Kategorie: D/A-Wandler

Einzeltest: Meridian Explorer


Raumausnutzung

D/A-Wandler Meridian Explorer im Test, Bild 1
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Irgendwie finde ich es ja gut, dass Meridian kontinuierlich die Schiene mitfährt, die wir in EINSNULL verfolgen. Das Sooloos-System aus diesem Hause war damals mit das erste highendige Musikserver-System mit allen Schikanen, und jetzt wird auch die Computer-Audio- Fraktion mit einem besonderen Schätzchen bedient.

Peripherie:


 Quellen: Apple MacBook Pro, OSX 10.8.3, iTunes 11, Sonic Studio Amarra 2.85, Apple MacBook Pro, Windows 7 Home, JRiver Media Center 18
 Vorstufe: Rogue Audio Ninety Nine
 Endstufe: Stereo 90
 Lautsprecher: Speaker Heaven Network Edition 30, Klang+Ton „Nada“
 Kopfhörer: V-MODA, Fischer Audio

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Meridian Explorer heißt das gute Stück und soll dem Unternehmen Zugang zu bisher unerreichten Zielgruppen und dem Benutzer perfekten Klang vom Computer einbringen. Ganz ungewohnt für ein Produkt aus diesem Haus ist das in Cambridge zusammengesetzte Gehäuse, das gerade mal so groß ist wie ein Feuerzeug und in hübschem Alu-Design angeliefert wird. Der kleine USB-DAC, um mal endlich genau zu sagen, was der Meridian Explorer genau ist, fasst sich ungefähr so an wie die Fernbedienung eines Apple-TV. Das bedeutet: exzellent. Eigentlich ist er auch weit mehr als bloß ein USB-DAC. Er vereint USB-Wandler, Kopfhörerverstärker, D/A-Wandler und USB-Transport (USB-auf-S/PDIF-Umsetzer) in einem Gerät. Trotz der sehr kleinen Maße hat der schlanke Engländer sogar hinsichtlich seiner Anschlüsse eine Menge zu bieten. Zwei 3,5 Millimeter durchmessende Buchsen wurden an seiner Stirnseite untergebracht, wovon eine für den Anschluss eines Kopfhörers reserviert wurde. Die Buchse links davon hat‘s in sich, denn sie stellt sowohl analoge als auch digitale Signale zur Verfügung. Je nachdem, was man gerade braucht, kann man dort entweder ein analoges, im Pegel festes Ausgangssignal von ungefähr 2 Volt abholen oder unter Zuhilfenahme eines entsprechenden Adapters ein optisches Digitalsignal abzapfen. Drei kleine LED-Leuchtelemente kann man außerdem ausmachen, ihre Funktion ist die Anzeige der anliegenden Samplingrate.

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Wenn nur eine leuchtet, spielt man gerade 44,1/48 kHz, erhellen alle drei, dann sind es 176,4/192 kHz. Die Daten werden asynchron entgegengenommen, alle möglichen Samplingraten bis 192 kHz werden unterstützt. Dafür benötigt man unter Windows wie immer Treiberunterstützung. Diese können für Windows XP und Windows 7/8 auf der Meridian-Homepage (www. meridian-audio.com) heruntergeladen werden. Das sind übrigens ASIO-konforme Treiber, was hinsichtlich Klang und Latenz (wobei die für HiFi- Zwecke weniger wichtig ist) optimale Bedingungen schafft. Wer sich für den Abgriff des optischen Signals entscheidet, kann sich außerdem sicher sein, dass es so sauber wie möglich an den DAC weitergeleitet wird, denn es durchläuft natürlich vor der eigentlichen „Strom-auf-Licht- Wandlung“ Meridians bewährte Routinen zur Bereinigung. Ich bin mir ja schon darüber im Klaren, dass es für manch einen komisch klingt von einem sauberen Digitalsignal zu reden, denn man sollte ja meinen, dass ein digitales Signal immer schön brav Einsen und Nullen liefert und deswegen sowieso immer gleich aussieht. Schön wär‘s. Aus diesem Grund hat Meridian schon immer alles daran gesetzt, die digitale Ebene sauber zu halten. So kann auch derjenige, der schon einen guten Wandler zu Hause hat, von den Fähigkeiten des Explorers profitieren. Denn jeder Wandler profitiert, auch wenn durch SRC-Glieder oder andere Maßnahmen ernsthaft Jitterbekämpfung betrieben wird, von einem im Amplituden- und Zeitbereich einwandfreien Eingangssignal. Und genau das kann der kleine Engländer bieten. Er kann quasi als „Signalputzer“ zwischen Wandler und Computer geschaltet werden. Außerdem gibt es eine Menge DACs, die über USB noch adaptiv arbeiten, sich also den Takt vom jitterbehafteten Computer auferlegen lassen. Auch das wird unter Verwendung eines Explorers umgangen. Die Übertragungsstrecke gefällt mir extrem gut, von den in Anbetracht der physikalischen Größe des DACs überraschend hochwertigen Komponenten mal ganz abgesehen. Der verbaute XMOS-L1-Receiverchip erledigt genau eine, nichtsdestotrotz ganz wichtige Aufgabe: USB-Datenströme asynchron zu empfangen und über die von mir favorisierte Schnittstelle I2S weiterzuleiten. Genau so macht man das, wenn man es gut mit der Musik meint. Der DAC-Chip von Texas Instruments nimmt dieses Signal auf direktem Wege entgegen. Die direkte Kommunikation auf der I2S-Schiene ist dabei genau das, was mir an dem Kleinen ganz besonders gut gefällt. I2S, falls Ihnen das unbekannt sein sollte, ist die konsequenteste Übertragungsstrecke für digitale Signale, denn hier werden Signalwort, Bittakt und Worttakt getrennt übertragen. Das ist hinsichtlich Jitter beziehungsweise dessen Unterdrückung ein ganz feiner Weg. Zwei recht üppige Kondensatoren puffern und filtern die Stromversorgung und sorgen für den stabilen Stromhaushalt, auch im DAC-Ausgang befinden sich feine, diskrete Kapazitäten. Das ist ein mächtiges Stück Technik, das Meridian hier in ein feuerzeuggroßes Gehäuse packt, alle Achtung! Die Ausgangsstufe des Kopfhörerausgangs ist übrigens extrem elegant gelöst. Zwar muss der Pegel am Computer eingestellt werden, die Vorstufe arbeitet intern jedoch auf analoger Ebene, will sich also mit eventuell Auflösung vermindernder digitaler Lautstärkestellung nicht abgeben. Das ist natürlich der Königsweg und in einem Gerät dieser Größe absolut bemerkenswert, denn eine analoge Vorstufe vermutet man in diesem kompakten Gehäuse neben all der Digitalelektronik nun wirklich nicht.

