Kategorie: Car Hifi Lautsprecher 16cm

GZ Reference K-165/M-80/T-26 – Reference-Dreiwegesystem von Ground Zero


Technologieträger

Car Hifi Lautsprecher 16cm Ground Zero GZ Reference K-165/M-80/T-26 im Test, Bild 1
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Mit dem Reference (genauer gesagt der GZ Reference Serie) präsentiert Ground Zero gleich ein weiteres Lautsprecherset im High-End Bereich, das mit exquisiter Technologie auf sich aufmerksam macht.

Gefühlt ist es erst ein, zwei Jahre her, als Ground Zero mit dem Ultra das bisher aufwendigste Lautsprechersystem seiner Firmengeschichte vorstellte. In Wirklichkeit war es 2022, als die jeweils 2 Kiloeuro teuren GZ Ultra Woofer und Tweeter präsentiert (und prämiert) wurden. Da war in den letzten vier Jahren genug Zeit, das nächste High-End Projekt zu realisieren, und die Entwicklung war womöglich noch aufwendiger, erstens, weil es ein Dreiwegeset ist und zweitens, weil sich Ground Zero beim Reference auf vollkommen neues Terrain gewagt hat. Die Rede ist speziell vom neuen Reference Hochtöner T-26, einer 26 Millimeter Titankalotte, die allerdings nicht wie gewohnt konvex, sondern konkav geformt ist.

