Möchten Sie zur Seite für Mobilgeräte wechseln ? JaNein
Kategorie: D/A-Wandler

Einzeltest: Hegel HD 30


D/A-Wandler Hegel HD 30

D/A-Wandler Hegel HD 30 im Test, Bild 1
15151

Hegel gilt in der Branche ja als ein wenig eigen, denn die Norweger machen vieles ein bisschen anders. Das ist nicht nur bei ihren Geräten der Fall.

Wie in jeder anderen Branche misst man auch in der HiFi-Welt Qualität gerne an Spezifikationswerten. Egal ob Leistung oder Verbrauch bei Autos, Fassungsvermögen und Effizienzklasse bei Kühlschränken, oder natürlich Abtastraten und Bittiefen bei D/A-Wandlern. Als Hersteller zeigt man gerne, was man hat, und bindet dem interessierten Kunden jedes noch so kleine Detail auf die Nase, um sich möglichst weit von der Konkurrenz abzusetzen. Ein Spiel, das man bei der norwegischen Firma Hegel nur bedingt mitspielt. Zwar verschweigt die Marketingabteilung des Herstellers keine Spezifikationen, doch im Vordergrund stehen diese bei den Produkten normalerweise nicht. Auch bei den vorhandenen Features gibt man sich meist eher zurückhaltend, fast so als läge Prahlen nicht in der Natur der Skandinavier. Statt beim Wettlauf um immer bessere Messwerte und stetig wachsenden Funktionsumfang mit Superlativen um sich zu werfen, beschreibt man bei Hegel lieber den Klang eines Gerätes. Schließlich liegt gerade hier oft der Unterschied zwischen den Systemen. So wird auch der HD30 eher schlicht als Digital-Analog- Converter beschrieben, obwohl er eigentlich einiges mehr kann. Auch der D/A-Wandler selbst gibt sich auf den ersten Blick eher zurückhaltend und besitzt ein Gehäuse, das praktisch identisch mit einigen anderen Geräten der Firma ist. So bietet der HD30 eine eher klassische Linie mit zwei Reglern an der Front, die klar mit ihrer jeweiligen Funktion als Quellenwahl oder Lautstärkeregler beschriftet sind. In der Mitte der elegant nach vorn geschwungenen Front findet man ein einzeiliges Digitaldisplay, dass über die getroffene Wahl in den beiden Bereichen Informiert. Die Materialstärke des Gehäuses, ebenso wie die generelle Haptik und die Widerstände der beiden Potenziometer an der Front zeugen von einem hohen Qualitätsanspruch und vermitteln ein gewisses Gefühl der Wertigkeit, wie man es von einem echten High-End-System zu erwarten pflegt.

