Möchten Sie zur Seite für Mobilgeräte wechseln ? JaNein
Kategorie: Fernseher

Einzeltest: LG OLED 55B8SLC


Augen auf beim OLED-Kauf

17930

Im Allgemeinen gelten OLED-Fernseher – verglichen mit LED-LCD-TVs – als relativ hochpreisig. Beim Modell 55B8SLC aus dem Hause LG sind die Preise allerdings dramatisch gesunken – für uns ein willkommener Anlass, den smarten Fernseher auf den Prüfstand zu stellen.

Wer sich für einen OLED-Fernseher der Baureihe „B8“ von LG interessiert, sollte im Blick haben, dass es verschiedene Modellvarianten gibt, die unterschiedlich ausgestattet sind; auf der LGHomepage heißen sie kurz und knapp „B8“ und „B8S“. Unser Testgerät ist ein „OLED55B8S“ (genauer: 55B8SLC), der im Gegensatz zu einem üblichen B8 (z.B. OLED55B8LLA) nur mit einem einfachen TV-Multituner und einem abgespeckten Soundsystem ausgerüstet ist.


Design

Das Modell 55B8S bzw. 55B8SLC hat einen sichelförmig gebogenen Standfuß, den wir schon in ähnlicher Form von anderen LG-Fern sehern kennen, und der auf seiner Rückseite mit einem praktischen Kabelhalter für eine saubere Installation sorgt. Wie bei allen OLED-Fernsehern bietet der 55B8SLC eine besonders schicke Ansicht durch das wenige Millimeter dünne Display und ein insgesamt schlankes Design. So macht er auch bei einer Wandmontage (etwa mit dem schwenkbaren OLED-Wandhalter von Vogels) eine sehr gute Figur.


Ausstattung

Von einem Fernseher der Spitzenklasse erwarten wir in der Regel eine Twintuner-Ausstattung für DVB-S, -C und -T2, auch ein leistungsstarker USB-3.0-Anschluss wäre in der Spitzenklasse angesagt. Der hier getestete OLED55B8SLC hat einen einfachen Multituner und drei USB-Schnittstellen nach dem „langsameren“ USB-2.0-Standard an Bord. Damit fällt seine Hardware-Ausstattung knapper als bei anderen hochwertigen Fernsehern in dieser Qualitätsklasse aus. Immerhin ist USB- Recording möglich, auch wenn während einer TV-Aufnahme kein anderes Programm angeschaut werden kann. Andere OLED-B8-Modelle von LG sind mit TV-Twintunern ausgerüstet, die es erlauben, zwei verschiedene Programme gleichzeitig fürs Aufzeichnen und Anschauen zu nutzen. Lobenswert ist, dass es mehrere gute Möglichkeiten gibt, um den Ton über einen Kopfhörer oder eine Anlage wiederzugeben: Der Fernseher bietet einen klassischen Stereo-Kopfhörerausgang, einen optischen Digitalausgang und den HDMI-Audio-Rückkanal (ARC) sowie Bluetooth als drahtlose Technik.Mit vier Ultra-HD- und HDR-fähigen HDMI-Eingängen gibt es sehr gute Anschlussmöglichkeiten für DVD- oder Blu-ray-Player oder eine Spielekonsole. HDR-Signale werden zuverlässig erkannt und die Bildwiedergabe automatisch darauf eingestellt.

Die Technik des LG unterstützt HDR10, HLG, Dolby Vision und das in Studios verwendete Technicolor-HDR.Auf der Software-Seite ist unser Testgerät ebenfalls sehr gut ausgestattet; es gibt anwenderfreundlich gestaltete Bildschirmmenüs, eine umfangreiche Smart-TV-Ausstattung mit Streaming-Apps wie Amazon Video, Netflix und Maxdome, eine ordentlich arbeitende Sprachsteuerung (abhängig von der Internetverbindung zum Server) und gute Hilfefunktionen. Die Bedienung erschließt sich weitestgehend intuitiv. Zur Anwenderfreundlichkeit trägt auch bei, dass alle wichtigen Funktionen über Tasten auf der Fernbedienung zu erreichen sind. Bisweilen braucht es allerdings ein paar Sekunden, bis eine Anwendung startet. (Auf unseren Service-Seiten „Tipps und Tricks für smarte TVs“ finden Sie weitere Infos zur einfachen Bedienung.)


