Kategorie: Beamer

Einzeltest: BenQ W700+


Familienzuwachs

Beamer BenQ W700+ im Test, Bild 1
5041

Durch den Fortschritt in der Projektionstechnik während der letzten Jahre wurden gute Einstiegsgeräte immer günstiger. Der W700+ von BenQ schickt sich an, die Preis-Leistungs-Krone zu erobern.

BenQ hat momentan ein erstaunlich breites Repertoire an Heim- und Wohnraumkino-Beamern im Programm und rundet mit dem HD-ready-Beamer W700+, der ausschließlich über Euronics vertrieben wird, das Portfolio nun am unteren Ende der Preisskala ab. Was man für die investierten 700 Euro bekommt, klärt der folgende Test.

69
Anzeige
Your Style, Your Speaker, Your Music…Solano! 
qc_Solano_LS60_Alchemy_Miracord_Logo_gold_dust_tv_1654176749.jpg
qc_Solano_52_Freisteller_2_1654176749.png
qc_Solano_52_Freisteller_2_1654176749.png

>> Mehr erfahren

Projektor und Technik


Der W700+ ist der Nachfolger des W600+, der sich grundsätzlich runderneuert und nicht nur mit einem dezenten Facelift zeigt. Das wird schon am Gehäuse ersichtlich, das mit seiner spacigen Optik weggeht vom Brotkastendesign hin zu einer flotten Ufo-Form. Die Kombination weiß/grau bleibt erhalten und das Finish zeigt sich in feinem Hochglanz. Mit 3,6 Kilogramm wurde der W700+ gegenüber seinem Vorgänger um ein knappes Kilogramm schwerer. Dennoch lässt er sich leicht und angenehm tragen und ist dementsprechend auch mal eben schnell mit zum Freund unterwegs. Der W700+ liefert mit 1280 x 720 Pixeln die kleine HD-Auflösung und ist damit praktisch der ideale Spielpartner für eine Gaming-Konsole wie die PS3 oder die Xbox, denn nur die wenigsten Spiele liegen in voller HD-Auflösung vor. Um auch die Betriebskosten des W700+ niedrig zu halten, wurde die Lampenleistung von 230 Watt beim W600+ auf 190 Watt gedrosselt, was jedoch lediglich 300 Lumen Lichtleistung rauben soll. So wird der W700+ immer noch mit 2300 Lumen angegeben, was selbst für Projektionen bei Tageslicht ausreichen sollte. Erstaunlich, dass trotz der hohen Helligkeit die Lampe mit 6000 Stunden Betriebsdauer (Eco-Modus) angegeben wird, was auch an dieser Stelle die Unterhaltskosten reduziert. Die Garantiezeit auf die Lampe beträgt ein Jahr oder 2000 Stunden, je nachdem, was zuerst eintritt.

Beamer BenQ W700+ im Test, Bild 2Beamer BenQ W700+ im Test, Bild 3Beamer BenQ W700+ im Test, Bild 4
Ein letzter Punkt, der den Stromverbrauch reduziert, ist die Quick-Cooling-Funktion, die das Gerät deutlich schneller als andere Beamer ins Standby freigibt. Während die Angabe für den Maximalkontrast von 4000:1 auf 12000:1 stieg, musste das Objektiv in Sachen Flexibilität etwas Federn lassen: Mit einem Zoomfaktor von 1,11:1 muss der Beamer recht genau auf eine vorgegebene Bildgröße durch eine Leinwand platziert werden. Das eingebaute Farbrad hat eine RGBCYW-Segmentierung, was durch die Integration von Cyan und Gelb auf korrekte Farben, durch das benutzte Weißfeld ebenso auf Helligkeitsausbeute schließen lässt.  ei den Anschlüssen hat sich außer der Anordnung gegenüber dem W600+ nichts geändert – es warten je ein Video-, S-Video-, Komponenten- sowie zwei HDMI-Inputs auf Verbindung. Dazu kommen ein VGA-Eingang für PC-Signale und eine RS232-Schnittstelle. Ein Audioeingang zeugt vom integrierten 10-Watt-Lautsprecher, der bei mobilem Einsatz einen externen Verstärker und Lautsprecher nicht zwingend voraussetzt. Via PC ist der W700+ 3D ready und liefert über einen mit einer Nvidia-Grafikkarte ausgestatteten Computer ein echtes 3D-Bild.

