Kategorie: Beamer

Einzeltest: Sony VPL-HW65ES


Die Diva

Beamer Sony VPL-HW65ES im Test, Bild 1
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Gut drei Jahre ist es nun her, seit Sony mit dem VPL-HW50 seine FullHD Beamer nach oben abgerundet hat. Mit dem VPL-HW65 erreichte uns nun die dritte Generation dieser Range, und wir sind gespannt, ob er sich als würdiger Nachfolger des HW55 erweist und sich zudem gegen den günstigeren HW40 signifikant absetzen kann.

Er ist etwas günstiger geworden, liegt mit der UVP knapp unterhalb der 3.000 Euro Grenze, womit sich auch die Differenz zum kleineren Bruder HW40 auf knapp 500 Euro verringert hat. Bleibt allerdings abzuwarten, ob sich nicht auch dessen UVP nach unten bewegt, für den Straßenpreis wird das sicher der Fall sein, oder es gibt auch dort in den nächsten Monaten einen Nachfolger. 

Facelift


Wie dem auch sei, bereits auf den ersten Blick in die Spezifikationen offenbart sich, dass hier keineswegs der Sparstift angesetzt wurde, ganz im Gegenteil, dank einer neuen Lampe ist der HW65 um 100 Lumen heller, zumindest nominell ist die Lichtausbeute auf 1800 lm gestiegen. Auch im Anschlussfeld hat sich einiges getan; die analogen Anschlüsse sind wegrationalisiert, vielleicht tatsächlich die einzige Sparmaßnahme, die werden ohnehin kaum noch benötigt.

Beamer Sony VPL-HW65ES im Test, Bild 2Beamer Sony VPL-HW65ES im Test, Bild 3Beamer Sony VPL-HW65ES im Test, Bild 4Beamer Sony VPL-HW65ES im Test, Bild 5Beamer Sony VPL-HW65ES im Test, Bild 6
Außerdem hat man sich bei Sony nun entschieden, die Brillen ebenfalls per Funk anzusteuern und hat sich den Infrarot-Sender geschenkt. Möglicherweise durch den Wegfall der Analog-Buchsen durfte das Anschlussfeld nunmehr noch weiter nach innen wandern, so dass sich die Kabel noch besser kaschieren lassen, was den Beamer nochmal gefälliger aussehen lässt. Gefälliger ist allerdings auch die Menüführung geworden, so hat man sich offensichtlich beim Farbmanagement der aktuellen 4K-Beamer bedient und dem HW65 damit das Potential für eine differenzierte Kalibrierung gegeben, wobei der HW65 deutlich kapriziöser auf die Einstellungen reagiert als einer der 4K-Beamer und sogar als der kleinere Bruder, der VPL-HW40. Wiederum von den Großen hat der HW65 mit dem Menüpunkt „Weiche Übergänge“ ein probates Mittel gegen False-Contour- oder Solarisationseffekte auf einfarbigen Flächen oder sanften Übergängen, er funktioniert glücklicherweise nur dort, so dass feine Strukuren erhalten bleiben. Auch die Bewegungskompensation wurde um die „True Cinema“-Funktion ergänzt. Die Bedienelemente außerhalb des Menüs wurden nicht geändert, wie das markante Bedienfeld an der Seite und die Stellräder für Fokus, Zoom und Lensshift. Diese sind allesamt nicht motorisiert, im Falle von Zoom und Fokus laufen sie aber satt und äußerst präzise. Die Lens-Shift-Steller haben dagegen ebenso viel Spiel wie beim HW40, was für ein Gerät in dieser Preisklasse nicht angemessen ist, zumal es sich beim HW65 über das aktuelle Spitzengerät mit FullHD-Auflösung handelt.  

Setup und Bildqualität


Das Hardware Setup ist gewohnt simpel, dank des umfangreichen Lens-Shift sowohl horizontal als auch vertikal, ist der Beamer auch für kompliziertere Aufstellungsvarianten gut gerüstet. Hinzu kommt, dass die Be- und Entlüftung ausschließlich an der Frontseite stattfindet, womit er gern auch direkt mit dem Rücken zur Wand installiert werden darf. Dafür spricht auch die seitliche Anbringung sämtlicher Anschlüsse. Einen Teil der Bildverarbeitung hat der HW65 von seinen 4K-Brüdern übernommen, zumindest lässt das entsprechend angepasste Menü darauf schließen. Allerdings ist er seitens der Presets noch ein deutliches Stück von jenen entfernt; der Referenz-Preset beschert beispielsweise beim VW300 sofort ein perfektes Ergebnis. Selbst der günstigere HW40 benötigt nur wenige Handgriffe um ein hervorragendes Bild abzuliefern. Der HW65 dagegen braucht da schon etwas mehr Zuwendung, was eventuell an dem verbesserungsfähigen Zusammenspiel zwischen Bildverarbeitung und Farbmanagement liegen kann. Für ein auch messtechnisch perfektes Bild war es bei unserem Exemplar notwendig, den Kontrast auf 50 Prozent herunterzustellen, um erstmal den Gammawert auf Linie zu bringen. Bei der Auswahl der Farbtemperatur erwiesen sich die Presets FT3 oder D55 als zielführend, um schließlich gut bei 6.500 Kelvin anzukommen. Dann allerdings kann der VPL-HW65 rundum überzeugen, die etwas höhere Lichtausbeute, die er dank der neuen Lampe mitbringt macht sich hauptsächlich in helleren Farben und weiß bemerkbar, der Schwarzwert hat sich gegenüber dem Vorgänger kaum verändert. Das Resultat ist ein bestechender Kontrast. Auch die 3D-Darstellung profitiert von der etwas größeren Lichtausbeute.

