Kategorie: Beamer

Einzeltest: ViewSonic PX702HD


Smarter Allrounder

Beamer ViewSonic PX702HD im Test, Bild 1
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Leicht und handlich gibt sich der PX702HD von Viewsonic und lädt förmlich dazu ein, ihn dort zu nutzen, wo man ihn gerade benötigt. Das können zwar viele, gerade auch preisgünstige Beamer, nur tun diese sich gerade bei der Projektion von Filmen meist eher schwer. Auch der Viewsonic ist wohl eher dem leichten, schnellen Vergnügen zugetan, dennoch waren wir gespannt, wie er sich bei filmischer Kost so schlägt.

Trotz des recht spartanischen Auftritts hat der PX702HD alles, was man benötigt, auch im Wohnzimmerkino. Gut, bei der Fernbedienung bleiben die Tasten dunkel, ein hinterleuchtetes Tastenfeld ist in dieser Preisklasse kein Standard, außerdem wird niemand den smarten Beamer in der komplett verdunkelten Heimkino-Installation benutzen. Schon bei wenig Licht betrachtet gibt sich die handliche Fernbedienung sehr übersichtlich, wobei man für wichtige Einstellungsparameter Shortcuts findet, so dass man zur Auswahl der Bild-Presets oder bei der Auswahl des gewünschten Lampenmodus keinen Umweg über das Menü gehen muss.

Beamer ViewSonic PX702HD im Test, Bild 2Beamer ViewSonic PX702HD im Test, Bild 3Beamer ViewSonic PX702HD im Test, Bild 4Beamer ViewSonic PX702HD im Test, Bild 5Beamer ViewSonic PX702HD im Test, Bild 6
Auch die Korrektur der Geometrie ist nur einen Tastendruck entfernt. Grade die ist wichtig, weil der Beamer über keinen Lensshift verfügt. Mit zwei Einstellschrauben im Boden lässt sich das Gerät fein ausrichten, hilfreich ist zudem der 1,2-fache Zoom, während die grobe Ausrichtung dank der geringen Stellfläche des Beamers keine allzu großen Schwierigkeiten machen dürfte. 

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Konzentration aufs Wesentliche


Die Rückseite des PX702HD hinterlässt mit dem kleinen Anschlussfeld einen recht spartanischen Eindruck, das täuscht jedoch; immerhin gibt es gleich zwei Full-HD-taugliche Schnittstellen, nämlich die VGA- und die HDMI-Buchse. Ergänzt werden diese beiden nur noch vom FBAS-Eingang für Quellen, die nur analoges Videosignal zur Verfügung stellen. Damit ist der Beamer also doch gut ausgerüstet. In den Bildeinstellungen stehen zudem neben den Modi, die eindeutig zur Präsentation gedacht sind, auch ein Sport-, ein Gaming- und eben ein Kinomodus zur Verfügung. Während Sport- und Gamingmodus mehr Wert auf eine schnelle als auf eine akkurate Bildverarbeitung legen, ist der Filmmodus weitestgehend einer korrekten Farbinterpretation verpflichtet. Und da war ich einigermaßen gespannt, zumal der Beamer auch 3D-kompatibel ist, was nicht nur fürs Gaming interessant ist. Eine passende Brille ist optional erhältlich. 

Setup und Bildqualität


Wie gesagt, aufgestellt ist der smarte Kollege schnell, und mit wenigen Klicks stimmt auch die Geometrie, wobei man die weitestgehend durch die Aufstellung optimieren sollte, denn jeder Step der elektronischen Trapezkorrektur geht wie immer zu Lasten der Auflösung. Direkt ab Werk steht der PX702HD im Bildmodus „Standard“, die Farbtemperatur auf „Normal“ und die Lampe leuchtet im hellen Standardbetrieb. Letzteres geht mit gut vernehmbarem Lüftergeräusch einher, was zu erwarten war. Die im Datenblatt angegebenen 3.500 Lumen erreicht er so allerdings nicht, dafür gibt es das dezidierte Preset „Hell“, welches allerdings mit einer ausgewogenen Farbwiedergabe wenig zu tun hat. Diese ist im voreingestellten Standardmodus allerdings gar nicht so weit daneben; immerhin wird der Norm-Farbraum weitestgehend abgedeckt, und die Farbtemperatur ist mit rund 8.000 Kelvin zwar recht kühl, dies jedoch recht konstant über den gesamten Helligkeitsbereich. Das Gamma ist dagegen eindeutig für Präsentationen in hellen Räumen ausgelegt, folglich werden auch dunkle Sequenzen eher grau als schwarz projiziert. Nach Aktivierung des Eco-Modus wird das Bild erst mal dunkler und gleichzeitig kontrastreicher – und der Lüfter wird leiser. Zwar schafft verfehlt er knapp die 30-dB-Marke, doch auch das lässt sich verschmerzen. Nun stellen wir das Bild-Preset noch in den „Film“-Modus, die Brilliant-Color-Einstellung steht automatisch auf Stufe 7. Die Farbtemperatur liegt jetzt mit etwa 7.000 Kelvin schon deutlich näher am Soll, im Wohnzimmerkino ist das sogar ein perfekter Wert, den man allerdings noch mit der Farbtemperatur „warm“ in Richtung Normwert 6.500 drücken kann. Die Abbildung des Normfarbraums bleibt von den Maßnahmen einigermaßen unbeeindruckt; die leichte Grünschwäche bleibt nahezu erhalten, was in dieser Preisklasse allerdings keine Seltenheit ist, dafür ist der vormalige Ausreißer im Cyan in Richtung Blau weitgehend korrigiert. Allerdings gibt es noch unterschiedliche Helligkeitswerte der einzelnen Farben, was sich auf unserem Messschrieb meist nur in der Größe der Farbabweichungen darstellt. Als letzte Maßnahme deaktiviere ich daher die Brilliant-Color-Einstellung, die oft für solche Phänomene verantwortlich zeichnet, und siehe da, die Farbtemperatur sinkt jetzt sogar auf rund 6.200 Kelvin, gleichzeitig wirkt die Farbdarstellung homogener und die Messtechnik bestätigt eine Farbabweichung, die nun einen akzeptablen Wert hat und lediglich kleinere Ausreißer in Grün und Cyan zeigt. Der Gammawert liegt bei mustergültigen 2,2. So kann der Viewsonic auch als adäquate Filmmaschine fungieren, zumindest im Wohnzimmerkino. 