Car Hifi Lautsprecher 16cm Ground Zero GZ Reference K-165/M-80/T-26 im Test, Bild 2Car Hifi Lautsprecher 16cm Ground Zero GZ Reference K-165/M-80/T-26 im Test, Bild 3Car Hifi Lautsprecher 16cm Ground Zero GZ Reference K-165/M-80/T-26 im Test, Bild 4Car Hifi Lautsprecher 16cm Ground Zero GZ Reference K-165/M-80/T-26 im Test, Bild 5Car Hifi Lautsprecher 16cm Ground Zero GZ Reference K-165/M-80/T-26 im Test, Bild 6Car Hifi Lautsprecher 16cm Ground Zero GZ Reference K-165/M-80/T-26 im Test, Bild 7Car Hifi Lautsprecher 16cm Ground Zero GZ Reference K-165/M-80/T-26 im Test, Bild 8
Ja, das hat es schon gegeben, ursprünglich bei Focal, aber auch zum Beispiel bei MB Quart bzw. German Maestro. Dennoch ist die auch Inverskalotte genannte Form ein Exot und wird es auch demnächst bleiben. Denn wie wir lernen, ist die konkave Kalotte nicht einfach gemacht, indem man die Membran rumdreht, sondern für den Lautsprecherentwickler deutlich schwerer ans Laufen zu bringen. Natürlich müssen auch konvexe Kalottenhochtöner in der Geometrie optimiert werden, die konkave Membran steht und fällt jedoch mit jeder kleinsten Veränderung der Kalotte. Und zu unserem Erstaunen funktioniert die Inverskalotte auch merklich anders. Wie die allermeisten Lautsprecher schieben auch Kalottenhochtöner Luftmoleküle an, die konvexe Kalotte allerdings hauptsächlich in der Membranmitte und nach vorne, während am Membranrand die Effizienz abnimmt, weil die Membran in einem ungünstig steilen Winkel zur Bewegungsrichtung steht. 
Die Inverskalotte jedoch wirkt dagegen ähnlich einem Parabolspiegel, es gibt eine Art Brennpunkt vor der Membran, wo sich Luftdruck Aufbau und aus diesem Brennpunkt erfolgt dann die Schallausbreitung deutlich breiter, das heißt im Idealfall in alle Richtungen und nicht nur nach vorne. Im Gegensatz zum Beschallungsbereich ist dies bei einer Nahfeldumgebung wie im Auto erwünscht, und soll sich in einer besonderen räumlichen Darstellung der Musik auszahlen. Um das alles beim Reference Hochtöner hinzubekommen, kommt heutzutage ausgefuchste Simulationssoftware zum Einsatz, hier die FineCone Komponente von Loudsoft, die (zusammen mit Simus für Membranaufhängung und Antrieb) seit einiger Zeit bei Ground Zero läuft. Herausgekommen ist die Titankalotte mit einer Eloxalschicht zur Härtung und einer 0,75" Schwingspule unter der 1" Membran. Ebenfalls besonders ausgefuchst ist die Sicke, die sich hier vollkommen flach macht und aus einem einem speziellen offenzelligen Polyurethan gefertigt ist. Als Feintuning finden wir außenrum noch einen Schaumring mit gewellter Kante, sicher ist sicher gegen Kanteninterferenzen. Auch die beiden Reference Konuschassis sind selbstverständlich mit Loudsoft entwickelt – und im Grunde nicht weniger ausgefuchst. Auch hier kommt es auf jedes Detail an, sollen die Lautsprecher wirklich highendig funktionieren. Neben erwartbaren Komponenten wie stabilen Gusskörben, ebensolchen Terminals und der generell hervorragenden Fertigung begrüßen uns K-165 und M-80 mit außergewöhnlichen Membranen, die hier im Original vom renommierten Hersteller DKM aus Krefeld bezogen werden. Ob es sich um Aluminium- Inverskalotten mit Stützkonus aus Papier handelt, oder um Papiermembranen mit vollflächiger Aluminium-Dustcap ist Ansichtssache. Sich ist, dass die Kombination aus Härte und einer weicheren Komponente im Lautsprecherbau meist eine gute Idee ist und dass die (zu) homogene Metallstruktur durch die Facettenprägung aufgebrochen wird, was gut für das Resonanzverhalten ist. Auch bei Tief- und Mitteltöner gibt es ausgeklügelte Features, die man nicht mit bloßem Auge sieht, die aber  viel Entwicklungsaufwand bedeuten. Hier ist die Klebung der Membranen zu nennen, die durch den Einsatz mehrerer Klebstoffe mit unterschiedlicher Härte bzw. Elastizität auch im Detail für eine schwingungsoptimierte Membranstruktur sorgen. 
Der Antrieb des Mitteltöners arbeitet (wie übrigens auch der Hochtöner) mit einem vollwertigen Neodymring statt Neodymtablette und Topf außenrum. Beim K-165 ist zusätzlich ein zweiter Neodymmagnet auf der Polplatte montiert, der umgekehrt zum Hauptmagneten gepolt ist und so zusätzlich Feldstärke im Luftspalt erzeugt. Das nennt sich dann Push-pull Hybridantrieb. In allen drei Reference Antrieben ist ein Kurzschlussring bzw. eine Kupferkappe verbaut, weniger Wirbelströme bewirken weniger Verzerrungen, wie wir gleich sehen werden.  
Messungen und Sound 
Denn die Reference Chassis sind herausragend gut, was die Klirrarmut angeht.
Car Hifi Lautsprecher 16cm Ground Zero GZ Reference K-165/M-80/T-26 im Test, Bild 3
Unter den Alukappen verbergen sich aufwendige Antriebe, beim Mitteltöner mit Neodym, beim 16er als Hybrid
Die Klirrkurven sehen aus wie ein oben offenes Rechteck; am unteren Ende geht es fast auf Null, und das bleibt so bis zum oberen Übertragungsende – ganz ohne Problemzonen, wo es sonst schonmal zu erhöhtem Klirr durch unerwünschte Partialschwingungen kommt. Der K-165 zeigt einen nahezu idealen Amplitudengang bis 3 Kilohertz, die unvermeidliche Membranresonanz der doch recht harten Membran ist erfreulich wenig ausgeprägt, hier zeigt sich, wie hervorragend die hart-weiche Struktur funktioniert. Das gilt auch für den Mitteltöner, der jedoch nicht ganz so perfekt läuft. Das ist typisch, denn kleinere Membranen bei Mitteltönern sind ganz oft anfälliger für Frequenzgangwelligkeiten als ihre größeren Pendants. Kommen wir zum heimlichen Star des Ensembles, der konkaven Hochtonkalotte, hier ist das im Übertragungsbereich fast erwartbare perfekte Verzerrungsverhalten Programm, dafür haut die Titanmembran bei 23 Kilohertz einen harten Peak raus. Das Rundstrahlverhalten ist wie ebenfalls zu hoffen richtig gut, obwohl auch die Reference Kalotte der Physik unterliegt und irgendwann bündelt. Bemerkenswert gut ist jedoch die Frequenzganglinearität unter Winkel, die GZ Kalotte läuft unter 30° wie mit dem Lineal gezogen. Wie gut das Teil in der Realität funktioniert, muss allerdings mit Musikprogramm gecheckt werden. Und in der Tat liefern die Reference Komponenten eine denkwürdige Vorstellung ab. 
Es klingt sehr spektakulär, das muss man ganz klar sagen. Für heimelige Hintergrundberieselung mit Plingpling-Gesäusel ist dieses Lautsprechersystem nicht gemacht. Es funktioniert eher wie ein Präzisionsinstrument, das bereitwillig alle Details der Aufnahme offenbart. Unvorbereiteten Zuhörern wird zuerst die Kinnlade runterklappen, dafür ist auch die überbordende Räumlichkeit verantwortlich, im Vergleich zu einer Gewebekalotte ist das manchmal Information Overload. Doch die Ehrlichkeit und Genauigkeit des Reference Systems zieht sich nicht durch den Hochton, von der Gänsehautdarbietung schwieriger Instrumente bis zum ungemein präzisen Bass stimmt hier alles. Das kann man alles klasse finden - man muss es sogar ganz objektiv. Ob es mit der Langstreckentauglichkeit passt, wird eine ziemlich individuelle Sache werden, die Erfahrung sagt ja, dass man sich im Laufe der Wochen und Monate auf seine Abhöre einhört. Sicher ist, dass es Lautsprecher gibt, die „angenehmer“ oder flauschiger klingen, und die man eher auch „nebenbei“ hören kann. Das GZ Reference System bietet dafür Dinge, die man sonst fast nirgendwo bekommt.   