Klang


Bemerkenswert ist die Kraft, die der Explorer an Kopfhörer verkörpert. Es gibt dynamische, trockene Bässe, jede Menge Ausdrucksstärke und all das gepaart mit viel Feinzeichnung und Rhythmusgefühl. Hier macht sich offensichtlich die aufwendige Putzarbeit bemerkbar. So kommen Stimmen sehr körperhaft und sauber abgebildet am Kopfhörer an, das komplette musikalische Geschehen wirkt extrem aufgeräumt. Auflösung ist bis zum Abwinken vorhanden, kein noch so kleines Detail wird verschluckt. Sehr fein, zumal diese detaillierte Spielweise so präsentiert wird, dass es in keiner Weise nervt oder das Ohr anstrengt. Nach dem, was Meridians neuer Spross an Kopfhörern unter Beweis stellt, musste ich mit einem ordentlichen Klinke-auf-Cinch-Kabel natürlich noch ausprobieren, ob er sich klar für den Heimeinsatz an einer ausgewachsenen HiFi-Anlage behaupten kann. Keine Frage, das kann er. Auch hier gibt es alle Tugenden, die ich schon im ersten Hörtest herausgestellt habe. Nach der gezeigten Leistung kann ich den Explorer uneingeschränkt sowohl für die mobile als auch für die stationäre HiFi-Fraktion empfehlen, denn sowohl an Kopfhörern als auch mit einer erwachsenen Anlage holt er einen Klang aus dem Ärmel, der sich gewaschen hat. Und das alles zu einem Preis, den man von einem Produkt aus dem Hause Meridian nicht erwartet hätte und der neben den klanglichen Vorzügen des Explorers dafür sorgen wird, dass viele Leute ins Thema einsteigen und sehr glücklich sein werden.

Fazit

Der Meridian Explorer hat mir einerseits aufs Neue gezeigt, dass die Spezialisten aus Cambridge auf dem Digitalsektor zu Recht ganz oben stehen, zum anderen hat er mich echt überrascht, denn ich hätte mich echt verschätzt, wenn mich jemand den Preis hätte raten lassen. Tolles Angebot.

Preis: um 300 Euro

D/A-Wandler

Meridian Explorer

Referenzklasse


05/2013 - Christian Rechenbach

 
Ausstattung & technische Daten 
Preis: 300 
Vertrieb: Audio Reference, Hamburg 
Telefon: 040 53320359 
Internet www.audio-reference.de 
Abmessungen (B x H x T in mm) 105/33/2 
Eingänge 1 x Mini-USB (asynchron, bis 192 kHz, 24 Bit) 
Ausgänge: 1 x Headphone (3,5er-Klinke) / 1 x analog (3,5er-Klinke) / 1 x S/PDIF Toslink Mini-Plug (bis 96 kHz, 24 Bit) 
Besonderes analoge Lautstärkeregelung, Treiber notwendig 
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Christian Rechenbach
Autor Christian Rechenbach
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Datum 27.05.2013, 10:41 Uhr
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Topthema: Meters Level Up
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