Kategorie: Fernseher Ultra HD und 8K

Einzeltest: Hisense H70NU9700


Große Bühne für starke Bilder

Fernseher Hisense H70NU9700 im Test, Bild 1
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Mit der Diagonale von 70 Zoll bzw. 178 cm präsentierte Hisense auf der IFA in Berlin seinen neuen „ULED-TV“-Boliden H70NU9700, den wir kurz nach der weltweit bekannten Messe auf den Prüfstand stellen konnten.

Die technische Ausstattung mit Full-LED-Backlight, Quantum Dots und 128 Dimming-Zonen, 100-Hertz-Panel und HDR-Wiedergabe ist der Grund dafür, dass wir den Hisense H70NU9700 in die Oberklasse eingruppieren. Damit muss er sich allerdings auch bei unserer Bewertung den Anforderungen dieser Klasse stellen. Hisense bezeichnet den H70NU9700 als „ULED-TV“. Da es sich bei ULED (technisch betrachtet) um die Kombination von LED-Backlight, Quantum Dots und einem LC-Display handelt, lautet für uns die am besten passende Display-Kategorie für diesen Fernseher „Q-LED“. Das Design des rund 36 Kilogramm wiegenden Schwergewichts ist schlicht und dezent, die Verarbeitungsqualität gut.

Fernseher Hisense H70NU9700 im Test, Bild 2Fernseher Hisense H70NU9700 im Test, Bild 3
Und auch die Ausstattung kann sich sehen lassen. 

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Ausstattung


Bei der Bewertung seiner Hardware-Ausstattung sammelt der riesige Ultra-HD-Fernseher Pluspunkte durch seine aufwendige Displaytechnik, die ihm eine besonders hohe Spitzenhelligkeit und damit einen gigantischen Dynamikumfang garantiert. Von seinen vier HDMI-Eingängen sind zwei nach dem HDMI-2.0-Standard für UHD und HDR mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde geeignet, die anderen zwei erfüllen mit HDMI 1.4 die Anforderungen für UHD-Bilder mit bis zu 30 Hz Bildfrequenz. Wer jetzt bei „HDMI 1.4“ hellhörig wird und an 3D denkt, sollte sich nicht zu früh freuen: 3D-Technik ist nämlich nicht an Bord. Als weitere Anschlussmöglichkeiten sind analoge YUV- und Composite- Video-Eingänge als Cinchbuchsen, ein optischer Digitalausgang und ein Kopfhörerausgang vorhanden. Darüber hinaus gibt es drei USB-Schnittstellen, von denen eine den HDMI-3.0-Standard unterstüzt. Über USB kann man Speichermedien andocken, um Videos (auch in 4K), Fotos oder Musik wiederzugeben; außerdem kann man eine USB-Festplatte für USB-Recording am Fernseher installieren. Die TV-Aufzeichnungen findet man hinterher im Untermenü „PVR“ des integrierten Mediaplayers wieder. Damit der Hisense seinen Aufgaben als Smart-TV gerecht werden kann, sind natürlich auch LAN und WLAN eingebaut. Bei der Software-Ausstattung sind uns im Test die Suchfunktion, mit der sich TV-Programme in der großen Senderleiste aufspüren lassen, und die insgesamt gut gestaltete Menüstruktur positiv aufgefallen. Die Möglichkeiten zur Farbkalibrierung mit Weißabgleich und Farbtonkorrektur bringen zusätzliche Pluspunkte. In diesem Bereich sollte allerdings nur ein Fachmann mit entsprechendem Messequipment Hand anlegen. 

Bedienung


Große, gut verständliche Symbole und eine nachvollziehbare Menüstruktur tragen dazu bei, dass sich die meisten Funktionen intuitiv erschließen. Die Fernbedienung trägt das ihrige mit einem zweckmäßigen Design und einer guten Kennzeichnung der Tasten zum Bedienkomfort bei. USB-Recording lässt sich einfach einrichten und nutzen. Zu bedenken ist jedoch, dass während einer Aufzeichnung keine andere Funktion genutzt werden kann. 

Smart-TV


Wie es sich für einen modernen Smart-TV gehört, gibt es beim H70NU9700 mehr als nur HbbTV, USB-Recording und Mirroring von einem Smartphone. Unter den Online- Apps des Fernsehers finden sich namhafte Video-Streamingdienste wie Youtube, Amazon Video, Wuaki und Netflix. 

