Kategorie: D/A-Wandler, Zubehör HiFi

Systemtest: Matrix Audio Element i, Keces P3


Energieschub

D/A-Wandler Matrix Audio Element i, Keces P3 im Test , Bild 1
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Externe Netzteile können Fluch und Segen gleichermaßen sein. Es kommt halt darauf an, welchen Stromlieferanten man verwendet.

HiFi-Redakteure kritisieren Geräte gerne einmal wegen ihrer Stromversorgung per externem Schaltnetzteil, was zwei Gründe hat. Erstens bedeutet es, dass die Entwickler des jeweiligen Gerätes üblicherweise keine eigene Stromversorgung entwickeln wollten und sich aus dem Regal von Zulieferern bedienen. An sich keineswegs verwerflich, vor allem wenn das Gerät eher kostengünstig hergestellt und angeboten werden soll. Im High-End-Bereich ist dies aber eine andere Sache. Hier kommt mit der Signalverarbeitung auch der zweite Aspekt hinzu. Die kleinen Steckernetzteile, die man an praktisch allen modernen Elektrogeräten findet, arbeiten mit einer sehr hohen Frequenz an Schaltvorgängen. Bei Lampen oder Küchengeräten ist dies kein großes Problem, doch hochwertige HiFi-Komponenten, gerade im digitalen Bereich, reagieren darauf.