Fazit

Der Sony hat zwar ein vielversprechendes Facelift erfahren, Softwareseitig sollte da allerdings noch etwas Feinschliff betrieben werden. Perfekt kalibriert ist der VPL-HW65 ein echter Knaller – eine Diva eben.

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Kategorie: Beamer

Produkt: Sony VPL-HW65ES

Preis: um 3000 Euro

Ganze Bewertung anzeigen


8/2016
4.0 von 5 Sternen

Spitzenklasse
Sony VPL-HW65ES

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Bewertung 
Bild 60% :
Kontrast 10%

Farbwiedergabe 10%

Schärfe 10%

Geometrie 10%

Rauschen 10%

Bildruhe 10%

Praxis 15% :
Zoomfaktor 5%

Lüftergeräusche 5%

Betriebskosten 5%

Bedienung 15% :
Gerät 5%

Fernbedienung 5%

Menüs 5%

Ausstattung 5% :
Ausstattung 5%

5 von 5 Sternen

Verarbeitung 5% :
Verarbeitung 5%

4.5 von 5 Sternen

Ausstattung & technische Daten 
Preis (in Euro) 3000 
Vertrieb Sony, Berlin 
Telefon 0180 5252586 
Internet www.sony.de 
Messwerte
Lumen (Lt. Hersteller) 1800 
Lumen (gemessen im eco-mode) 690 
Bildhelligkeit (bei 6500 Kelvin) ...schwarz/weiß 0.05/690 
ANSI-Kontrast 409:1 
Full-on- / Full-off-Kontrast 13.860:1 
Ausleuchtung (in %) 97 
Betriebsgeräusch (0,5m/dB(A)) (in dB) < 30 dB 
minimaler/ maximaler Abstand (bei 2m Bildbreite) (in m) 2.72/4.32 
Projektionsverhältnis/ Zoomfaktor 1,36-2,16:1/1.6 
Gamma (D65) 2.14 
Abmessungen B x H x T (in cm)/ Gewicht (in Kg) 40.7/18/46.4/10 
Stromverbr. Aus/ Standby/ Betrieb –/< 0,3 W/205 W(Eco) / 280 W 
Lampenart/ Lampenleistung UHP 215 Watt 
Preis Ersatzlampe 280 
Lebensdauer Lampe (in Std) standard/eco; Kosten pro Std (in cent) k. A. / 6000/5 
Ausstattung
Projektionsprinzip LCOS (3 x 0,61´´ SXRD-Panel) 
Native Auflösung 1920 x 1080 (Bildformat 16:9) 
3D-Verfahren Frame-Packing (Full HD 3D), Side-by-Side, Top-and-Bottom Frame Sequential (3D Ready) 
Anschlüsse:
...Video/ S-Video –/– 
...Komponenten/ SCART –/ Nein 
...VGA/ RGB/ DVI/ HDMI Nein / Nein / Nein / Ja 
...Audio/ 12 Volt Trigger/ RS-232C Nein / Ja / Ja 
...Full HD Ja 
Motorischer Zoom/ Fokus Nein / Nein 
Rückpro/ Deckenpro Ja / Ja 
Trapezausgleich V: +/- 71 %, H: +/- 25 % 
Lens-Shift (manuell/motorisch) Ja / Nein 
Formatumschaltung 4:3- Schaltung + diverse Zoom-Modi 
Fernbedienung/ Beleuchtet Ja / Ja 
Signalkompatiblität 480/60i, 576/50i, 480/60p, 576/50p, 720/60p, 720/50p, 1.080/60i, 1.080/50i, 1.080/60p, 1.080/50p, 1.080/24p 
Besonderheiten 3D-Brillen jetzt RF-gesteuert 
Preis/Leistung sehr gut 
+ hervorragende Bildqualität 
+ extrem leise im Betrieb 
- Nein 
Klasse Spitzenklasse 
Testurteil ausgezeichnet 
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Thomas Johannsen
Autor Thomas Johannsen
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Datum 18.08.2016, 15:03 Uhr
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Topthema: Feurig
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High-End-Standbox mit ESS AMT

Mit diesen Chassis wollte ich schon immer mal etwas bauen. Dass ich sie allerdings jemals zusammen in einer Box haben würde, hätte ich dann doch wieder nicht erwartet – dass das Ganze so gut werden würde, dann schon eher.

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