Kategorie: CD-Receiver

Einzeltest: Naim Uniti 2


Brückenschlag

CD-Receiver Naim Uniti 2 im Test, Bild 1
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Naims Uniti ist eine der prominenteren Komplettlösungen für modernes HiFi, die auch anspruchsvollen Audiophilen das Grinsen ins Gesicht treibt. Dieser bekannte Vollverstärker wurde jetzt überarbeitet, Zeit für ein Update.

Peripherie:


 Quellen: RipNAS Solid mit Asset-UPnP Mini PC mit Intel Atom D425 1,8 GHz Atom, 2 GB RAM, Vortexbox 2.0
 Lautsprecher: KEF XQ40 Klang+Ton „Nada“

Dieser vollausgestattete, in dezentem, schwarz-grünem Design gehaltene Allrounder schlägt die Brücke zwischen modernen Medien und klassischer, bewährter HiFi-Technik. Heute muss man sich als HiFi-Freund ja überlegen, ob man weiterhin CDs in eine Schublade legt und die Vorzüge eines leicht verständlichen, immer funktionierenden Systems genießt, oder ob man die neuen Medien mit all ihrem Bedienungskomfort und klanglichem Potenzial für sich entdecken will.

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Wer sich einfach nicht entscheiden kann, greift deswegen zu Lösungen wie dem Uniti. Der kann nämlich beides. Und mehr. Er vereint CD-Player, D/A-Wandler, Vollverstärker und Streaming-Client in einem Gerät. Vor ein, zwei Jahren sorgte er jedenfalls für Furore, denn ein solch hochwertiges All-in-Wonder gab‘s bis dato kaum. Jetzt hat er ein ordentliches Update bekommen, was für mich Grund genug war, den Uniti noch einmal ausführlich vorzustellen und auf die Dinge einzugehen, die sich in der vergangenen Zeit getan haben. Erst einmal hat sich jedoch an seiner hohen Funktionalität wenig getan. Warum auch, der kleine ist halt eine vollausgestattete HiFi-Lösung, bei der nur wenige Wünsche offen bleiben. Die Anschlussvielfalt, gepaart mit den im Gerät integrierten Funktionen ist jedenfalls bemerkenswert. Analogen Zuspielern stehen vier analoge Eingänge zur Verfügung, Plattenspieler haben einen eigenen MM/MC-Eingang. Dem hinzuzufügen sind nochmal zwei optische und zwei elektrische Digitaleingänge, die in einem neu entwickelten DAC-Board münden. Somit können auch Spielekonsolen und Flachbildfernseher von der Audio-Kompetenz des Uniti profitieren. Der USB-Eingang an der Vorderseite unterhalb der CD-Schublade ist für Speichermedien wie USB-Sticks gedacht, außerdem ist diese Verbindung Apple-zertifiziert. iPhones, iPods und iPads werden hier digital ausgelesen, was den bestmöglichen Klang aus den Apple-Flachmännern herausholt. Um das sequenzielle Durchschalten der Quellen nicht unnötig kompliziert zu gestalten sind die nicht genutzten Eingänge abschaltbar, außerdem sind die Namen frei editierbar, damit man selber bessere Übersicht über die angeschlossene Peripherie hat und nicht überlegen muss, in welche Buchse man beispielsweise den Sat-Receiver gestöpselt hat. Überhaupt ist die Bedienung ein Pluspunkt, den der Uniti einheimst. Ich hatte zu keiner Zeit Probleme, habe mich über die großen Tasten am Gerät und die instinktiv beherrschbare Fernbedienung gefreut. Ganz besonders angetan war ich von der Naim-eigenen App, die Besitzer eines iPhone oder iPad nehmen können, um den Uniti zu bedienen. Das würde zwar auch mit jedem anderen UPnP-Controller gehen, allerdings bietet die App weiterführende Optionen. So kann man beispielsweise auch alle anderen Quellen auswählen und angeschlossene iPods direkt steuern. Außerdem ist die App optisch ganz wunderbar geworden. Die Cover-Darstellung ist schön anzusehen und arbeitet sehr flott, da die Cover lokal gecacht werden. Zudem steuert sie auch das Internetradio inklusive allen Suchfunktionen und Presets. Man hat mit der App tatsächlich alles in der Hand und kann die mitgelieferte Fernbedienung getrost zur Seite legen. Für diesen Komfort sind die paar Euro, die Naim dafür aufruft, mehr als in Ordnung. Doch nun ist dar Uniti ja weniger eine Convenience-Maschine als ein sauber entwickelter, highendiger Klangapparat. Die verwendeten Endstufen wurden dem NAIT 5i, Naims beliebtem Vollverstärker, entliehen und liefern laut meinen Messungen knackige 68 Watt an 8 Ohm. Genug, um bei Bedarf ganz locker einen Satz erwachsene Standboxen zu treiben. Das kann der Uniti unter anderem, weil er ein stabiles, mächtiges Netzteil spendiert bekam, das ihn in über alle Zweifel erhaben macht. Ganz klar, das ist ein echtes Naim-Gerät mit allen Vorzügen, die diese Marke so beliebt machen. Dazu gehört natürlich auch die von Naim bekannte CD-Schubladen die nach vorne sanft herausklappt, schön schwer ist und in ihrem Inneren die komplette für den CD-Betrieb nötige Elektronik beherbergt. Die Verpackung dieses Komplettpakets ist Naim mal wieder ganz wunderbar gelungen. Ein schweres, niemals aus der Ruhe zu bringendes Gehäuse versteckt die Elektronik. Wo man auch hinfasst, die perfekte Fertigung und die einem Panzer gleiche Stabilität schaffen Vertrauen in die Resonanz armut, die natürlich auch ihren Teil zum Klangbild beiträgt.

