Kategorie: D/A-Wandler

Serientest: Fostex HP-A3, Fostex PC-100


Die klingenden Helferlein

D/A-Wandler Fostex HP-A3, Fostex PC-100 im Test , Bild 1
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Wenn ich eins im Laufe der letzten Jahre kapiert habe, dann, dass es nicht immer die typischen „vollformatigen“ Abspieler sein müssen, die zu begeistern wissen. Gerade in unserer digitalen Welt gibt es viele kleine Helferlein, die Großes leisten.

Peripherie: 


Quellen: Apple MacBook Pro, OSX 10.7.1, Decibel 1.2.4 Apple MacBook Pro, Bootcamp mit Windows 7 Home, Sonata Server Apple MacBook Pro, Bootcamp mit Ubuntu Linux 11, Amarok
Bladelius Freja MK-III
Kopfhörer: German Maestro GMP 400 Fostex TH-5 Fostex TH-7
Lautsprecher: Nubert A200 Genelec 6010A + 5040A USB-Kabel: Audioquest Carbon

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Wer sich genau wie ich gern mal ein Stündchen mit dem Laptop in ein stilles Eckchen verzieht, um Musik zu hören, sucht sicher auch lieber eine kleine, feine Lösung, um eben diese Musik möglichst hochwertig aus dem Rechner herauszuholen. Und als ich die beiden Fostex-Gerätchen auspackte, schoss mir genau das durch den Kopf. Beide eignen sich aufgrund ihrer Größe und ihres unkomplizierten Anschlusses hervorragend für die kleine, feine Musikpause. Das größere der beiden heißt HP-A3 und präsentiert sich zunächst als waschechter und lupenreiner Kopfhörerverstärker, der seine Audiosignale ausschließlich digital (über USB oder Toslink) bezieht. Per Taster schaltet man beide Quellen durch, ein sauber und satt drehender Regler pegelt die Musik ein. Ein zweites Knöpfchen ist für die Computer-Musiker mit Aktivboxen interessant, denn der schaltet zwischen Kopfhörerausgang und Lineout- Buchsen um. Außerdem bringt er noch eine Funktion mit, die sich als äußerst praktisch herausstellen kann: Er verfügt über einen Toslink-Ausgang, arbeitet somit auch problemlos als USB-auf-S/PDIF-Umsetzer und wertet eventuell bereits vorhandene ältere DACs doppelt auf. Zum einen bringt er natürlich die Möglichkeit mit, Kopfhörer anzuschließen, zum anderen stellt er (besonders älteren Wandlern) seine sehr gute USB-Anbindung zur Verfügung, wenn die gar keinen oder noch einen älteren, adaptiv bis 48 Kilohertz arbeitenden Eingang haben sollten. Der PC-100 auf der anderen Seite ist das, was in Studiokreisen als Monitor  Control bezeichnet wird.

