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Kategorie: Blu-ray Film

Filmrezension: The Dark Knight Rises (Warner)


The Dark Knight Rises

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Zwiespältiger Abschluss von Nolans Batman- Trilogie

Acht Jahre sind vergangen, seitdem der Joker besiegt wurde und Gotham mit der Lüge lebt, Batman sei schuld am Tode Harvey Dents. Auch Bruce Wayne lebt seitdem zurückgezogen in seinem Anwesen. Als der brutale Bane, ein Söldner mit Gesichtsmaske, auftaucht, entthront er unter dem Vorwand, Gotham den Menschen zurückzugeben, die Idole der Stadt, führt Wayne Enterprises in den Abgrund und sorgt allerorten für Anarchie. Doch an der Stelle ist dem Zuschauer das Schicksal Gothams schon egal ... Schlimmer noch: Man bringt aufgrund des überheblichen Auftritts der Stadtväter und der weinerlichen Märtyrerschiene Batmans mehr Verständnis für das Handeln Banes und zweier Figuren, die im Hintergrund die Ideen dafür liefern, auf als für die Rettungsaktion durch die Fledermaus. Daran vermag auch die letzte halbe Stunde nur bedingt etwas zu ändern, in der viele offene Fragen beantwortet werden und der Bogen zum ersten Teil gespannt wird. Nolan scheitert dieses Mal daran, eine interessante Geschichte zu erzählen und vernachlässigt seine Figuren. Das Bedrohungsszenario mag episch sein, doch es lässt kalt. Bane ist zwar ultimativ böse, bleibt aber vollkommen blass. Genervt wirkt seine Darstellung durch Tom Hardy, fernab von der Leidenschaft, die Heath Ledger dem Joker zuteil werden ließ – ganz zu schweigen von der lächerlichen deutschen Synchronisation des Kampfkolosses. Körperlich Batman zwar überlegen, wirkt sogar der erste Kampf zwischen den beiden plump und undynamisch. Da passt es, dass Actionszenen über die knapp drei Stunden Laufzeit sehr rar gesät sind. Einziger Lichtblick: Joseph Gordon-Levitt, der als einziger seine Rolle mit Herzblut füllt und möglicherweise ein schweres Erbe antreten wird.

Bild und Ton



Die IMAX-Szenen sind dieses Mal wesentlich häufiger gestreut und wirken deutlich schärfer und plastischer als ihre Pendants im Format 2,35:1. Diese versumpfen im ersten Drittel häufiger, weisen ärgerliche Bildfehler auf (Michael Caines Lid bei 9’39) und offenbaren sichtbare Bewegungsunschärfen. Erneut leidet die deutsche Tonspur eines Major-Verleihs unter schwacher Dynamik und flacher Effektdarstellung. Die englische DTS-HD-Variante ist gut 10 dB lauter, um Längen dynamischer und effektvoller, bekäme an dieser Stelle locker eine 9er-Bewertung. Alleine die deutsche Version des ersten Auftritts von „The Bat“ (ab 50’47) ist eine Frechheit. Die Dolby-Digital-Spur verwehrt der im Englischen fulmianten Szene jeden Effekt, jede Dynamik und jeden Tiefbass.

Extras



Auf der Filmdisk befindet sich die Möglichkeit, per Second-Screen-App zusätzliche Inhalte freizuschalten. Die Bonus-BD liefert zwei Hauptfeatures. Eines beschäftigt sich 60 Minuten lang mit der kompletten Historie des Batmobil. Kernstück ist aber „Das Ende des Dark Knight“, das, in 15 Einzelfeatures aufgeteilt, nahezu alle Aspekte des Drehs beleuchtet. Nervig nur, dass jedes Feature einzeln angewählt werden muss und nicht alles am Stück abgespielt werden kann.

Fazit

Nolan verstrickt sich beim Versuch, zu viele Fäden zu verknüpfen und stolpert über einen schwachen Bösewicht, einen selbstmitleidigen Batman und ärgerliche Logikfehler. Dazu passt leider der misslungene deutsche Tonsektor.
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The Dark Knight Rises (Warner)

3.0 von 5 Sternen

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Dipl.-Ing.
Michael Voigt
Chefredakteur
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Timo Wolters
Autor Timo Wolters
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Datum 02.04.2013, 11:42 Uhr