Klang


Einen ersten Vergleich zwischen CD, iPad und Streaming habe ich mit dem der Packung beiliegenden Album „Naim Sampler 8“ durchgeführt. Ganz einfach per iPad kann man ja wunderbar zwischen CD, Streaming und iPod hin- und herschalten und sich ein genaues Bild von der klanglichen Unterschieden machen. In der Vergangenheit hat dieses Rennen schon oft die CD gemacht und konnte eigentlich nur unter Verwendung der Studio-Master-Dateien in höherer Auflösung vom Streaming geschlagen werden. Hier sind eigentlich alle von vornherein gleichauf. Die CD spielt sehr geschmeidig und sauber, wird von der per Streaming empfangenen Datei jedoch hinsichtlich Druck, Geschmeidigkeit und Fülle geschlagen. Stimmen werden über Netzwerk sauberer, klarer definiert dargestellt, die ganze Aufnahme gewinnt an Substanz. Dazu gesellt sich natürlich der per App mögliche, viel höhere Komfort, weshalb es in diesem Fall in meinen Augen einen klaren Sieg nach Punkten für das Streaming gibt. Diese Aussage gilt vor allem für die kabelgebundene LAN-Verbindung, denn per WLAN geht‘s einen kleinen Schritt zurück in Sachen Klarheit und Ausdrucksstärke. Im dritten Versuch kam dann die AIFF-Version desselben Albums, abgespielt von einem iPod, an die Reihe. Klanglich ist das fast nicht vom hervorragenden Streaming-Klang zu unterscheiden und stellt somit eine sehr gute Alternative zur Netzwerkmusik dar. Absolut gesehen steckt natürlich ein echter Naim in diesem schweren schwarzen Kasten. Das bedeutet Druck, Spielfreude, Dynamik und Quirligkeit. Es ist schon faszinierend, wie viel Klang und wie viel Antrieb aus einer einzigen Kiste kommen kann. Dieser Uniti überzeugt klanglich sogar die Highender, die normalerweise nur Vertrauen in eine Anlage haben, die aus einem ganzen Turm von Komponenten besteht. Man muss einfach die Augen schließen und sich vom Klang überzeugen lassen - das gelingt dem Uniti 2 mit Leichtigkeit. Ich empfehle diesen Vollverstärker sowohl dem unterdrückten HiFi-Fan, dessen Frau nur eine Komponente genehmigt, als auch demjenigen, der hinsichtlich CD-Wiedergabe, Streaming und Verstärkung wenig kompromissbereit ist.

Fazit

Keine Frage, der Naim Uniti ist ein gutes Stück besser geworden. Gerade auf klanglicher Ebene. Sonst gelten seine alten Tugenden: komplett, hochwertig, einfach gut!

Preis: um 2600 Euro

CD-Receiver

Naim Uniti 2


09/2012 - Christian Rechenbach

Ausstattung & technische Daten 
Preis: 2600 
Vertrieb: Music Line, Rosengarten 
Telefon: 04105 77050 
Internet: www.music-line.biz 
Abmessungen (in mm) 432/87/314 
Leistung (8Ohm) (in W) 68 
THD+N (in%) 0,019 
Ausgänge: 1 x analog RCA Pre-Amp 
Eingänge: 3 x analog RCA 
Besonderheiten UPnP/DLNA (Audiostreaming) CD-Schublade 
checksum „Keine Frage, der Naim Uniti ist ein gutes Stück besser geworden. Gerade auf klanglicher Ebene. Sonst gelten seine alten Tugenden: komplett, hochwertig, einfach gut!“ 
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Autor Christian Rechenbach
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Datum 27.09.2012, 11:33 Uhr
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