Bildqualität

Das Beste, was der OLED55B8S zu bieten hat, ist seine Bildqualität. Und die ist wirklich erstklassig. Diese Bildqualität ist auch der entscheidende Grund dafür, dass wir diesen Fernseher in die Spitzenklasse eingruppiert haben.Sehen wir uns zunächst die vorprogrammierten Bildmodi an: Nach der Inbetriebnahme ist der Stromsparmodus „Eco“ automatisch voreingestellt. Er bietet einen guten Kompromiss aus Energieeffizienz und Bildqualität. Der Bildmodus „Standard“ kommt etwas dynamischer daher, ist auf etwas kühler und frischer wirkende Farben sowie betonte Konturen abgestimmt. Mit der Bildeinstellung „HDR-Effekt“ lässt sich übliches Fernsehen mit zusätzlicher Bilddynamik aufhübschen, was freilich den Pfad der normgerechten Bildwiedergabe nach den bewährten TV-Standards verlässt.Unsere Favoriten unter den Bildmodi sind ganz klar die Bildmodi „Kino“ und „Experte“, weil die eine sehr originalgetreue Wiedergabe für Filme auf DVD, Blu-ray oder per Streaming bieten. Hier kommen Heimkinofans auf ihre Kosten – besonders dann, wenn es nicht allzu hell im Raum ist. Für ein maßvoll beleuchtetes Wohnzimmer halte ich „Experte Heller Raum“ mit OLED-Helligkeit 85 für eine gute Grundeinstellung. Damit lassen sich auch TVSendungen in HDTV angenehm anschauen, da der LG mit seinem Alpha-7-Prozessor über ein sehr gutes Upscaling (Hochrechnung auf UHD-Auflösung) verfügt.

Das Bild für HD-Material zeichnet sich durch eine sehr gute Schärfe, Natürlichkeit und den OLED-typischen Superkontrast mit perfektem Schwarz aus.Die neue Generation, zu der der bereits getestete OLED C9 gehört, arbeitet mit einer noch feineren Bildverarbeitung und bietet im Vergleich die höhere Dynamik bei HDR. Übrigens: Im Test nutzen wir die OLED-Fernseher ohne Energiesparfunktion, und belassen die OLEDHelligkeit bei 80 für Standard-Inhalte (ohne HDR).

Wer auf das typische Filmstottern, das man z.B. im Bildhintergrund von Kameraschwenks gut beobachten kann, lieber verzichtet und fließende Bewegungsabläufe bevorzugt, kann die Bewegungskompensation „Tru-Motion“ in jedem Bildmodus nach Bedarf und Augenmaß dosieren.

Trotz aller Hochleistungstechnik in der modernen Videoproduktion tritt bei Film und Fernsehen immer wieder Bildrauschen auf. Die Rauschfilter im 55B8S arbeiten in der Regel behutsam genug, um für klarere Bilder ohne allzu starke Nebeneffekte zu sorgen.


HDR-Wiedergabe

HDR-Bilder erkennt der LG-OLED zuverlässig, sei es HDR10 über Streaming oder von der Blu-ray-Disc, Hybrid Log Gamma (HLG) per Satellitempfang, oder Dolby Vision (vielfach bei Netfl ix und auf einigen UHD-Blu-rays). Bei LG gibt es für HDR die verschiedenen Bildmodi, ähnlich wie fürs Standard-Fernsehen. Mit dem Bildmodus „Kino HDR“ gibt es die besten Filmfarben, wie uns UHD-Szenen aus „Passengers“ und „Mad Max Fury Road“ mit funkelnden Spitzlichtern, einer guten Feinzeichnung in den dunklen und dunkelsten Bildbereichen und klaren Sternen im rabenschwarzen Nachthimmel sowie imposanten Explosionen. Die von uns labortechnisch ermittelte Spitzenhelligkeit im HDR-Kinomodus lag bei rund 600 cd/m2 (maximale Leuchtdichte einer Weißfl äche, die 10 Prozent des ansonsten schwarzen Bildschirms ausfüllt.)


Autocalibration

Unsere Bildanalyse mit dem VideoForge-Pro-Signalgenerator und der CalMan-Software von Spectracal zeigte schon mit dem vorprogrammierten Kinomodus die sehr gute Farbwiedergabe des OLED-TV. Den absoluten Feinschliff bekommt die Farbtreue erst durch eine individuelle Kalibrierung, die früher nur von wenigen Fachleuten mit viel Zeitaufwand durchgeführt werden konnte.Für alle 2018er- und 2019er-OLED-Fernseher von LG gibt es mit dem Calman-Autocal-Programm eine einfachere und schnellere Möglichkeit. Dank moderner Computertechnik und exakt ermittelten Korrekturwerten ermöglicht es Autocal engagierten Händlern, eine garantiert perfekte Kalibrierung in einem überschaubaren Zeitrahmen durchzuführen. Wer Wert auf ein perfekt abgestimmtes Bild legt, kann bei einem günstigen Kauf des 55B8S das gesparte Geld sinnvoll in die optimale Farbwiedergabe investieren.Wir haben in unserem Labor das Autocal-Programm eingesetzt und damit die Farbreinheit des OLED55B8S auf Referenzniveau gebracht.

