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Kategorie: DLNA- / Netzwerk- Clients / Server / Player

Einzeltest: Lindemann Limetree Network


Unter den Linden

18720

Noch immer werden Kompaktsysteme von vielen Nutzern eher argwöhnisch betrachtet. Dass die Größe eines Gerätes vom Sound eher unabhängig ist, möchte Lindemann mit den Limetree-Systemen zeigen.

Wie viel Streamer braucht man eigentlich? Bei der Firma Lindemann Audiotechnik aus Wörthsee anscheinend eher weniger, denn keines der Geräte, die hier hergestellt werden, würde man streng genommen als Vollformat bezeichnen. Die Musicbook- Serie gibt sich bewusst kompakt und wird aufgrund ihrer individuellen Optik am besten mit weiteren Komponenten der Reihe kombiniert. Etwas anders verhält es sich bei den Limetree- Systemen. Auch hier gibt es eine klare Designlinie, doch dank der besonders minimierten Abmessungen der Geräte und der eher unauffällig gestalteten Gehäuse lassen sich damit bestehende Anlagen wunderbar erweitern. Neben Phonostufe und Kopfhörerverstärker gilt dies besonders für den Limetree Network, der es sehr unkompliziert möglich macht, ein bisher analoges Setup um digitale Musikwiedergabe zu ergänzen. Mit nur wenig mehr als zehn Zentimetern Kantenlänge bei einer Höhe von knapp vier Zentimetern gehört der Limetree klar zu den kleinsten Vertretern seiner Zunft. Um diese Gerätegröße umsetzen zu können, ist das Netzteil natürlich ausgelagert, sodass man dafür an der Steckdose ein wenig Raum verliert. Doch selbst hier hat man darauf geachtet, dass der schwarze Klotz so geformt ist, dass er zumindest genauso breit ist wie ein normaler Stecker und damit links und rechts genügend Platz für weitere Kabel bleibt.

Schön, dass man sich auch über solche Kleinigkeiten Gedanken gemacht hat. Das Gehäuse selbst ist wie bereits erwähnt eher unauffällig, bietet aber gute Materialstärken und ist sehr solide gefertigt. Ein kleines Lindenblatt auf der Oberseite reicht als Dekoration. Alles andere am Limetree ist hingegen rein funktionell. Ein Display erwartet bei einem Kompaktgerät natürlich niemand, doch einige wichtige Informationen teilt der Network dem Nutzer dennoch mit. So zeigen LEDs an, ob das Gerät eingeschaltet ist, welche Samplingrate genutzt wird und ob der DSD-Modus verwendet wird, auf den wir nachher noch genauer eingehen werden. Für alle anderen Einstellungen und Anzeigen wird selbstverständlich ein Tablet oder Smartphone genutzt. Dazu muss der Limetree aber erst einmal ins Netzwerk eingebunden werden, wofür der kleine Streamer alle nötigen Möglichkeiten parat hat. Trotz kleiner Abmessungen gibt es eine Ethernetbuchse, sodass auch die Verbindung per Kabel möglich ist. Ein Punkt, den andere Kompaktsysteme mittlerweile zugunsten von WLAN-Funktionalitäten gerne wegrationalisieren. Lindemann möchte dem Nutzer stattdessen die Wahl lassen und bietet Ethernet und WLAN, wobei dank WPS-Funktion auch die Einrichtung komplett kabellos vollzogen werden kann.

Preis: um 900 Euro

Lindemann Limetree Network


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