Kategorie: Beamer

Einzeltest: Sony VPL-HW40ES


Stubentiger

Beamer Sony VPL-HW40ES im Test, Bild 1
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Never change a running system – der VPL-HW40 verfügt über lang zurückreichende Gene; von seinem älteren Bruder, dem HW55 hat er die wichtigsten Gene für eine hervorragende Bildqualität geerbt. Um diese auch Filmfreunden mit etwas engerem Budget zugänglich zu machen, wurden beim VPL-HW40 an einige Stellen Einsparungen vorgenommen. Lesen Sie auf den nächsten Seiten, was der HW40 dennoch zu leisten vermag.

Grundsätzliche Parameter, wie die maximale Bildhelligkeit und vor allem der flüsterleise Betrieb hat der VPL-HW40 ohne Abstriche vom HW55 übernommen. Das Gehäuse ist äußerlich nahezu unverändert, was ein Zeichen dafür sein kann, dass auch die effiziente Lichtführung im Gerät übernommen worden ist. Nach wie vor ein gelungener Kompromiss aus perfekter, leiser Luftführung und vergleichsweise kompakten Abmessungen.

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Der kleinere Bruder des HW55 ist, wie jener auch, wahlweise in wohnzimmerfreundlichem Weiß oder in heimkinokompatiblem Schwarz erhältlich. Sämtliche Anschlüsse sind seitlich angebracht. Die Kühlluft wird am runden Rücken angesaugt, um dann aufgewärmt wieder nach vorn abgegeben zu werden; so gibt es selbst bei wandnaher Aufstellung keinen Hitzestau, und auch die Anschlüsse sind perfekt erreichbar, wenngleich sie kaum zu verstecken sind. Beim HW40 handelt es sich um ein Full-HD-Modell, das sogar über Eingänge für analoge Quellen verfügt – neben den beiden HDMI-Schnittstellen. In dieser Preisklasse erwartet niemand einen motorisierten Lensshift oder gar Zoom und Fokus mit komfortabler Motorisierung; die Shift-Einsteller dürften allerdings deutlich satter und mit weniger Spiel laufen; Zoom und Fokus direkt an der Optik zeigen, wie man sowas macht. Darüber hinaus ist die Bedienung und damit die Grundeinrichtung des Beamers überaus simpel und daher auch für Neueinsteiger gut zu machen. Diese brauchen sich zudem kaum Gedanken über das perfekte Bildergebnis zu machen; der Sony bringt zwar ein sehr umfangreiches Farbmanagement mit, verfügt aber selbst in dieser abgespeckten Variante über einige Presets, die mit schnellen, perfekten Ergebnissen aufwarten – quasi auf Knopfdruck. 

Setup und Bildqualität


Ab Werk läuft der Sony HW40 im Film-1-Modus, was ihm zu einem ausgedehnten Farbraum und einer Farbtemperatur von knapp unter 7000 Kelvin verhilft – außerdem ist er hell. So hell, dass im abgedunkelten Heimkino die schwarzen Sequenzen eher grau erscheinen. Allerdings wird gerade im Wohnzimmerkino der Schwarzwert meist überbewertet; denn da sich das Wohnzimmer für gewöhnlich selten komplett abdunkeln lässt, fällt das dort tatsächlich kaum noch auf. Auffällig ist dann tatsächlich, wie sich die Projektionshelligkeit gegen diverses Fremd- und Streulicht durchsetzt und eben auch im suboptimal abgedunkelten Wohnzimmer für brillante, kontraststarke Bilder sorgt. Eine Kalibrierung, die in der Hauptsache eine Anpassung des Gammawertes sowie die Aktivierung des BT.709-Farbraumes umfasst, bringt eine punktgenaue Abbildung auf die Normwerte und reduziert sogar die Farbabweichungen weiter, als sie es werksseitig ohnehin schon sind. Dies entspricht übrigens nahezu dem Referenz-Preset, welches mit einem Druck auf die entsprechende Taste der Fernbedienung aktiviert ist. Wer es kinolike mehr in Richtung 6500 Kelvin abgestimmt haben möchte, der muss lediglich die Farbtemperatur leicht von Hand nachjustieren. Wir setzten die Verstärkung von Grün und Blau im Custom Preset der Farbtemperatur jeweils auf -25 und erhielten eine mustergültige Farbtemperatur von 6500 Kelvin über den gesamten Helligkeitsbereich. Bereits im Sparmodus, der sich beim Sony in den Kühlungseinstellungen verbirgt, liefert er mit gut 1200 Lumen so viel Helligkeit, dass man den Licht-Turbo – die Kühlungseinstellungen auf „hoch“ – erst bei besonders heller Umgebung zuschalten muss. Dann wird zwangsläufig auch der Lüfter mehr gefordert, was dann wiederum zu hören ist. Im Eco-Modus, die Kühlungseinstellungen stehen auf „standard“, ist er dagegen kaum wahrzunehmen. Beeindruckende Schwarzwerte erreicht der Sony übrigens in der „Kino Schwarz Plus“ Einstellung, wenn hier die Lampe auf „niedrig“ steht. Wer gut abdunkeln kann und wenig Streulicht hat, kommt dann auch noch prächtig mit der etwas geringeren Lichtausbeute von etwa 800 Lumen klar. Damit lässt sich auch verschmerzen, dass der Beamer, im Gegensatz zu seinen größeren Brüdern, über keine adaptive Iris verfügt. Weniger zurückhaltend ist man seitens der Bewegungskompensation, hier liefert der Sony sehr ruhige Bilder, nahezu frei von Artefakten, die Motionflow Zwischenbildberechnung arbeitet sehr effektiv.

Fazit

Der VPL-HW40ES liegt, pardon steht oder hängt dezent und unauffällig im Wohnzimmer, schnurrt im Betrieb sagenhaft leise vor sich hin und schafft es dennoch mit wenig Installations-Aufwand und für vergleichsweise kleines Budget hervorragend brillante und knackscharfe Bilder auf die Leinwand zu zaubern.

Preis: um 2500 Euro

Beamer

Sony VPL-HW40ES

Spitzenklasse


12/2014 - Thomas Johannsen

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Autor Thomas Johannsen
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Datum 17.12.2014, 14:58 Uhr
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