Kategorie: D/A-Wandler

Streaming-DAC · Keces Euphony


Der stille Arbeiter

D/A-Wandler Keces Euphony im Test, Bild 1
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Keces präsentiert unter dem Namen „Euphony“ eine vielseitige Digitalzentrale im Kompaktformat: Der neue DAC kombiniert D/A-Wandler und integrierten Netzwerk-Streamer in einem Gehäuse und vertraut dabei zu Recht auf die eigene Expertise bei Stromversorgung und diskreter Schaltungstechnik.

Die taiwanische Marke Keces Audio hat sich über die Jahre vor allem mit ihren hochwertigen Linearnetzteilen und kompakten Verstärkern einen Namen gemacht. Die Maxime, alle Störabstände quasi schon vor der Quelle – sprich: bei der Stromversorgung – zu optimieren, war der Anfang einer inzwischen sehr umfangreichen Produktpalette. Mit dem Euphony präsentiert Keces nun eine Allin- One-Lösung für digitale Signale, die sich als klassischer DAC ebenso versteht wie als Streaming-Client, ohne auf externe Netzwerk- Spieler angewiesen zu sein.   

Technik und Design

  
Das solide, aus gebürstetem Aluminium gefertigte Gehäuse misst kompakte 220 x 220 x 66 mm bei einem Gewicht von glatten drei Kilogramm. Die Optik ordnet sich der Funktion unter: Ein paar LEDs und minimalistische Bedienelemente zieren die Front.

D/A-Wandler Keces Euphony im Test, Bild 2D/A-Wandler Keces Euphony im Test, Bild 3D/A-Wandler Keces Euphony im Test, Bild 4
Die technischen Schmankerl finden sich im Inneren, wo Keces in Sachen Stromversorgung alle Register zieht: Ausgangspunkt ist der „HSonic“- Ringkerntransformator, der vollständig im eigenen Haus entwickelt und gefertigt wird. Er ist darauf optimiert, mechanisches Brummen sowie elektromagnetische Einstreuungen auf ein absolutes Minimum zu reduzieren und gleichzeitig eine sehr stabile Stromlieferfähigkeit zu gewährleisten. Um eine gegenseitige Beeinflussung der funktionellen Einheiten konsequent zu vermeiden, verfügt der Euphony über streng getrennte Stromversorgungszweige für die Digital-, Analog- und die Mikrocontroller- Sektion.   

Digitale Präzision und diskrete Analogstufe 

 
Auch bei der digitalen Signalverarbeitung wurde ein hoher Aufwand betrieben. Der Audioprozessor ist laut Hersteller speziell auf eine optimale Balance aus digitaler Filterung, Timing und Stabilität abgestimmt. So soll sichergestellt werden, dass hochauflösendes Material seine musikalische Energie und Detailfülle behält, bevor es in ein Analogsignal gewandelt wird. In der analogen Ausgangsstufe verzichtet Keces komplett auf gängige Operationsverstärker von der Stange und setzt stattdessen auf ein vollständig diskret aufgebautes Netzwerk aus Einzelbauteilen. Dieser Schritt dient dazu, dynamische Einschränkungen zu umgehen, Verzerrungen zu minimieren und soll dem Klangbild mehr Körper im Mitteltonbereich sowie eine gesteigerte Abbildungsstabilität verleihen. Die symmetrische Signalausgabe erfolgt über hochwertige Neutrik-XLR-Buchsen, während für den unsymmetrischen Weg vergoldete Cinch-Buchsen verwendet werden. Digital nimmt das Gerät Signale über USB (PCM bis 32 Bit / 384 kHz, DSD256), optisch und koaxial (jeweils bis 24 Bit / 192 kHz) entgegen und kann diese bei Bedarf auch digital durchschleifen.   


Netzwerk & Streaming 

 
Das integrierte Streaming-Modul macht externe Zuspieler überflüssig. Die Anbindung an das Heimnetzwerk erfolgt über Ethernet oder Dualband- WLAN (2,4 / 5 GHz). Zudem ist Bluetooth 5.1 an Bord. Um zu verhindern, dass hochfrequente Störungen aus dem Netzwerk die empfindliche Wandlersektion klanglich beeinträchtigen, wurde bei der Integration des Streaming-Moduls, wie oben beschrieben, besonderer Wert auf die Isolierung der Strom- und Signalwege gelegt. Der Euphony unterstützt TIDAL Connect, Spotify Connect und DLNA. Über die App lassen sich Dienste wie Qobuz oder Deezer einbinden; die Formatunterstützung reicht von MP3 über FLAC und ALAC bis hin zu WAV. 