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Jeder Schaltvorgang kann sich auf die Signalintegrität auswirken und damit letztlich auch auf den Klang. Doch wie für praktisch alle Probleme im Hörraum kann man auch hier mit dem richtigen Equipment nachhelfen, denn Hersteller wie Keces haben sich auf hochwertige Stromversorgungen für kompakte Audiosysteme spezialisiert. Gerade bei dieser Gerätekategorie kommen oft externe Netzteile zum Einsatz, einerseits wegen der angesprochenen Kosten, aber auch wegen der Platzanforderungen. Da das Netzteil meist außer Sicht zum Einsatz kommt, sind die Abmessungen für die Stromversorgung eher zu vernachlässigen. Was unserem Testgerät, dem Keces P3 durchaus zugutekommt, denn mit etwa zwanzig Zentimetern Breite und Tiefe benötigt man doch etwas mehr Raum als bei einem kleinen Kasten an der Steckdose. Dafür gibt es hier ein gut verarbeitetes Gehäuse aus Aluminium und natürlich eine anständige Versorgung mit Gleichstrom. Dafür nutzt Keces im P3 einen enormen Ringkerntrafo, mit dem sogar zwei Geräte gleichzeitig beliefert werden können. Auf der Rückseite befinden sich dafür zwei Hohlsteckeranschlüsse mit 2,5 Millimetern, die mit den beigelegten Kabeln und Adaptern auch an Geräten mit 5,5-Millimeter-Eingang genutzt werden können. Der Erste Anschluss bietet wahlweise 5, 7 oder 9 Volt Spannung. Der zweite arbeitet mit 12, 15 oder 16 Volt. Bis zu 3 Ampere stehen an jedem der Anschlüsse zur Verfügung und für eine einfache Handhabung können die Spannungen per Schalter unkompliziert eingestellt werden. Das Linearnetzteil ist damit perfekt aufgestellt, um mit einer großen Zahl von Systemen auf dem Markt genutzt zu werden. Um die Auswirkungen des Netzteils auf ein solches Kompaktsystem auszuprobieren, haben wir uns zu unserem P3 auch noch den neuen Matrix Audio Element i kommen lassen. Eine passende Kombination, die vom deutschen Vertrieb zu einem Sonderpreis angeboten wird. Das kleinste Gerät der Element-Serie bietet eine Menge Funktionen auf wenig Raum, weshalb für eine interne Stromversorgung einfach kein Platz in dem kleinen Gehäuse war. Genau dieses ist bei Matrix Audios Streming-DAC wirklich hübsch geraten, denn die Element-Serie soll besonders vielseitige, moderne Geräte beinhalten, die nicht nur im Rack eingesetzt werden können, sondern auch in Wohnsituationen. Dank der integrierten Vorstufenfunktion und des Kopfhörer-Anschluß an der Front bietet sich der Einsatz mit einem Paar Aktivboxen oder mit dem Laptop am Schreibtisch an. Beim Einsatz mit Endstufen oder Vollverstärkern macht der Element i sich ebenfalls gut. Ein helles Display, zwei Funktionstasten und der Drehregler reichen zur Bedienung prinzipiell aus, doch per App oder Fernbedienung ist es natürlich noch etwas bequemer. Obwohl der Streaming-DAC als Kompaktsystem konzipiert ist, ließ es Matrix Audio auch bei seinem Kleinsten nicht an technischer Finesse mangeln, denn schließlich sind hochwertige Komponenten und Bauteile eines der Markenzeichen des Herstellers. Ein Dual-Core-ARM-Prozessor arbeitet auf einer eigens für den Element i entwickelten Platine. Für die Wandlersektion nutzt Matrix die neue Referenzserie von ESS und platziert einen ES9028Pro recht nah an den analogen Ausgängen des Gerätes. Im Sinne der Vielseitigkeit sind XLR- und Cinchausgänge an der schmalen Rückseite zu finden. Nicht schlecht für ein System dieser Kategorie. Auch in Sachen Inputs ist der Element i vorne mit dabei. Netzwerkinhalte holt sich der Streamer per Ethernet oder WLAN, während lokale Speichermedien wie externe Festplatten an den beiden USB-A-Anschlüssen ausgelesen werden. Der Player unterstützt dabei die gängigen PCM-Formate inklusive FLAC und DXD. Dazu ist er außerdem in der Lage, MQA-codierte Dateien auszulesen und DSD-Bitstreams abzuspielen. Die DAC-Sektion bietet Standards wie S/PDIF in koaxialer und optischer Variante, dazu einen USB-B-Eingang und sogar eine HDMI-Schnittstelle, die beispielsweise mit dem X-SPDIF-2-Interface von Matrix Audio zusammenarbeiten. Hier lassen sich auch die maximal möglichen Abtastraten des Element i nutzen, die durchaus beeindrucken. PCM wird vom Wandler mit bis zu 768 kHz verarbeitet und bei DSD bewegt sich der DAC mit seiner Kompatibilität zu DSD1024 im obersten Bereich. Auch bei der Verwendung von USB können immer noch 384 kHz und DSD256 genutzt werden. Bei der Wandlung der Signale lässt sich außerdem eine Reihe von Filtern und Zusatzfunktionen einschalten, um das Gerät auf den eigenen Hörgeschmack abzustimmen oder die Signalverarbeitung zu optimieren. Für den Klang kann man aus sieben PCM-Filtern und drei für DSD wählen. Bei der Signalverarbeitung werden Funktionen zur Bekämpfung von Quantisierungsrauschen und Jitter geboten. Technik und Funktionsvielfalt sind beim Element i auf enorm hohem Niveau und auch die Verarbeitung und das allgemeine Design wissen absolut zu überzeugen. Ein wenig nachbessern könnte man bei der zugehörigen App, und bevor wir darauf genauer eingehen, sei gleich einmal gesagt, dass Matrix Audio genau das bereits macht. Seit dem letzten Test eines der Element-Geräte hat sich schon viel getan und regelmäßige Updates bringen stetige Verbesserung. Bei unserem Test gab es dennoch kleine Nickligkeiten, wie das zögerliche Cachen der Coverbilder und ein wenig Hin und Her beim Einrichten des Netzwerkspeichers, der mithilfe des SMB-Pfades eingegeben werden muss. Ansonsten läuft die App stabil, ist weitestgehend übersichtlich gestaltet und bietet eine toll funktionierende Suchfunktion. Tidal ist bereits integriert und auch Qobuz soll in naher Zukunft mit dem MA-Player funktionieren. Abseits der eigenen App kann der Element i auch per AirPlay oder mit Roon gesteuert werden. Beim Streaming oder als DAC zeigt Matrix Audios kleines Multitalent dann wirklich, was in ihm steckt. Das kann man sogar recht wörtlich nehmen, denn der Element i legt Qualitäten an den Tag, wie sie typisch für einen DAC-Chip der ESS-Pro-Reihe sind. Da wäre die wunderbare Kombination von großem Dynamikumfang und enormer Präzision. Bei Jamison Ross‘ „All for One“ machte sich dies gerade durch die Drums des Amerikaners bemerkbar. Zarte Anschläge an die Becken auf der einen Seite, dazu blitzartig einsetzende Treffer der Sticks auf die Snares, deren Schwingungen straf auf den Hörer zumarschieren. Im Hintergrund kerniger Bass mit Druck, der eine gute Mitte zwischen zu diffus und zu lokal findet. Schnell ertappt man sich dabei, wie der eigene Kopf mit sachtem Nicken jede Berührung von Sticks auf Trommeln oder Becken goutiert. Tauscht man nun das beigelegte Netzteil mit dem Keces P3, zeigt sich allerdings, wie viel Raum nach oben da eigentlich noch ist. Der nun nochmals deutlich dunklere Hintergrund erlaubt es dem Element i, die Komponenten noch differenzierter abzubilden. Bei den sachten Klängen von Bill Stewards „Space Squid“ macht sich dies wunderbar bemerkbar und gerade die Feindynamik macht noch einen Sprung nach vorne. Dazu wirkt alles ein wenig direkter und klarer. Mit zunehmender Abtastrate zieht der Streaming-DAC mehr und mehr Details aus den Aufnahmen und auch der Raum öffnet sich, was besonders bei Orchestern einen schönen Effekt hatte. Die Kombination aus Element i und P3 lieferte angenehm lebendigen Sound mit viel Energie. Genau auf die kommt es eben auch bei den Komponenten der Anlage an.

