Kategorie: Lautsprecher Stereo

Einzeltest: B&W Bowers & Wilkins CM6 S2


Ganz obenauf

Lautsprecher Stereo B&W Bowers & Wilkins CM6 S2 im Test, Bild 1
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Bowers & Wilkins – mit Produkten dieses Namens verbinden HiFi-Begeisterte aus aller Welt herausragende Klangqualität und beste Handwerkskunst. Das war bereits bei der 2006 eingeführten CM1 so und soll sich mit dem hier vorgestellten Lautsprecher CM6 S2 in bester Tradition fortführen. Die Zutaten dazu: feinste Komponenten, beste Verarbeitungsqualität und tadellose Konzeption. Wir testen, ob die Designer bei B&W gute Arbeit geleistet haben.

Als die CM-Lautsprecherserie von Bowers & Wilkins eingeführt wurde, hat sie sofort Begeisterungsstürme ausgelöst. Das Design war modern frisch, dabei zeitlos elegant und die Verarbeitung ohne Fehl und Tadel. Klanglich boten die CM-Modelle ebenfalls großartige Leistungen, so dass wir nun sehr gespannt sind, was sich die Ingenieure bei Bowers & Wilkins haben einfallen lassen, um die Neuauflage der Lautsprecher noch besser zu machen als zuvor.

Lautsprecher Stereo B&W Bowers & Wilkins CM6 S2 im Test, Bild 2Lautsprecher Stereo B&W Bowers & Wilkins CM6 S2 im Test, Bild 3Lautsprecher Stereo B&W Bowers & Wilkins CM6 S2 im Test, Bild 4Lautsprecher Stereo B&W Bowers & Wilkins CM6 S2 im Test, Bild 5Lautsprecher Stereo B&W Bowers & Wilkins CM6 S2 im Test, Bild 6
In der britischen Firma finden sich so einige Technologieträger, an der sich die Entwickler beim Design der neuen CM-Lautsprecherserie orientieren konnten. Betrachtet man das neue Kompaktmodell B & W CM6 S2, sind sofort Parallelen zu höherpreisigen Modellen zu erkennen. Augenfälligstes Merkmal ist der neu entwickelte und vom Korpus losgelöste Hochtöner des Zweiwege-Bassreflexsystems. Mit dem „Tweeter-on-top-Design“ übernahmen die Entwickler das bewährte Konstruktionsprinzip aus den bestens beleumundeten Referenzmodellen der Serie 800 Diamond. Natürlich darf auch das Markenzeichen der Bowers & Wilkins-Lautsprecher nicht fehlen – die Kevlarmembran. Seit 1974 verwenden die Briten dieses Membranmaterial, das im Laufe der Jahre stets weiter verbessert wurde. Die an sich weiche, labile Faser wird mit einem versteifenden Harz imprägniert und mit einer Faser versiegelnden und gleichzeitig dämpfenden Polymerschicht behandelt. So erzielt B&W das gewünschte Abstrahlverhalten und die Grundlage für den gewohnt überzeugenden Klang seiner Lautsprecher. 

Technik
In den für 1.900 Euro das Paar teuren Kompaktlautsprechern CM6 S2 sitzt an den entscheidenden Stellen weiterentwickelte Technik aus dem Hause Bowers & Wilkins. Beim Hochtöner handelt es sich um eine Neukonstruktion, die erstmals bei der Präsentation des Standlautsprechers CM10 vorgestellt wurde und jetzt Aufnahme in die gesamte CM-Serie fand. Beim neuen doppellagigen Hochtöner wird die Rückseite der dünnen Aluminiumkalotte durch eine zweite Kalotte mit herausgeschnittenem Mittelstück verstärkt. Dadurch lassen die Entwickler einen Hochtöner entstehen, der sehr leicht und steif ist sowie eine sehr hohe obere Grenzfrequenz erzielt. Dank der neuen Technik verschiebt sich die Aufbrechfrequenz von ehemals 30 kHz auf jetzt 38 kHz. Der Hochtöner mit Nautilusröhrchen sitzt in seinem eigenen Gehäuse und ist durch ein Gelkissen vom Lautsprecherkorpus entkoppelt. Dadurch wird eine Übertragung von Resonanzen auf die Hochtoneinheit verhindert. Die Frequenzweiche aus ausgesuchten Weichenbauteilen, die Kondensatoren stammen vom Kölner Spezialisten Mundorf, sorgt für die korrekte Anbindung des 165-mm-Tiefmitteltöners bei etwa 4.000 Hertz. Auf der Rückseite des handwerklich perfekt verarbeiteten Gehäuses sitzt ein Bassreflexkanal im bewährten Flowport-Design, dessen golfballähnliche Oberfläche für eine Reduzierung der Strömungsgeräusche sorgt. Die stabilen Bi-Wiring- Metallterminals überzeugen nicht nur optisch, sie haben Lautsprecherkabel und -stecker fest im Griff. 