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Er stellt die Schnittstelle zwischen Computer und Aktivlautsprechern dar, um deren Pegel nicht mit dem kleinen, nicht gerade perfekt funktionierenden Lautstärkesteller des Abspielprogramms regeln zu müssen. Auch und gerade als ein solches Bindeglied sind die Ansprüche an gute Signalverarbeitung von entscheidender Bedeutung; die Verwendung eines solchen Spezialisten wird Ihnen Ihr Abhörlautsprecher danken. Das Design der beiden ist etwas gewöhnungsbedürftig. Ich selbst habe mich im Laufe der Zeit damit sehr anfreunden können. Irgendwie vermitteln sie einem das Gefühl, mit „Profi - Kram“ zu hantieren. Das tut tatsächlich auch mal ganz gut, wenn man nicht immer nur mit durchgestyltem „Apple-Design“ zu tun hat, sondern stabile, funktionelle Geräte bedient, deren Qualität und Funktion über allem anderen stehen. Von der schnellen und einfachen Inbetriebnahme habe ich ja schon gesprochen. Eine externe Stromversorgung gibt’s bei beiden nicht, der HP-A3 lässt sich seinen kompletten Energiebedarf von der USB-Buchse des Computers decken. Ja, das ist schmutziges Zeug, was aus dieser Buchse kommt, die ganzen Grafik- und WLAN-Karten, Touchpads und sonstige Peripherie unterstützen gelinde gesagt nicht gerade den eh schon nicht perfekten Spannungshaushalt, den das Schaltnetzteil des Rechners erzeugt und ein Teil dieser Störungen schwebt natürlich auch auf der Versorgungsspannung der USB-Buchse. Da muss man ran, ein Wandler und nicht zuletzt auch die Kopfhörer- und Vorverstärkung des HP-A3 brauchen dringend bessere Arbeitsbedingungen. Die schaff t man per USB-Receiver, Wandler (übrigens ein ganz feines Teil von AKM) und Verstärker- OPs mit einem PLL-Netzteil, das die Spannung so stabilisiert, dass die nachgeschalteten Komponenten nicht ungewollt Mist bauen. So muss man sich also keine Sorgen machen, wenn man den Rechner verbindet. Egal, welches Betriebssystem Sie nutzen (ich habe OS/X Lion, Windows 7 und Ubuntu Linux 11 erfolgreich gestestet), sowohl der HP-A3 als auch der PC-100 meldet sich treiberlos als externes USB-Ausgabegerät an und kann umgehend benutzt werden. Die USB-Verbindung arbeitet dabei adaptiv, was einwandfrei funktionieren kann, wenn man es schafft, den Jitter niedrig zu halten. Die Samplingfrequenz des HP-A3 ist übrigens fest bei 96 Kilohertz für alles, was reinkommt. CD-Rips werden auf diese Abtastrate hoch-, Highres-Downloads entsprechend heruntergerechnet, daran lässt sich auch nichts mehr ändern. Rümpfen Sie nicht die Nase, die ganzen supertollen Upsampling-CD-Player machen auch nichts anderes. Ein kleiner Nachteil: ASIO- oder Kernel-Streaming- Treiber funktionieren nicht, treibergebundene Klangverbesserung kann nur der versuchen, dessen Abspielprogramm WASAPI-Ausgabe unterstützt. Sonata Server oder JRiver können das beispielsweise. Wer am Mac etwa mit PureMusic arbeitet, sollte für uneingeschränkte Funktionalität das Upsampling einschalten und dem Programm sagen, nicht auf ganzzahlige Vielfache hochzurechnen. Man muss sich auch nicht komplett auf die PC- oder Mac-Wiedergabe beschränken. Immerhin hat unser Fostex- Wandler auch einen herkömmlichen Toslink-Eingang, an dem Sie beispielsweise einen CD-Player oder eine Squeezebox anschließen können. Da Licht leider schlecht dafür geeignet ist, die Versorgungsspannung im Wandler aufzubauen, muss die Energieversorgung dann weiter über den USB-Port eingespeist werden. Ich habe das einem iPad beiliegende Steckernetzteil benutzt, das geht prima. Wenn Sie kein iPad haben: Ein USBSteckernetzteil kostet einen Fünfer. Einen kleinen gedanklichen Stolperstein musste ich noch überwinden: 32 Bit Datentiefe erschienen mir zunächst etwas seltsam. USB und Toslink werden und können sowieso nur 24 Bit übertragen und die Lautstärke wird analog geregelt. Zur Pegelregelung braucht man also nicht zusätzliche 8 Bit. Die Antwort auf die Frage, warum mit 32 Bit gerechnet wird, ist jedoch extrem simpel. In den Tiefen des Internets habe ich ein Statement von Fostex gefunden, das aussagt, dass man mit diesem 32-Bit-DAC schlicht die klanglich besten Ergebnisse erzielen konnte. Okay, das wird dann wohl so sein, bedarf aber trotzdem geflissentlicher Überprüfung. Kopfhörer hatte mir der Fostex-Vertrieb Mega Audio dankenswerterweise gleich mitgeliefert, den ersten Test konnte ich also direkt am Büroschreibtisch vornehmen. Was ich als Erstes festgestellt hatte, war aber eins: absolute Ruhe. Ich konnte einfach kein Rauschen vernehmen, als ich erwartungsvoll mit meinem Kopfhörer am Rechner saß und mir meine Playliste zusammenstellte. Tatsächlich habe ich nach Kabeln und Einstellungen gesehen, irgendwo den Fehler gesucht. Aber der Fostex-Wandler war korrekt verkabelt und konfiguriert. Und nach einem Klick auf die Play-Taste kamen auch Töne. Toll, so ein komplett rauschfreies Kopfhörervergnügen ist schon was wert. Und was nach der Ruhe losging, war nicht minder zufriedenstellend. Ich war ja schon voreingenommen von diesem „USB-stromversorgten“ Teil, auch wenn noch so viel getan wurde, um die Betriebsspannungen sauber zu bekommen. Nur musste ich jetzt anerkennen, dass so ein Gerät ganz beeindruckende Dinge tun kann. Der HP-A3 liefert einen klaren, sauberen Klang mit einem leichten Hang zur Wärme, die dem Gesamtbild aber sehr guttut. Mit diesem Kopfhörerverstärker kann man stundenlang satt und glasklar Musik hören, ohne zu ermüden oder von zu viel Härte erschlagen zu werden. Mit einem MacBook als Zuspieler habe ich mich übrigens sehr schwer getan, nennenswerte Unterschiede zwischen der Toslink- und der USB-Verbindung auszumachen. Egal, wie man ihn anschließt, sein Musizieren bleibt auf dem hohen, bereits beschriebenen Niveau. Dem hinkt der PC-100 leicht hinterher. Er schaff t es nicht ganz, die Authentizität und Feindynamik zu vermitteln, die den HP-A3 auszeichnen. Trotzdem hatte ich jede Menge Spaß mit ihm, denn auch er gibt die Musik bedacht und rhythmisch an die weiterverarbeitende Elektronik weiter. Ich bekomme ja nun wirklich jede Menge Produkte auf den Tisch, und manchmal platziere ich sie gedanklich in meinem Wohnzimmer oder als feste Instanz neben meinem Computer. Beim HP-A3 ist das wieder passiert, das soll Ihnen als Aussage genügen, dass zumindest meine Wenigkeit von dem Teil überzeugt ist.

