen


3/2014
4.0 von 5 Sternen

Oberklasse
BenQ W1300

 
Bewertung 
Bild 60% :
Kontrast 10%

Farbwiedergabe 10%

Schärfe 10%

Geometrie 10%

Rauschen 10%

Bildruhe 10%

Praxis 15% :
Zoomfaktor 5%

Lüftergeräusche 5%

Betriebskosten 5%

Bedienung 15% :
Gerät 5%

Fernbedienung 5%

Menüs 5%

Ausstattung 5% :
Ausstattung 5%

4 von 5 Sternen

Verarbeitung 5% :
Verarbeitung 5%

4 von 5 Sternen

Ausstattung & technische Daten 
Preis (in Euro) 1200 
Vertrieb BenQ, Oberhausen 
Telefon 0208 409420 
Internet www.benq.de 
Messwerte
Lumen (Lt. Hersteller) 2000 
Lumen (gemessen im eco-mode) 1350 
Bildhelligkeit (bei 6500 Kelvin) ...schwarz/weiß 0.3/1350 
ANSI-Kontrast 526:1 
Full-on- / Full-off-Kontrast 7690:1 
Ausleuchtung (in %) 92 
Betriebsgeräusch (0,5m/dB(A)) (in dB) <30 dB 
minimaler/ maximaler Abstand (bei 2m Bildbreite) (in m) 2.78/4.18 
Projektionsverhältnis/ Zoomfaktor 1.39-2.09:1/1.5 
Gamma (D65) 2.3 
Abmessungen B x H x T (in cm)/ Gewicht (in Kg) 330/128/257/3.4 
Stromverbr. Aus/ Standby/ Betrieb –/< 0,3/230 W 
Lampenart/ Lampenleistung UHP / 240 Watt 
Preis Ersatzlampe 200 
Lebensdauer Lampe (in Std) standard/eco; Kosten pro Std (in cent) 3500 (normal), 5000 (eco), 6000 (max.)/0.04 
Ausstattung
Projektionsprinzip DLP (0,65" LVDS) 
Native Auflösung 1920 x 1080 (Bildformat 16:9) 
3D-Verfahren
Anschlüsse:
...Video/ S-Video 1 x Cinch/1 x Mini-Din (4-Pol) 
...Komponenten/ SCART 1 x Cinch/ Nein 
...VGA/ RGB/ DVI/ HDMI 1 x Sub-D 15 pin/ Ja / Nein / Ja 
...Audio/ 12 Volt Trigger/ RS-232C Ja / Ja / Ja 
...Full HD Ja 
Motorischer Zoom/ Fokus Nein / Ja 
Rückpro/ Deckenpro Ja / Ja 
Trapezausgleich ja, vertikal 
Lens-Shift (manuell/motorisch) Ja / Nein 
Formatumschaltung 16:9 (5 Formate wählbar 
Fernbedienung/ Beleuchtet Ja / Ja 
Signalkompatiblität 480i / 480p / 576i / 576p / 720p / 1080i / 1080p 
Besonderheiten Audio In, Lautsprecher integriert 
Preis/Leistung sehr gut 
+ sehr gute Grundeinstellungen 
+ knackscharfes Bild 
-
Klasse Oberklasse 
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Thomas Johannsen
Autor Thomas Johannsen
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Datum 18.03.2014, 11:24 Uhr
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