Klang
Für unseren Hörtest platzieren wir die Bowers & Wilkins im Abstand von etwa 2,5 Metern voneinander frei im Raum stehend auf den FS-CM-S2 Standfüßen. Ein wenig zur Hörposition eingedreht, mit den Hochtönern an den Ohren des Zuhörers vorbeizielend, spielen die Kompaktlautsprecher punktgenau auf und überzeugen mit einer hervorragenden räumlichen Abbildung. Die CM6 S2 agieren in jeder Situation mit tollem Timing und glänzen durch ihr allzeit präzises Spiel. Sie vereinen hervorragendes Auflösungsvermögen mit viel musikalischem Feingefühl, so dass trotz der akustischen Detailflut nie das Gefühl eines analytisch, kühl agierenden Lautsprechers aufkommt. Stimmen wirken perfekt natürlich, Instrumente absolut authentisch. Die Bowers & Wilkins-Kompaktboxen bieten einen sehr ordentlichen Tiefgang mit sattem Punch, so dass wir auf einen externen Subwoofer liebend gerne verzichten. In mittleren Tonlagen spielen die Lautsprecher schön ausgewogen, mit einer sehr leichtfüßigen Gangart. Am oberen Ende der Skala überzeugt der neue Tweeter mit detailliert auflösenden Höhen und einer dezenten Portion Frische, die den Lautsprecher munter und lebendig wirken lässt. Marla Glens „The Cost of Freedom“ wird im Hörraum mit wunderbarer Spielfreude, druckvollen Bässen und charakteristischer Stimme zum Besten gegeben. Das macht so viel Spaß, dass wir den eigentlich schon viel zu oft gehörten Titel mit im Takt wippenden Füßen gleich noch mal in voller Länge genießen. 

Labor
In unserem Messlabor glänzt der Kompaktlautsprecher CM6 S2 von Bowers & Wilkins durch sein phänomenales Abstrahlverhalten: Die Frequenzgangkurven sind auf den drei 0-, 15- und 30-Grad-Messschrieben nahezu deckungsgleich. Ab etwa 50 Hertz spielen die Lautsprecher munter auf und laufen bis zur Messgrenze von 40 kHz, mit leicht steigender Tendenz am oberen Ende der Skala, durch. Selbst bei über 40.000 Hz scheint noch nicht Schluss zu sein, hier liegt schlicht unsere Messgrenze. Das Ausschwingverhalten ist bis auf wenige moderate Verzögerungen absolut vorbildlich. Zwischen 500 und 1.000 Hertz ist der gutmütige K2-Klirrfaktor etwas erhöht, wohingegen der kritisch einzustufende K3-Wert deutlich unterhalb der 1-%-Klirrmarke bleibt. 

Fazit

Der Kompaktlautsprecher CM6 S2 von Bowers & Wilkins ist ein wunderschönes Musikmöbel mit vorzüglicher Verarbeitung, das edles Design und hervorragende Technik mit bestem Klang kombiniert. Auf den von B&W angebotenen Standfüßen kommen die Lautsprecher optisch und akustisch perfekt zur Geltung, so dass wir empfehlen, diese beim Händler gleich mitzubestellen. So schaffen Sie bei sich zu Hause beste Grundvoraussetzungen für lange Hörsessions mit feinstem Musikgenuss.

Kategorie: Lautsprecher Stereo

Produkt: B&W Bowers & Wilkins CM6 S2

Preis: um 1900 Euro


2/2015
4.5 von 5 Sternen

Spitzenklasse

Bewertung 
Klang 70% :
Tonale Ausgewogenheit 20%

Abbildungsgenauigkeit 15%

Detailauflösung 15%

Räumlichkeit 10%

Dynamik/Lebendigkeit 10%

Labor 15% :
Frequenzgang 5%

Verzerrung 5%

Pegelfestigkeit 5%

Praxis 15% :
Verarbeitung 5%

Ausstattung 5%

Bedienungsanleitung 5%

Ausstattung & technische Daten 
Kategorie Stereo-Lautsprecher Kompaktklasse 
Paarpreis 1900 
Vertrieb B&W, Halle/Westfalen 
Telefon 05201/87170 
Internet www.bowers-wilkins.de 
Laborbericht
Ausstattung
Ausführungen Nussbaum rot, Schwarz glänzend, Satinweiß) 
Abmessungen (B x H x T in mm) 200/403/301 
Gewicht (in Kg) 8,9 
Bauart Bassreflex 
Anschluss Bi-Wiring 
Impedanz (in Ohm)
Tieftöner (Nenndurchmesser/Membrand.)
Tiefmitteltöner (Nenndurchmesser/Membrand.) 1 x 165 
Mitteltöner (Nenndurchmesser/Membrand.)
Hochtöner 1 x 25 
Besonderheiten Nein 
+ exzellente Verarbeitung 
+ begeisternd musikalisch 
+/- vom Gehäuse entkoppelter Hochtöner 
Klasse Spitzenklasse 
Preis/Leistung sehr gut 
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Jochen Schmitt
Autor Jochen Schmitt
Kontakt E-Mail
Datum 16.02.2015, 15:01 Uhr
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Topthema: Aus der Mitte
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