Praxis 

 
Für den Hörtest habe ich den Euphony sowohl in mein Firmen- wie auch in mein privates Setup integriert.

D/A-Wandler Keces Euphony im Test, Bild 3
Keces´ Expertise bei der Stromversorgung kann man auch hier sehr gut erkennen.
Dank seiner kompakten Abmessungen lässt sich der Keces spielend überall unterbringen. Die Netzwerkeinbindung per App ist nicht sensationell komfortabel, aber letztlich machbar. Keces greift hier auf Universallösungen zurück, aus denen man sich am besten die App aussucht, die einem am ehesten entgegenkommt. Im laufenden Betrieb zeigt der Euphony, dass die technischen Angaben auch praxisgerecht funktionieren: Der Aufwand bei der Stromversorgung äußert sich in einer perfekten Stille in Sachen Nebengeräusche. Vor diesem schwarzen Hintergrund arbeitet die diskrete Analogstufe feine Details sauber heraus. Die vom Hersteller versprochene „Mitten-Dichte“ ist tatsächlich nachvollziehbar – Instrumente und Stimmen erhalten eine sehr glaubhafte physische Präsenz, ohne dass bestimmte Frequenzbereiche künstlich betont werden. Gerade über meine Vintage-Anlage zuhause mit den extrem empfindlichen Lowther-Breitbändern im Horn kann ich das genau nachvollziehen. Insbesondere bei so sparsamen Arrangements wie dem extrem laid-back gespielten „Idle Moments“, dem Titeltrack des Blue-Note-Albums von Grant Green, sind diese Ausgewogenheit und das Timing extrem wichtig, um die fast schon quälend langsame Interpretation zusammenzuhalten, damit es eben bei diesem „fast“ bleibt. Wenn nämlich von der Quellenseite her alles passt, wie eben beim Keces Euphony, dann freut man sich über die bei aller Langsamkeit extrem souveräne Spielweise der Protagonisten, die jedem Instrument viel Raum zur Entfaltung lässt und diese uralte Aufnahme in ihrer ganzen Faszination wieder aufleben lässt. Die räumliche Darstellung bleibt aber auch bei dichteren Arrangements jederzeit stabil und präzise ortbar, wie ich beim neuesten Werk der Gorillaz feststellen durfte. Dynamik ist ebenfalls in jeder musikalischen Lebenslage in Hülle und Fülle vorhanden. So macht digitales Musikhören Spaß!  

Fazit

Der Keces Euphony glänzt vor allem durch seine sehr durchdachte Signalverarbeitung und sein sorgfältiges Netzteillayout und ist damit in seiner Preisklasse klanglich ganz weit vorne!

Den Test finden Sie in der HiFi Test 5/2026. Das Heft ist in unserem Shop als e-paper oder als Print-Ausgabe erhältlich

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Kategorie: D/A-Wandler

Produkt: Keces Euphony

Preis: um 1199 Euro

Ganze Bewertung anzeigen


9/2026
5.0 von 5 Sternen

Spitzenklasse
Keces Euphony

9/2026

Keces Euphony
KLANGTIPP
Bewertung 
Klang 70%

5 von 5 Sternen

Labor 15%

5 von 5 Sternen

Praxis 15%

4.5 von 5 Sternen

Ausstattung & technische Daten 
Kategorie Streaming-DAC 
Preis: 1.199 Euro 
Vertrieb: Robert Ross Audiophile Produkte 
Internet: www.keces-audio.de 
Ausstattung
Ausführungen Schwarz 
Abmessungen (B x H x T in mm): 220/166/220 
Gewicht:
Digital-Eingänge (opt./elektr./USB) 1/1/1 
Digital-Ausgänge (opt./elektr.) 1/1 
Analoge Ausgänge: Cinch (24k vergoldet), XLR (Neutrik verriegelbar) 
Netzwerk LAN (10/100M), WLAN (802.11 b/g/n/ac, 2,4/5 GHz), Bluetooth 5.1 
Streaming TIDAL Connect, Spotify Connect, DLNA, Qobuz, Deezer, TuneIn u.a. 
Besonderheiten vollsymmetrische diskrete I/V-Wandlung, proprietärer H-Sonic™ Trafo, isoliertes Streaming-Modul, 3 getrennte Netzteile 
+ hervorragender Klang 
+ diskreter Signalweg ohne OP-Amps 
+ Anschlussvielfalt 
Klasse Spitzenklasse 
Preis/Leistung hervorragend 
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Autor Thomas Schmidt
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Datum 03.09.2026, 09:59 Uhr
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