Fazit

Mit den GZ Reference Komponenten liefert Ground Zero Lautsprecher ab, die hochkarätiger nicht sein könnten. Auf den Punkt entwickelt und mit spektakulärem Klang gesegnet sind sie ein absolutes Highlight.

Der Artikel ist aus der Car&HiFi 3/2026. Das Epaper erscheint am 27.03.2026. Die Print Ausgabe erscheint am 30.03.2026

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Kategorie: Car Hifi Lautsprecher 16cm

Produkt: Ground Zero GZ Reference K-165/M-80/T-26

Preis: um 2600 Euro

Ganze Bewertung anzeigen


3/2026
5.0 von 5 Sternen

Referenzklasse
Ground Zero GZ Reference K-165/M-80/T-26

3/2026

Ground Zero GZ Reference K-165/M-80/T-26
KLANGTIPP
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Bewertung 
Klang 55% :
Bassfundament 11%

Neutralität 11%

Transparenz 11%

Räumlichkeit 11%

Dynamik 11%

Labor 30% :
Frequenzgang 10%

Maximalpegel 10%

Verzerrung 10%

Verarbeitung 15% :
Verarbeitung 15%

5 von 5 Sternen

Ausstattung & technische Daten 
Vertrieb: Ground Zero, Egmating 
Hotline: 08095 873830 
Internet: www.ground-zero-audio.com 
Technische Daten
Korbdurchmesser in mm 165 
Einbaudurchmesser in mm 144 
Einbautiefe in mm 70 
Magnetdurchmesser in mm 100 
Korb MT (in mm) 94 
Einbautiefe MT (in mm) 77 
Membran HT in mm 26 
Gehäuse HT in mm 48 
höchste Trennfreq. TT/MT 3/5 kHz 
niedrigste Trennfreq. MT/HT 2,3k Hz/200 
Trennfreq. im Test 400/3,5k Hz 
EQ im Test Nein 
Gitter Ja 
Sonstiges Nein 
Nennimpedanz in Ohm
Gleichstromwiderstand Rdc in Ohm 3.38 
Schwingspuleninduktivität Le in mH 0.29 
Schwingspulendurchmesser in mm 38 
Membranfläche Sd in cm² 127 
Resonanzfrequenz fs in Hz 49 
mechanische Güte Qms 6.43 
elektrische Güte Qes 0.42 
Gesamtgüte Qts 0.39 
Äquivalentvolumen Vas in l 13.2 
Bewegte Masse Mms in g 18 
Rms in Kg/s 0.86 
Cms in mm/N 0.59 
B*l in Tm 6.43 
Schalldruck 2 V, 1 m in dB 87 
Leistungsempfehlung in W 20 - 200 W 
Preis/Leistung sehr gut 
Klasse Absolute Spitzenklasse 
Kommentar „Tolles Lautsprecherset, das den Namen Reference verdient.“ 
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Elmar Michels
Autor Elmar Michels
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