D/A-Wandler Hegel HD 30 im Test, Bild 2D/A-Wandler Hegel HD 30 im Test, Bild 3D/A-Wandler Hegel HD 30 im Test, Bild 4D/A-Wandler Hegel HD 30 im Test, Bild 5D/A-Wandler Hegel HD 30 im Test, Bild 6
Herz des HD30 sind zwei Wandler- Chips des japanischen Herstellers AKM, der sich in den letzten Jahren wieder einen Namen in der Welt der hochwertigen Musikwiedergabe gemacht hat. Mit den AK4490EQ greift Hegel in das Premiumregal des Halbleiterherstellers und bedient sich der 32-Bit-Referenzserie, die laut ihrer Entwickler eine besonders originalgetreue Musikwiedergabe bewerkstelligen sollen. Keine schlechte Wahl also. Mit den beiden DACs ist der Hegel HD30 dann in der Lage, digitale Audiosignale mit bis zu 192 kHz bei 24 Bit in ein analoges Signal zu verwandeln. Seine digitalen Leistungen möchte der HD30 möglichst vielen Geräten in Wohnzimmer oder Hörraum zur Verfügung stellen, denn an Anschlussmöglichkeiten mangelt es dem D/AWandler nicht. Gleich drei optische Eingänge bieten sich zur Verwendung mit Fernseher, Satreceiver und Bluray- Player an, während Audiokomponenten aller Art mit AES/EBU, BNC und Koax ebenfalls bestens versorgt werden. Natürlich bietet der HD30 auch einen mittlerweile praktisch unverzichtbaren USB-B-Anschluss für die Verwendung von Laptops, Musikservern und Streaming-Bridges. Zwingend notwendig sind diese aber nicht, denn dank des Netzwerkanschlusses des Gerätes kann dieses auch selbst als Quellgerät eingesetzt werden. Stücke von angeschlossenen UPnP-basierten Servern oder von Geräten mit AirPlay spielt der HD30 dann auch ohne fremde Hilfe. Nötig ist dafür nur eine passende App, die zuhauf in den Appstores von Google und Apple angeboten werden. Zwar ist das Modul nicht unbedingt das reaktionsschnellste Modell, doch ist der Streamer eine gern gesehene Dreingabe zum eigentlichen DAC. Dabei sieht Hegel selbst die Integration einer eigenen Bridge nicht einmal wirklich als Kaufgrund, denn das Feature wird vom Hersteller eher beiläufig in der Gerätebeschreibung erwähnt. Ähnlich verhält es sich mit der analogen Ausgangsstufe, die dank der ebenfalls integrierten Lautstärkeregelung ein variables Signal mit bis zu 2,6 Volt Spannung an den Ausgängen ermöglicht. Mit je einem Paar Cinch- und XLR-Buchsen kann dann direkt eine passende symmetrisch oder unsymmetrisch angeschlossene Endstufe direkt betrieben werden. Dabei spendierte Hegel dem HD30 sogar getrennte Stromversorgungen für die analoge und die digitale Sektion seines Wandlers, die jeweils von einem eigenen Ringkerntrafo mit Energie versorgt werden. Generell legt Hegel Wert auf eine gute Stromversorgung, denn eine weitere Funktion, die vom Hersteller praktisch komplett verschwiegen wird, hat ebenfalls mit der Energiezufuhr zu tun. So filtert der DAC den Netzstrom, der vom Gerät genutzt wird, was nicht nur dem Wandler selbst zugutekommt, sondern auch andere Geräte am selben Kreis profitieren lassen soll, selbst wenn sie nicht direkt mit dem DAC verbunden sind. Eine Funktion, die bei manch anderem Hersteller wahrscheinlich sogar die Gerätebezeichnung bestimmen würde, wird bei Hegel beinahe zum Geheimnis erklärt. Stattdessen konzentriert man sich wie gesagt lieber auf die klanglichen Eigenschaften des HD30. Daraus kann man den Norwegern allerdings keinen Vorwurf machen, denn wer den Wandler gehört hat, wird gerade dessen Sound als seine herausragendste Eigenschaft beschreiben. Enorm natürlich und fließend spielt der DAC auf. Ein schön detaillierter Hochtonbereich ergänzt sich mit einer satten, aber präzisen Basswiedergabe, die den HD30 nicht nur für audiophiles Hören prädestiniert, sondern auch, um ab und zu mal ein wenig auf den Putz zu hauen. Es ist eines dieser Geräte, bei denen man immer mal wieder zur Fernbedienung greift, um die Lautstärke ein ums andere Mal zu erhöhen, in der Hoffnung, noch etwas mehr herauszuholen und sich vollends von der Musik umschließen zu lassen. Große Worte um Features oder Spezifikationen sind da einfach nicht mehr nötig.



 Peripherie:
 – Quellen: MacBook Pro, Audirvana Audiodata Musikserver MS II Auralic Aries
– USB-Kabel: Axmann Audio Axiom 3 USB-Kabel
– RCA-Kabel: Silent Wire Serie 12 Mk II
– Verstärker: NAD C356 BEE – Lautsprecherkabel: Silent Wire Serie 12 Mk 2
–Lautsprecher: KLANG+TON „Nada“ 

47
Anzeige
Sofanella, Ihre neue Komfortzone: Cinema Sofa
qc_Bella1_1631540437.jpeg
qc_Bella4_2_1631540437.jpeg
qc_Bella4_2_1631540437.jpeg

>> Hier mehr erfahren

Preis: um 4595 Euro

Hegel HD 30


-

Ausstattung & technische Daten 
Preis: um 4.595 Euro 
Vertrieb: GP Acoustics, Essen 
Telefon: 0201 170390 
Internet: www.gpa-eu.com 
B x H x T: 430 x 100 x 310 mm 
Eingänge: 1 x Ethernet (inkl. AirPlay), 1 x USB-B, 1 x AES/EBU, 1 x S/PDIF koaxial, 3 x Toslink optisch, 1 x S/PDIF BNC 
Unterstützte Formate: MP3, OGG, FLAC, AIFF, WAV 
Unterstützte Abtastraten: bis 192 kHz, 24 Bit 
Ausgänge: 1 x XLR Stereo, 1 x RCA Stereo 
checksum „Die Natürlichkeit der Wiedergabe des Hegel HD30 ist wirklich beeindruckend und steht zu Recht an oberster Stelle der Gerätemerkmale. Dabei glänzt der DAC außerdem mit weiteren Features, die man hier als Sahnehäubchen vorfindet.“ 

HD Lifestyle Gallery

/test/da-wandler/hegel-hd_30_15151
Revox- Revox im Wohnraum - Bildergalerie , Bild 1
Revox im Wohnraum
>> zur Galerieübersicht
105_1
Neu im Shop

