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Kategorie: D/A-Wandler

Einzeltest: Henry Audio USB DAC 128 Mk 3


Einfach individuell

D/A-Wandler Henry Audio USB DAC 128 Mk 3 im Test, Bild 1
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Wer ernsthaft HiRes nutzen möchte, greift am besten auf USB zurück. Gerade beim Einstieg ist der Computer das Quellgerät der Wahl, denn schließlich besitzt heute im Normalfall jeder mindestens eine Art von Rechner. Laptops, Desktops oder auch Geräte wie Musikserver und Streamer, die im Prinzip nur besonders fokussierte Computer darstellen, sind alle für die Wiedergabe von hochauflösendem Material geeignet und praktisch alle besitzen heute einen USB-Ausgang für die Datenübertragung. Was man also noch benötigt, ist ein passender DAC, der als Bindeglied zwischen Computer und Audio-Elektronik genutzt wird.

Der norwegische Hersteller Henry Audio hat genau für diesen Zweck ein Gerät geschaffen, das jeden Computer zu einem echten HiFi-System machen soll. Dabei ist der schlicht USB DAC 128 genannte Wandler mittlerweile schon bei seiner dritten Generation angelangt.

D/A-Wandler Henry Audio USB DAC 128 Mk 3 im Test, Bild 2D/A-Wandler Henry Audio USB DAC 128 Mk 3 im Test, Bild 3D/A-Wandler Henry Audio USB DAC 128 Mk 3 im Test, Bild 4D/A-Wandler Henry Audio USB DAC 128 Mk 3 im Test, Bild 5D/A-Wandler Henry Audio USB DAC 128 Mk 3 im Test, Bild 6
Am enorm geradlinigen Konzept hat sich dabei nichts geändert, doch hier und da hat man den kompakten DAC mit der Mk 3 Version noch ein wenig optimiert.
Nach wie vor beschränkt sich der USB DAC 128 vollständig auf die Verarbeitung von USB-Signalen. S/PDIF-Anschlüsse gibt es darum keine und damit auch keine Tasten zur Quellenwahl. Gleichzeitig bedeutet dies aber auch, dass der Wandler vollkommen ohne Netzteil auskommt. Anstatt sich einer Steckdose zu bedienen, bezieht der 128 die benötigte Energie für den Betrieb direkt vom genutzten Quellgerät. Die Positionierung des DACs stellt also nirgends ein Problem dar, was auch an den sehr kompakten Abmessungen des Gerätes liegt. Auf, neben oder hinter einem Verstärker oder einem paar Aktivboxen wird man wohl stets ein Plätzchen für den Mk 3 finden. Anders als beim Vorgänger wurde der bisherige Micro-USB-Anschluss nun durch eine USB-B-Schnittstelle ersetzt. Das dürfte besonders Nutzer guter Kabel freuen, denn die Auswahl an hochwertigen Verbindungen ist hier deutlich höher als beim mittlerweile veralteten, wenn auch kleineren Anschluss des Vorgängers.
Die Abmessungen des Gehäuses sind von der Veränderung nicht betroffen, doch für die Mk 3 Variante überarbeitete Henry Audio die Hülle des kleinen, übrigens in Deutschlnad hergestellten Wandlers dennoch ein wenig. Statt dem zweiteiligen Gehäuse von einst, verfügt der USB DAC 128 nun über ein geschlossenes Stück Stranguss-Aluminium, das an Front und Rückseite mit angeschraubten Blenden verschlossen ist. So wirkt der Wandler noch ein wenig hochwertiger als zuvor, und gleichzeitig wird der minimalistische Eindruck des Designs noch zusätzlich verstärkt.
Trotz dem Verzicht auf mehrere Eingänge verfügt der USB DAC auf eine Anzeige an der Front. Dabei handelt es sich zwar nur um eine einzelne LED, doch diese ist für den Betrieb des Wandlers durchaus von Bedeutung. Henry Audio bietet Nutzern die Möglichkeit, den 128 in zwei unterschiedlichen Modi zu betreiben. Leuchtet die LED rot, ist die USB-Übertragung uneingeschränkt möglich. PCM-Signale mit bis zu 192 kHz bei 24 Bit können so nativ verarbeitet werden. Alternativ kann man aber mit einem der beiden Knöpfe an der Rückseite, den genutzten USB-Standard von 2.0 auf 1.0 heruntersetzen, woraufhin das Lämpchen auf grün wechselt. Doch warum sollte man seinen DAC künstlich einbremsen, wenn er eigentlich größeres Potenzial besitzt? Windows 7 Nutzer mögen die Antwort kennen, denn bei der Verwendung von USB 1.0 benötigt man auch bei Microsofts älterem Betriebssystem keinen zusätzlichen Treiber. Zwar wird die maximale Abtastrate von 192 auf 48 kHz reduziert, doch dafür reicht so der Anschluss per Kabel um den DAC spielbereit zu machen. Nutzer von Windows 10, Mac- und Linux-User interessiert dies weniger, denn Treiber sind hiernicht von Nöten, doch auch heute laufen eben noch eine große Anzahl an Windows 7 Rechnern. Wer möchte kann mit Hilfe des verfügbaren Treibers auch hier mit 192 kHz arbeiten, doch wer hauptsächlich CD-Rips hört, erleichtert sich das Leben mit der Plug-and-Play-Variante deutlich. Allerdings wäre ein einfacher Knopf oder Schalter zum Umstellen des Modus sicher etwas bequemer gewesen als die gewählte Methode mit Drücken und Warten, für die ein Blick in die Anleitung unabdingbar ist.
Neben dieser recht rudimentären, aber letztlich sehr nützlichen Art der Übertragungs-Anpassung, bietet Henry Audio noch deutlich weitreichendere Möglichkeiten zur Individualisierung. Ganz bewusst und offiziell, ist der USB DAC 128 so konzipiert, dass Nutzer das Gerät nach ihren Wünschen anpassen können. Sowohl die Firmware wie auch die Platine im Innern sind als Open-Source Projekte entwickelt. Der Schaltplan kann online eingesehen werden und das Board ist bereits so vorbereitet, dass zusätzliche Bauteile eingesetzt werden können. Das benötigt natürlich ein wenig Fachwissen und das nötige Handwerkszeug, doch in Henry Audios Forum gibt es zahlreiche Beispiele für unterschiedliche Projekte rund um den kleinen Wandler.
Doch man muss keineswegs ein Programmierer oder Elektroingenieur sein, um Freude am 128 zu haben. Auch direkt aus der Verpackung heraus ist der Wandler bereits ein tolles Gerät. Zwischen Laptop oder Streamer und einem Verstärker platziert, lieferte der kleine USB DAC packenden Sound. Pearl Jams neues Album "Gigaton" wurde mit kernigem Drive versorgt, wobei der 128 bei "Dance Of The Clairvoyants" richtig ordentlich zupackte. Schnell wird der dynamische Einstieg mit Schlagzeug und druckvollem Bass von feinen Synthesizer-Klängen begleitet. In den oberen Frequenzbereichen arbeitete der AK4490 DAC von AKM Feinheiten gut heraus. Auch in Sachen Transparenz und Durchhörbarkeit lieferte der kompakte Wandler gute Ergebnisse. Höhere Auflösungen lassen die Bühne ein wenig größer wirken als CD-Rips, so dass Windows-Nutzer mit entsprechender Sammlung auf die Installation des Treibers nicht verzichten sollten. Durch die Bank hinweg wirkte der 128 aber sehr ausgeglichen und ungemein alltagstauglich.