Fazit

Zum Fostex HP-A3:

„Mit dem klanglich überraschend guten Ergebnis, seiner hohen fertigungstechnischen Qualität und seiner durchdachten Funktionsvielfalt hat sich der HP-A3 in die Liste meiner Lieblingsgeräte gespielt. Sowohl als kleine Vorstufe für Aktivboxen als auch als Kopfhöreramp macht er eine unglaublich gute Figur.“

Zum Fostex PC-100:

„Wenn Sie eine möglichst elegante Lautstärkeregelung für Ihre Abhörminitore suchen, kommen Sie um das Inbetrachtziehen des PC-100 nicht herum.“

Preis: um 200 Euro

Fostex HP-A3

12/2011 - Christian Rechenbach

Preis: um 60 Euro

Fostex PC-100

12/2011 - Christian Rechenbach

 
Ausstattung & technische Daten: Fostex HP-A3
Vertrieb Mega Audio, Bingen 
Telefon 0672194330 
Internet www.megaaudio.de 
Eingänge: 1 x USB (32, 44,1, 48 kHz, 16 Bit)/1 x S/PDIF TosLink (bis 96 kHz, 24 Bit) 
Ausgänge: 1 x S/PDIF Toslink (bis 96 kHz, 24 Bit)/1 x analog RCA/1 x Headphone 6,3er-Klinke 
Ausstattung & technische Daten: Fostex PC-100
Eingänge: 1 x USB (32, 44,1, 48 kHz, 16 Bit) 
Ausgänge: 1 x analog RCA 
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Christian Rechenbach
Autor Christian Rechenbach
Kontakt E-Mail
Datum 20.12.2011, 11:45 Uhr
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Topthema: Philips 65OLED936
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Interessante Links:
  • www.hausgeraete-test.de
  • www.heimwerker-test.de
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