Fazit

Beim PX702HD hat Viewsonic es geschafft, einen guten Allrounder vor die Leinwand zu setzen, bei dem der Freund des Filmgenusses nur kleine Kompromisse eingehen muss. Mit seinem günstigen Anschaffungspreis ist der Viewsonic ein klares Schnäppchen.

Preis: um 630 Euro

Ganze Bewertung anzeigen

Beamer

ViewSonic PX702HD

Oberklasse

3.5 von 5 Sternen

01/2018 - Thomas Johannsen

 
Bewertung 
Bild 60% :
Kontrast 10%

Farbwiedergabe 10%

Schärfe 10%

Geometrie 10%

Rauschen 10%

Bildruhe 10%

Praxis 15% :
Zoomfaktor 5%

Lüftergeräusche 5%

Betriebskosten 5%

Bedienung 15% :
Gerät 5%

Fernbedienung 5%

Menüs 5%

Ausstattung 5% :
Ausstattung 5%

Verarbeitung 5% :
Verarbeitung 5%

Ausstattung & technische Daten 
Preis (in Euro) 630 
Vertrieb Viewsonic, Dorsten 
Telefon 02362 97 490 20 
Internet www.viewsoniceurope.com 
Messwerte
Lumen (Lt. Hersteller) 3500 
Lumen (gemessen im eco-mode) 555 
Bildhelligkeit (bei 6500 Kelvin) ...schwarz/weiß 0.7/555 
ANSI-Kontrast 294:1 
Full-on- / Full-off-Kontrast 793:1 
Ausleuchtung (in %) 86 
Betriebsgeräusch (0,5m/dB(A)) (in dB) 35 dB / 30 dB (Eco) 
minimaler/ maximaler Abstand (bei 2m Bildbreite) (in m) 3.04/3.64 
Projektionsverhältnis/ Zoomfaktor 1.52-1.82/1.2 
Gamma (D65) 2.2 
Abmessungen B x H x T (in cm)/ Gewicht (in Kg) 32/12.3/21/2.1 
Stromverbr. Aus/ Standby/ Betrieb –/< 0,3 W/205 W (Eco), 260 W (Standard) 
Lampenart/ Lampenleistung UHP 220 W 
Preis Ersatzlampe 300 € 
Lebensdauer Lampe (in Std) standard/eco; Kosten pro Std (in cent) 4.500 / 10.000 /3 
Ausstattung
Projektionsprinzip DLP 0.65’’ DC3 
Native Auflösung 1920 x 1080 (Bildformat 16:9) 
3D-Verfahren Side by side, Top and bottom, Frame packing 
Anschlüsse:
...Video/ S-Video 1 x Cinch/ Nein 
...Komponenten/ SCART Nein / Nein 
...VGA/ RGB/ DVI/ HDMI 1 x Sub-D 15 pin/ Nein / Nein / Ja 
...Audio/ 12 Volt Trigger/ RS-232C Nein / Nein / Ja 
...Full HD Nein 
Motorischer Zoom/ Fokus Nein / Nein 
Rückpro/ Deckenpro Ja / Ja 
Trapezausgleich ±40° (Vertical) 
Lens-Shift (manuell/motorisch) Nein / Nein 
Formatumschaltung 4:3-Schaltung, diverse Zoom-Modi 
Fernbedienung/ Beleuchtet Ja / Nein 
Signalkompatiblität 480i, 480p, 576i, 576p, 720p, 1080i, 1080p, 2560x1200, 3840x2160, 4096x2160 
Besonderheiten Sport-Modus, Gaming geeignet 
Preis/Leistung sehr gut 
+ vielseitig einsetzbar 
+ schnelle Installation 
- Nein 
Klasse Oberklasse 
Testurteil sehr gut 
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Thomas Johannsen
Autor Thomas Johannsen
Kontakt E-Mail
Datum 08.01.2018, 09:55 Uhr
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Topthema: Philips 65OLED936
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