Bildqualität


Allein schon durch seine schiere Größe von rund 1.4 Quadratmetern beeindruckt das Bild des Hisense-Fernsehers, der ein echtes Kinogefühl in die gute Stube bringen kann. Bei der pixelgenauen Darstellung von Ultra-HD-Bildern sowie beim Hochrechnen von Full-HD- und HDTV-Bildern gab sich der Hisense keine Blöße und beeindruckte durch seine großartige Helligkeit bei gleichzeitig tiefem Schwarz. Trotz des insgesamt guten Bildeindrucks hatten wie im Praxistest sowohl beim Fernsehen als auch bei Filmen wir „James Bond – Casino Royale“ den Eindruck, dass Hauttöne zu blass ausfallen, wobei wir im Bildmodus „Kino Nacht“ getestet haben. Im Kino-Modus war das Local Dimming zunächst deaktiviert. (Übrigens, der Bildmodus „Standard“ betont Details und Konturen über mäßig, sodass beispielsweise ältere TV-Produktionen wie die „Rosenheim Cops“ grieselig verrauscht ausschauen.) Der Hisense nutzt Quantum Dots, um ein leistungsstarkes Backlight mit RGB-Farbspektrum und sehr hoher Lichtausbeute zu erzielen. In unserem Test haben wir sogar in sehr dunklen Bildpartien (etwa am Anfang von „Casino Royale“) viele Details erkennen können. Die Bewegungskompensation des Hisense sorgt sichtbar für fließende Schwenks und Bewegungen, andererseits entstehen bei der Zwischenbildberechnung immer wieder Nebeneffekte wie zum Beispiel Halo-Artefakte. So waren die gut voreingestellten Bildmodi „Kino Tag“ und „Kino Nacht“ unsere Favoriten im Testlabor. Das Local Dimming, das mit 128 einzeln gesteuerten Zonen arbeitet, haben wir als Kontrastverstärker auf niedriger Stufe aktiviert. Übrigens nimmt der Kontrast bei seitlichen Betrachtungswinkeln stark ab, also bitte dem Fernseher möglichst genau gegenüber hinsetzen! HDR wurde über HDMI mit Ultra-HD-Blu-ray-Disks und über USB getestet. Der Hisense erkennt HDR10- Signale und schaltet automatisch auf die Hochkontrast- Wiedergabe um. Beim „Marsianer“ zeigten die Szenen, in denen großflächig der Nachthimmel zu sehen ist, einen typischen Nebeneffekt von Local Dimming: Unter dem Einfluss des Local Dimming nimmt man hellere und dunklere Bildbereiche wahr, wo theoretisch nur ein schwarzer Himmel mit weißen Sternen zu sehen sein sollte. Ultra-HD empfängt der Mega-TV über Satellit. Allerdings ist für die Wiedergabe von HDR-Videos per Satellitenempfang (im HLG-Verfahren) noch ein Firmware-Update erforderlich. 

Ton


Die unsichtbar eingebauten Lautsprecher werden durch zweimal 15 Watt Verstärkerleistung angetrieben und lassen sich über DSP-Programme oder per Equalizer-Einstellung im Klang beeinflussen. Im Test brachten sie einen satten Sound mit kräftigem Bassanteil.

Fazit

Der Hisense H70NU9700 bringt lebendiges Kino in Lebensgröße mit tageslichttauglicher Helligkeit in die eigenen vier Wände. Trotz leichter Schwächen bei der Farbwiedergabe macht der 178-cm-TV einen guten Eindruck bei Bild und Ton, zudem lässt er sich gut bedienen.

Preis: um 2700 Euro

Ganze Bewertung anzeigen

Fernseher Ultra HD und 8K

Hisense H70NU9700

Oberklasse

4.0 von 5 Sternen

12/2017 - Herbert Bisges

Bewertung 
Bild 40% :
Ausleuchtung 4%

Farbtreue (HDMI) 8%

Kontrastumfang (HDMI) 8%

Bewegtes Bild (HDMI) 7%

Gesamteindruck 8%

Bild DVB-Tuner 5%

Ton 5% :
Ton 5%

Ausstattung 30% :
Hardware 15%

Software 15%

Verarbeitung 5% :
Verarbeitung 5%

Bedienung 20% :
Fernbedienung 5%

Recording 5%

Menü Smart TV 5%

Menü Fernsehen 5%

Ausstattung & technische Daten 
Kategorie UHD-TV 
Vertrieb Hisense, Düsseldorf 
Telefon 0800 9000 169 
Internet www.hisense.de 
Messergebnisse
Maße mit Fuß (BxHxT, in mm) 1564/950/338 
Gewicht in kg 36.6 
Schwarzwert (cd/m2) 0.05 
ANSI-Kontrast 5280:1 
Farbtemperatur in Kelvin (Filmmodus) um 6200 
Stromverbrauch Betrieb/Standby 226,5/0,4 
EU Energielabel
Ausstattung
Bilddiagonale in Zoll / cm / Auflösung 70/178/3940 x 2160 
Bildfrequenz 100 Hz 
Dimming: Global / Zonen / Pixel Ja / Ja / Nein 
Tuner: DVB-T / -C / -S / -IP / HDTV 1/1/1/0/ Ja 
Bild im Bild / mit Twin-Tunern Nein / Nein 
HDMI / VGA /Cinch-AV 4/1/1 
HDMI: CEC / ARC / 3-D / UHD (4K) 4/1/ Nein /2 
Scart (in /out) 0/ Nein / Nein 
Audio-out: analog / opt. /koax /ARC 0/0/1/1 
Kopfhörer/separat einstellbar 1/ Ja 
Display-Port: 3D / UHD (4K) Nein / Nein 
Cardreader / LAN / WLAN Nein / Ja / Ja 
USB: 2.0 / 3.0 / Player / Recorder 2/1/ Ja / Ja 
EPG / Senderliste / Favoritenlisten Ja / Ja / Ja 
Online EPG / Multiroom: Server / Client Nein / Nein / Ja 
Internet: Portal / Browser / HbbTV Ja / Ja / Ja 
Einstellung pro Eingang / pro Bildsignal Ja / Nein 
Weißabgleich / Farbkalibierung Ja / Ja 
Raumlichtsensor Nein 
Fernbedienung beleuchtet / Funk / NFC Nein / Nein / Nein 
Sprach- / Gestensteuerung Nein / Nein 
Sonstiges HDR, VoD 
Preis/Leistung sehr gut 
+ gute Bilder von großer Helligkeit 
+ satter Sound 
+/- – Blickwinkelabhängigkeit 
Klasse Oberklasse 
Testurteil sehr gut 
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Herbert Bisges
Autor Herbert Bisges
Kontakt E-Mail
Datum 24.12.2017, 10:00 Uhr
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Topthema: Philips 65OLED936
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