Setup und Bildqualität


Ab Werk steht der W700+ im Modus „Wohnzimmer“, das bereits einen sehr guten Graustufenverlauf anbietet und einen guten Kompromiss aus Helligkeit und passenden Farben herstellt. Wer mehr Kontrast und Schwarzwert möchte, stellt die Lampe auf „Eco“. Für die Kalibrierung steht ein kleines Farbraummanagement zur Verfügung, das vor allem Sekundärfarben noch akkurater platziert. Ansonsten reichen geringfügige Korrekturen an Helligkeit und Kontrast, um das Bild auf die eigenen Bedürfnisse anzupassen – eine RGB-Gain-Offset-Regelung gibt es nicht. Diese ist auch nicht notwendig, denn der W700+ zeigt in sämtlichen Bildmodi einen linearen Verlauf, der je nach Preset nur ab und an etwas zu kühl oder zu warm ist. Fertig eingestellt und im Eco-Modus betrieben, liefert der BenQ gut 1400 Lumen Helligkeit bei einem Schwarzwert von 0,4. Damit wurde der W700+ gegenüber dem W600+ deutlich stärker auf Kontrast getrimmt, und der Nachfolger erreicht mit 3500:1 Maximalkontrast gegenüber 2450:1 beim 600+ einen deutlich besseren Wert. Auch der ANSI-Kontrast stieg, und zwar auf 616:1.

Filmbetrieb


Dezente Treppenbildung bei Zuspielung mit 576p-Signalen signalisiert, dass für beste DVD-Wiedergabe möglichst ein etwas höherwertiger DVD-Player die Skalierung auf 720p übernehmen sollte. Schön, dass der BenQ auch bis hinauf zu 1080p/24-Signalen nicht klagt und diese ebenso darstellt. Aufgrund des deutlich verbesserten Schwarzwertes sind nun dunklere Bildinhalte nicht mehr so gräulich, und der W700+ liefert in allen Belangen eine bessere Video-Wiedergabe als sein Vorgänger, der W600+. Natürlich erreicht er auf der anderen Seite nicht mehr dessen Maximalhelligkeit, dennoch sollten 1400 Lumen (1800 Lumen im normalen Lampenmodus) für die allermeisten Anwendungen selbst bei Restlicht noch vollkommen ausreichend sein.

Gaming


Der W700+ zeigt keinerlei Probleme, wie Lagging oder Nachzieheffekte bei schnellen Games. Mit „Driver: San Francisco“ legen wir rasant los, und selbst bei den größtenteils schnellen Szenen und Kameraschwenks bleiben Objekte ruhig und zeigen keinerlei Kantenartefakte. Beim Egoshooter „Resistance 3“ werden Schussbefehle ohne Verzögerung umgesetzt, und durch die korrekte Gammakurve versumpfen auch dunkle Bereiche nicht. Farbübergänge gelingen ebenfalls sauber, und wenn in „PES 2012“ die Lederkugel über den Rasen flitzt, sind wir mittendrin im Strafraumgeschehen und lenken Lionel Messi zielstrebig Richtung gegnerisches Tor. Einzig die nicht ganz auf dem Punkt liegende Grundfarbe Grün bewirkt hier einen etwas lindgrünen Rasen. Dieses Manko ist spätestens dann vergessen, wenn wir einen PC anschließen und über dessen Grafikkarte Spiele in echtem 3D genießen.

Fazit

Gerade einmal 700 Euro sind heute notwendig, um einen flexibel einsetzbaren, ausreichend hellen und überraschend heimkinotauglichen Projektor zu erwerben, der wirklich die komplette Familie glücklich machen kann. Egal ob Fußballübertragung, Gaming oder romantischer Filmabend – mit dem W700+ ist alles möglich.

Preis: um 700 Euro

Beamer

BenQ W700+

Oberklasse


11/2011 - Timo Wolters

 
Neu im Shop

ePaper Jahres-Archive, z.B. Car & Hifi

>> mehr erfahren
Timo Wolters
Autor Timo Wolters
Kontakt E-Mail
Datum 29.11.2011, 11:22 Uhr
344_21533_2
Topthema: Vier Hochtöner von Mundorf
Vier_Hochtoener_von_Mundorf_1654163855.jpg
Mundorfs neue U-Serie mit massiven Frontplatten

Im zweiten Teil des Einzelchassistests zeigen wir noch einmal die Mundorf Hifi U-Serie, die jetzt auf Kundenwunsch durch passende Frontplatten ergänzt wurden.

>> Mehr erfahren
kostenloses Probeexemplar Cover Probeexemplar
Jetzt laden (englisch, PDF, 16.67 MB)
kostenloses Probeexemplar Cover Probeexemplar
Jetzt laden (englisch, PDF, 9.46 MB)
kostenloses Probeexemplar Cover Probeexemplar
Jetzt laden (deutsch, PDF, 1.99 MB)
Interessante Links:
  • www.hausgeraete-test.de
  • www.heimwerker-test.de
  • hifitest.de/shop/
Allgemeine Händlersuche
Landkarte PLZ0 PLZ1 PLZ2 PLZ3 PLZ4 PLZ5 PLZ6 PLZ7 PLZ8 PLZ9

Klicken Sie auf Ihre PLZ oder wählen Sie ein Land

Händler des Tages