Testen Sie Ihre Hifi Anlage

>>Mehr erfahren
Philipp Schneckenburger
Autor Philipp Schneckenburger
Kontakt E-Mail
Datum 25.02.2018, 14:56 Uhr
293_20930_2
Topthema: Mundorf K+T MuViStar M
Mundorf_K+T_MuViStar_M_1633007608.jpg
Zweiwege-Edelmonitor mit Visaton und Mundorf-AMT

Nach dem Erscheinen der U-Serie-AMTs war es natürlich nur noch eine Frage der Zeit, dass wir und andere Entwickler Bausätze damit realisieren würden. Dieses Mal waren die anderen Entwickler einen Hauch schneller, aber mit der MuViStar M sind wir jetzt dran.

>> Mehr erfahren
Dipl.-Phys. Guido Randerath - Ressort Heimkino und Car Hifi
Dipl.-Phys.
Guido Randerath
Ressort Heimkino und Car Hifi
Heimkino 6/2021

Es ist uns eine große Freude, Ihnen die EISA AWARDS 2021-2022 präsentieren zu dürfen. Zusammen mit den Kollegen von 60 Testmagazinen und -Websites aus Europa, Amerika, Asien und Australien kürt unsere Redaktion als exklusives deutsches Mitglied in der Home Theatre Audio Expert Group jedes Jahr die besten Geräte der Welt.
>> Alles lesen

Elmar Michels - Ressort Car Hifi
Elmar Michels
Ressort Car Hifi
Car Hifi 6/2021

Ich freue mich, Ihnen ein ganz sicheres Jahreshighlight zu präsentieren. Voll im Wohnmobiltrend und frisch vom Caravan Salon erreichte und Pioneers neues Camper-Navi AVIC-Z1000DAB zum Test. Zugegeben nicht ganz billig, dafür aber voll ausgestattet mit allem, was den Urlaub im eigenen Wohnmobil vom ersten Meter an entspannt und stressfrei macht. Darüber hinaus haben wir natürlich noch über zwei Dutzend weitere Geräte im Test. Da ist alles dabei, günstige Verstärker und Lautsprecher, bezahlbares High-End, die perfekte Mini-Steuerzentrale mit 9 DSP-Kanälen und natürlich jede Menge Subwoofer. Ich wünsche viel Spaß beim Lesen!
>> Alles lesen

Holger Barske - Ressort<br>High-End
Holger Barske
Ressort
High-End
LP 6/2021

Die neue "LP" ist da!
Und wie üblich haben wir einen genauen Blick auf neue Dinge geworfen, mit denen der Analogfan das Erlebnis Schallplatte zu etwas Besonderem machen kann. Wir hätten unter Anderem drei potente Phonovorstufen in verschiedenen Preisklassen im Angebot, zwei sehr besondere Lautsprecher und einen feinen, erfreulich bezahlbaren Plattenspieler aus Italien. Wir wünschen viel Spaß bei der Lektüre!
>> Alles lesen

Thomas Schmidt - Ressort Hifi
Thomas Schmidt
Ressort Hifi
Hifi Test TV HiFi 6/2021

Es geht wieder in Richtung Herbst und Winter - wegen der doch eingeschränkten Möglichkeiten, sich draußen zu betätigen, die Hauptsaison der gemütlichen Musik- und Filmabende in den eigenen vier Wänden.
A propos Wände: In dieser Ausgabe finden Sie eine Reportage über die Zukunft des Lautsprechers als Begleiter des täglichen Lebens, nämlich unsichtbar in der Wand eingelassen, versteckt hinter der Tapete oder sogar Putz!
Aber auch die klassischen Hifi-Themen kommen nicht zu kurz: So haben wir die PS-Audio-Stellar M1200 Endstufen getestet, mit deren Leistung von über 1000 Watt pro Kanal dynamisch keine Wünsche mehr offen bleiben.
Viel Spaß beim Lesen!
>> Alles lesen

kostenloses Probeexemplar Cover Probeexemplar
jetzt laden (englisch, PDF, 13.2 MB)
kostenloses Probeexemplar Cover Probeexemplar
jetzt laden (englisch, PDF, 10.17 MB)
kostenloses Probeexemplar Cover Probeexemplar
jetzt laden (englisch, PDF, 11.35 MB)
Interessante Links:
  • www.hausgeraete-test.de
  • www.heimwerker-test.de
  • hifitest.de/shop/
Allgemeine Händlersuche
Landkarte PLZ0 PLZ1 PLZ2 PLZ3 PLZ4 PLZ5 PLZ6 PLZ7 PLZ8 PLZ9

Klicken Sie auf Ihre PLZ oder wählen Sie ein Land

Händler des Tages

Hoer an Michael Imhof