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Fazit

Die tollen klanglichen Leistungen und die Einfachheit seiner Nutzung machen den USB DAC 128 schon zu einem sehr interessanten Gerät. Zu einer echten Empfehlung macht ihn dann aber auch sein sehr erschwinglicher Preis. Wer schon einen Verstärker oder Aktivboxen sein eigenen nennt und seinen Laptop unkompliziert als Quellgerät für HiRes nutzen möchte, bekommt von Henry Audio einen wunderbaren Partner an die Hand. Dank des Open-Source-Gedankens hinter dem Projekt ist letztlich sogar eine Aufrüstung möglich, doch auch wer einfach unkompliziert Musik hören will, ist mit dem kleinen Norweger wunderbar bedient.

Preis: um 350 Euro

Ganze Bewertung anzeigen

D/A-Wandler

Henry Audio USB DAC 128 Mk 3

Einstiegsklasse

4.5 von 5 Sternen

-

Bewertung 
Klang 70%

Ausstattung 15%

Bedienung 15%

Ausstattung & technische Daten 
Vertrieb Henry Audio, Hvalstad (NOR) 
Internet www.henryaudio.com/de 
Abmessungen (B x H x T in mm) 114/35/114 
Anschlüsse:
Unterstützte Abtastraten: PCM bis maximal 192 kHz, 24 Bit 
Eingänge: 1 x USB-B 
Ausgänge: 1 x RCA Stereo 
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Philipp Schneckenburger
Autor Philipp Schneckenburger
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Datum 14.05.2020, 14:16 Uhr
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Interessante Links:
  • www.hausgeraete-test.de
  • www.heimwerker-test.de
  • hifitest.de/shop/
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