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Fazit

Der Matrix Audio Element i bietet enorme Flexibilität und Spielfreude auch für kleinere Anlagen. Passend dazu empfiehlt sich klar die Verwendung eines guten externen Netzteils. Das Keces P3 ist eine tolle Möglichkeit, auch kleineren Systemen einen Extrakick zu geben und mit wenig Aufwand den Sound zu optimieren.

Preis: um 1300 Euro

D/A-Wandler

Matrix Audio Element i


12/2019 - Philipp Schneckenburger

Preis: um 400 Euro

Zubehör HiFi

Keces P3


12/2019 - Philipp Schneckenburger

Ausstattung & technische Daten: Matrix Audio Element i
Preis: um 1.300 Euro (im Bundle mit P3 1.600 Euro) 
Vertrieb: Robert Ross Audiophile Produkte, Denkendorf 
Telefon: 08466 905030 
Internet www.robertross.de 
Abmessungen (B x H x T in mm) 240/55/190 
Eingänge WLAN, Ethernet, 1 x USB-B, 2 x USB-A, 1 x I²S HDMI, 1 x S/PDIF koaxial, 1 x Toslink optisch 
Unterstützte Formate: MP3, WMA, AAC, OGG, APE, ALAC, FLAC, WAV, AIFF, MQA, DXD, DSD 
Unterstützte Abtastraten: PCM bis 768 kHz, 24 Bit DSD bis DSD1024, 22,4 MHZ, 1 Bit 
Ausgänge: 1 x XLR Stereo, 1 x RCA Stereo, 1 x 6,3-mm-Kopfhörerausgang (vorne) 
checksum: Der Matrix Audio Element i bietet enorme Flexibilität und Spielfreude auch für kleinere Anlagen. Passend dazu empfiehlt sich klar die Verwendung eines guten externen Netzteils. Das Keces P3 ist eine tolle Möglichkeit, auch kleineren Systemen einen Extrakick zu geben und mit wenig Aufwand den Sound zu optimieren. 
Ausstattung & technische Daten: Keces P3
Preis: um 400 Euro 
Vertrieb: Robert Ross Audiophile Produkte, Denkendorf 
Telefon: 08466 905030 
Internet: www.robertross.de 
Abmessungen B x H x T: 220/66/220 
Eingänge: 1 x Kaltgeräte 230 Volt 
Ausgänge: 1 x 2,5 mm 5/7/9 Volt 3 Ampere, 1 x 2,5 mm 12/15/16 Volt 3 Ampere 
checksum Der Matrix Audio Element i bietet enorme Flexibilität und Spielfreude auch für kleinere Anlagen. Passend dazu empfiehlt sich klar die Verwendung eines guten externen Netzteils. Das Keces P3 ist eine tolle Möglichkeit, auch kleineren Systemen einen Extrakick zu geben und mit wenig Aufwand den Sound zu optimieren. 
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Autor Philipp Schneckenburger
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Datum 26.12.2019, 10:00 Uhr
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