Ton

Über das Bildschirmmenü hat man einen flotten Zugriff auf die Art der Tonausgabe. So kann man bei Bedarf die Tonwiedergabe von den unsichtbar eingebauten Kleinlautsprechern im Fernseher auf eine angeschlossene HiFi- oder Surroundanlage bzw. Soundbar umstellen. Im Alltagsbetrieb bietet die TV-Lautsprecherausstattung einen etwas belegten Klang ohne Tiefbass.

Fazit

Mit seiner erstklassigen Heimkino-Bildqualität sichert sich der LG OLED55B8SLC einen guten Platz in der Spitzenklasse unserer UHDTV- Bestenliste. Zum Redaktionsschluss war er bisweilen für weniger als die Hälfte des offiziell empfohlenen Preises von 2.099 Euro zu bekommen, ein echtes OLED-Schnäppchen bei solchen Angeboten!

Preis: um 2100 Euro

Ganze Bewertung anzeigen
LG OLED 55B8SLC

Spitzenklasse

4.5 von 5 Sternen

-

Bewertung 
Bild 40% :
Ausleuchtung 4%

Farbtreue (HDMI) 8%

Kontrastumfang (HDMI) 8%

Bewegtes Bild (HDMI) 7%

Gesamteindruck 8%

Bild DVB-Tuner 5%

Ton 5% :
Ton 5%

Ausstattung 30% :
Hardware 15%

Software 15%

Verarbeitung 5% :
Verarbeitung 5%

Bedienung 20% :
Fernbedienung 5%

Recording 5%

Menü Smart TV 5%

Menü Fernsehen 5%

Ausstattung & technische Daten 
Kategorie UHD-TV (OLED) 
Vertrieb LG, Eschborn 
Telefon 01806 115411 
Internet www.lg.de 
Messergebnisse
Maße mit Fuß (BxHxT, in mm) 1228/776/319 
Gewicht in kg 17.7 
Schwarzwert (cd/m2) 0.003 
ANSI-Kontrast 72.680:1 
Farbtemperatur in Kelvin (Filmmodus) um 6600 
Stromverbrauch Betrieb/Standby in W 128/0,4 
EU Energielabel
Ausstattung
Bilddiagonale in Zoll / cm / Auflösung 55/139/3840 x 2160 
Bildfrequenz 100 
Dimming: Global / Zonen / Pixel Nein / Nein / Ja 
Tuner: DVB-T2 / -C / -S/S2 / -IP / HEVC 1/1/1/0/ Ja 
CI+-Schnittstelle
Bild im Bild / mit Twin-Tunern Nein / Nein 
HDR: HDR10 / HDR10+ / HLG / Dolby Ja / Nein / Ja /• 
HDMI / Scart / Cinch-AV 4/0/0 
HDMI: CEC / ARC •/1 
Audio-out: analog / opt. / koax /ARC (umschaltbar)/1/0/1 
Kopfhöreranschluss / separat einstellbar 1/ Ja 
Bluetooth: Zubehör / Audio Ja / Ja 
Cardreader / LAN / WLAN 0/ Ja /• 
USB: 2.0 / 3.0 / Player / Rekorder 3/0/ Ja / Ja 
EPG / Senderliste / Favoritenlisten Ja / Ja /• 
Online-EPG / Multiroom: Server / Client Nein / Nein / Ja 
Internet: Portal / Browser / HbbTV •/•/• 
Smart-TV-System WebOS 
Bildeinstellung pro Eingang Ja 
Weißabgleich / Farbkalibrierung Ja / Ja 
Raumlichtsensor Ja 
Fernbedienung beleuchtet / Funk / NFC Nein / Ja / Nein 
Sprach- / Bewegungssteuerung Ja / Nein 
Sonstiges Sehr schlankes Design 
Preis/Leistung hervorragend 
+ Sehr gute HDR-Wiedergabe 
+ breiter Betrachtungswinkel, tolle Farben 
+/- Bedienung zum Teil etwas träge 
Klasse Spitzenklasse 
Testurteil überragend 
Neu im Shop:

Hifi Tassen, 4 neue Designs

>> Mehr erfahren
Dipl.-Ing.
Michael Voigt
Chefredakteur
hifitest.de
Markt für Consumer Electronics und Hausgeräte wächst trotz Pandemie

In diesen turbulenten Zeiten gibt es auch noch gute Nachrichten, wie eine aktuelle Studie der gfu Consumer & Home Electronics GmbH) belegt. Demnach entwickelt sich der Home Electronics Markt (Consumer Electronics und Elektrohausgeräte) entgegen früherer Prognosen durchaus positiv. Entsprechend erwartet die gfu Consumer & Home Electronics GmbH für das Gesamtjahr 2020 einen Umsatzzuwachs um rund drei Prozent auf rund 44 Milliarden Euro. Die erste Prognose vom Jahresanfang 2020 belief sich auf rund 43 Milliarden Euro. Gemäß der aktuellen gfu Prognose wird die Consumer Electronics-Sparte um rund vier Prozent auf knapp 29 Milliarden Euro (zuvor knapp 28 Mrd. Euro), der Elektrohausgeräte-Bereich (Elektro-Groß- und -Kleingeräte) um knapp zwei Prozent auf rund 15 Milliarden Euro wachsen.
>> Alles lesen

Dipl.-Phys.
Guido Randerath
Ressort Heimkino und Car Hifi
No-Name vs. Marke

Preisgünstige Produkte müssen nicht zwingend schlecht sein. In der Lebensmittelbranche beispielsweise kommt es vor, dass ein und dasselbe Produkt unter einem teuren Markenlabel sowie deutlich günstiger als No-Name im gleichen Supermarkt-Regal stehen. Doch wie verhält es sich bei Elektronik-Geräten?
>> Alles lesen

Dirk Weyel
DAB+, Digitales Fernsehen
DAB+ Angebot wächst

Das Angebot an DAB+-Radiosendern wurde mit dem Start des zweiten bundesweiten Multiplexes um acht zusätzliche Programme erweitert. Damit sind neben den regionalen Angeboten via DAB+ nun 21 Radioprogramme bundesweit zu empfangen.
>> Alles lesen

Elmar Michels
Ressort Car Hifi
Wohnmobil-Entertainment

Wohnmobile sind schwer angesagt und auch das Thema Entertainment wird bei Campern immer wichtiger. Daher ist die Nachrüstung von Campern auch hier bei uns ein Thema.
>> Alles lesen

Philipp Schneckenburger
Ressort Hifi und digitales Hifi
Kabellos guter Klang

Die Einschränkungen des öffentlichen Lebens werden langsam aber sicher wieder zurückgefahren und das schöne Wetter zieht die Menschen nach draußen. Ob im Garten, beim Joggen, oder im Park darf bei vielen Leuten die Musik per Bluetooth-Kopfhörer oder Lautsprecher nicht fehlen. Auf einige Dinge sollte man aber achten.
>> Alles lesen

Thomas Schmidt
Chefredakteur Hifi-Lautsprecher Testjahrbuch
Lautsprecher-Selbstbau 2020

In meinen Jugendzeiten war das Hauptargument für den Lautsprecher-Selbstbau der Kostenfaktor: Ausgewachsene Hifi-Boxen konnten wir uns nicht leisten, also schraubten wir billige Chassis von der Resterampe in irgendwelche Spanplattenkisten und nannten ein paar zufällig zusammengewürfelte Bauteile Frequenzweiche. Die Endergebnisse von damals möchte ich heute nicht vor dem Messmikrofon haben - Spaß gemacht hat es trotzdem.
>> Alles lesen

198_19920_2
Topthema: Darf es etwas mehr sein?
Darf_es_etwas_mehr_sein1602505873.jpg
Philips 65OLED935

Bereits für den 2019 vorgestellten 65OLED934 erhielt Philips zahlreiche Auszeichnungen, darunter den begehrten EISA-Award für den besten „Home Theatre TV“. Nun tritt der Nachfolger 935 an und beginnt eine ähnlich steile Karriere.

>> Mehr erfahren
Interessante Testportale:
  • www.smarthometest.info
  • www.heimwerker-test.de
  • www.hausgeraete-test.de
Allgemeine Händlersuche
Landkarte PLZ0 PLZ1 PLZ2 PLZ3 PLZ4 PLZ5 PLZ6 PLZ7 PLZ8 PLZ9

Klicken Sie auf Ihre PLZ oder wählen Sie ein Land

Händler des Tages

Herbert Bisges
Autor Herbert Bisges
Kontakt E-Mail
Datum 06.06.2019, 09:56 Uhr