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Topthema: Raumakustik verbessern - Schallabsorber einsetzen
Kategorie: Car-Hifi Subwoofer Gehäuse

Einzeltest: Hifonics MR-8 Dual


Spitzenbass mit Trick

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Vom Bandpassspezialisten Hifonics kommt ein weiterer Beitrag zum Thema, der mit pfiffigen Lösungen aufwartet. Die Rede ist vom MR-8 Dual, der gerade zum Test eingetroffen ist.

Wer einen Gehäusesubwoofer sucht, wird bei Hifonics garantiert fündig. Allein die Passivkisten der Marke sortieren sich in ein Dutzend Produktlinien ein. Ganz oft gibt es wahlweise Einzel- oder Doppelkisten – Letztere für Bassfans, die nicht genug bekommen können. Der jüngste Spross der Großfamilie gehört zur Mercury-Serie und hört auf den Namen MR-8 Dual. Wir haben es also mit zwei Achtzöllern im gemeinsamen Gehäuse zu tun. Zwei Achtzöller? Ergibt das überhaupt Sinn? Da könnte man genauso gut einen 30er-Sub kaufen. Fast. Denn zwei 20er haben 20 % mehr Membranfläche als ein einzelner 30er, das verspricht einen Pegelvorteil. Der Hauptgrund für den MR-8 Dual wird aber leicht ersichtlich, wenn man vor beiden Varianten steht oder – noch besser – sich beide einmal in den Kofferraum stellt. Während die 12"-Kiste recht klobig wirkt, kommt der flache und langgestreckte MR-8 Dual viel eleganter daher. Wie bei Hifonics ganz oft anzutreffen, arbeitet er nach dem Bandpassprinzip. Das ist praktisch, weil der bzw. die Lautsprecher im Inneren liegen und so perfekt geschützt sind. Und damit man auch sieht, was man gekauft hat, lassen sich die beiden 8er durch Acrylglasfenster bei der Arbeit zusehen. Die Achtzöller sind übrigens richtig kräftige Gesellen. Sie schieben die Luft mit stabilen Papiermembranen an und die Antriebe sind sehr üppig geraten. Große Schwingspulen von 50 mm Durchmesser gibt es genauso wie fein gedrehte Polplatten. Das Gehäuse besteht bei Hifonics natürlich aus solidem MDF mit 16 mm Wandstärke. Front und Seiten sind sogar 25 mm dick. Hifonicstyisch ist der ordentliche und strapazierbare Filzbezug, der nicht nach zweimal hochheben in Fetzen runterkommt. Der MR-8 Dual wartet zudem mit einem Trick auf. Die Schallöffnung, die jeder Bandpass zum Bassmachen braucht, ist bei ihm zweifach vorhanden. Und zwar wahlweise in der Front oder in der schrägen Rückwand. Das ist trickreich, denn so kann der Bandpass direkt durch die Skisacköffnung in den Fahrgastraum spielen – das gibt direkte Ankopplung und damit mehr und besseren Basssound. Dazu gibt es eine nette Abdeckplatte aus Metall, mit der sich die nicht benutzte Portöffnung sauber und dicht verschließen lässt. Auch vor dem Messmikrofon macht der Hifonics eine gute Figur. Er zeigt einen recht ausgewogenen Frequenzverlauf mit praxisgerechten „Abmessungen“. Die Bandpassabstimmung, bei der sich der Entwickler auf ein bestimmtes Frequenzband festlegt, hat eine Mittenfrequenz von 57 Hz. Bei dieser Frequenz arbeitet der Resonator optimal und der Treiber läuft mit minimalem Membranhub. Das passt beim MR-8 Dual perfekt, genau wie die Eckfrequenzen von 40 und 80 Hz. 

Sound


Egal, wie man den MR-8 Dual quält, man muss sich schon mit grobem Material anstrengen, um ihn aus der Reserve zu locken. Die beiden 20er spielen scheinbar mühelos bis in den Frequenzkeller, und zwar ohne aufzuweichen. Die Präzision bei schnellen Kicks geht völlig in Ordnung, hier spielt der MR-8 Dual nicht so präzise wie ein guter geschlossener Subwoofer, aber vollkommen ausreichend auf den Punkt für eine gute Bassdrum. Bei langgezogenen synthetischen Bässen hat er eh keine Probleme, hier glänzt er durch sehr gute Kontur auch, wenn´s etwas tiefer gehen soll.

Fazit

Der MR-8 Dual ist ein pfiffiger Subwoofer mit bärenstarkem Sound und einer cleveren Idee mit dem Wechselport.

Preis: um 400 Euro

Ganze Bewertung anzeigen
Hifonics MR-8 Dual

Spitzenklasse

3.5 von 5 Sternen

-

 
Bewertung 
Klang 50% :
Tiefgang 12.50%

Druck 12.50%

Sauberkeit 12.50%

Dynamik 12.50%

Labor 30% :
Frequenzgang 10%

Wirkungsgrad 10%

Maximalpegel 10%

Verarbeitung 20% :
Verarbeitung 20%

Ausstattung & technische Daten 
Vertrieb Audio Design, Kronau 
Hotline 07253 9465-0 
Internet www.audiodesign.de 
Technische Daten
Korbdurchmesser (in cm) 20.9 
Einbaudurchmesser (in cm) 18.5 
Einbautiefe (in cm) 10.5 
Magnetdurchmesser (in cm) 13 
Gehäusebreite (in cm) 77.5 
Gehäusehöhe (in cm) 29.5 
Gehäusetiefe (in cm) 28,5/38,5 
Gewicht (in Kg) 20.9 
Nennimpedanz Box (in Ohm) 2 x 4 
Gleichstromwiderstand Rdc (in Ohm) 2.87 
Schwingspuleninduktivität Le (in mH) 1.59 
Schwingspulendurchmesser (in mm) 50 
Membranfläche (in cm²) 222 
Resonanzfrequenz fs (in Hz) 36.7 
mechanische Güte Qms 4.05 
elektrische Güte Qes 0.53 
Gesamtgüte Qts 0.47 
Äquivalentvolumen Vas (in l) 16.8 
Bewegte Masse Mms (in g) 77 
Rms (in Kg/s) 4.37 
Cms (in mm/N) 0.24 
B x l (in Tm) 9.79 
Schalldruck 1 W, 1 m (in dB) 86 
Leistungsempfehlung 300-800 W 
Testgehäuse BP 2x9 + 38 l 
Reflexkanal (d x l) 160 cm² x 26 cm 
Preis/Leistung sehr gut 
Klasse Spitzenklasse 
Dipl.-Ing.
Michael Voigt
Chefredakteur
hifitest.de
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Autor Elmar Michels
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Datum 04.06.2016, 14:58 Uhr