Zu den spannendsten Newcomern im Bereich Lautsprecher zählt ganz klar Neuron Acoustic. Was wir bisher aus Heilbronn gehört haben, hat uns restlos begeistert.
>> Mehr erfahren>> Alle anzeigen
Das Thema Kabel ist nicht unumstritten. Dabei kann man es ganz pragmatisch angehen: Gute Kabel ausprobieren und fertig.
>> Mehr erfahren>> Alle anzeigenTest Kompaktlautsprecher · Wharfedale Denton 1S
Mini-Allrounder zum Verlieben
In meinem letzten Bericht über die kleinen Wharfedale Diamond 12i habe ich ausführlich über die Geschichte dieses berühmten Herstellers geschrieben, die in den 1970er Jahren möglicherweise ihren Höhepunkt erreichte, just als die ursprüngliche Denton auf den Markt kam.
Viele Firmen von den USA über England bis nach Japan bauten damals Lautsprecher mit Koaxchassis, auch wenn in der Denton 1* kein echter Koax verbaut war, sondern ein Breitbänder mit Schwirrkonus. Ein Koax braucht zwingend einen koaxial montierten Hochtöner im Zentrum eines Tiefmitteltöners. Das ist aber nicht wirklich wichtig, es gibt ohnehin derart viele Varianten dieses 70er-Jahre-Klassikers. Denn recht schnell wurde die Denton erweitert, sprich, es blieb nicht bei einem Treiber. Die Denton 2 hatte bereits zwei und die Denton 3 – tata – drei.













Zurück auf die Erde
Die ursprüngliche Denton zollte den damals sich ändernden Lebensgewohnheiten und natürlich auch den allgemeinen Designtrends der 70er-Jahre Tribut. Ihr Gehäuse war mit abgerundeten Ecken schick aus Polyurethan gefertigt und hatte das Zeug zum Designklassiker. Man konnte sie sehr gut in damals moderne Räume integrieren und aus dem kompakten Gehäuse erstaunliche Klänge zaubern. Ich kann mir so einen Lautsprecher auch gut in einer hippen Boutique oder einem stylischen Café in London vorstellen. Die Idee der Wharfedale Leute war es nun, dieses Konzept in die Jetztzeit zu übersetzen. Coole Cafés gibt es genug, dazu Tiny Houses oder sonstige Möglichkeiten und Gelegenheiten, einen superkompakten Lautsprecher aufzustellen und mit ihm Musik zu genießen. Allerdings ist seit 1974 viel Zeit vergangen und man hat die Limitierungen des alten Konzepts sehr gut analysiert und identifiziert. So wurden der Look modernisiert, das Plastikgehäuse ersetzt, die Kompromisse minimiert und überhaupt mit modernen Mitteln ein besserer Lautsprecher geboren. Schauen wir uns das einmal genauer an.
Drumherum
Das Chassis
Weiche, Abstimmung und Anwendung
Klang
Für die tonale Grundausrichtung lege ich Neil Young Live at Massey Hall auf: Ein Mann, seine Stimme, mal von Gitarre, mal von Klavier begleitet – da kann echt was schiefgehen. Hier? Im Gegenteil: Das klingt präzise, natürlich, berührend und erstaunlich erwachsen. Gerade auch die Klavieranschläge wirken authentisch. Das passt schon einmal perfekt. Wollen wir mal richtig Gas geben? Mittelgas vielleicht erstmal mit Baden Powell und „Tristeza on Guitar“. Das ist vielleicht sein Meisterwerk, saugut bei MPS aufgenommen und mit einer enormen Staffelung der Instrumente ausgestattet: Flöte, Gitarre und Perkussion wirken tief über den Raum verteilt und das vermittelt die Kleine perfekt und dabei kann ich auch gleich ihr richtig gutes Rundstrahlverhalten loben. Keine Angst also davor, sie auch im Freifeld aufzustellen. Der Bass wird dort nicht mehr, aber hey, das funzt. Den Präsenzschalter kann man dazu nehmen, das sorgt einfach für etwas mehr ... Präsenz. Warum auch immer habe ich späte-1970er-Fusion von Alphonse Mouzon aufgelegt. Und da gehen die Denton 1S aber so was von mit: Das Gitarrengegniedel, die Synthieläufe und die irren Schlagzeugeskapaden – sie kann es. Oder Khruangbin von ihrer 2024er Scheibe „A La Sala“. Es gibt dafür wohl auch eine Art Genre, aber ich würde es vielleicht Surffunkpsychedelic nennen oder so. Der Hall, der Groove, der fette Bass, die sofort erkennbare Gitarre und die fetten Drums, auch das kann die Denton richtig gut und irre laut. Zum Runterkommen lege ich das Paul Desmond Quartett auf und kann mich richtig schön in die Musik fallen lassen. Das war jetzt ein ziemlicher Ritt und die Denton 1S sagt „mehr“ und ich auch.
Fazit
Lust auf mehr? Entdecke unser HiFi Test Abo!
Kategorie: Lautsprecher Stereo
Produkt: Wharfedale Denton 1S
Preis: um 849 Euro(optionale Ständer: Wharfedale WH-ST1: 199 Euro)

Oberklasse
Wharfedale Denton 1S
Wharfedale Denton 1S
|
255-1481
hidden audio e.K. |
|
303-2040
Musikus Hifi |
|
306-2191
HiFi Center Liedmann |
Vor gut 40 Jahren erblickte der Bausatz „Monitor 1“ der Firma Hifi Sound das Licht der Welt. Wir haben den Bausatz wieder aufleben zu lassen.
>> Mehr erfahren>> Alle anzeigen| Klang | 70% | |
| Labor | 15% | |
| Praxis | 15% |
| Kategorie | Kompaktlautsprecher |
| Paarpeis | 849 Euro (optionale Ständer: Wharfedale WH-ST1: 199 Euro) |
| Vertrieb | IAD, Korschenbroich |
| Telefon | 02161 61783-0 |
| Internet | www.wharfedale.audio |
| Ausstattung | |
| Ausführungen | Schwarz, Blau, Weiß |
| Abmessungen (H x B x T in mm) | 236 x 330 x 254 |
| Gewicht (in Kg) | etwa 6,8 kg |
| Prinzip | 2-Wege-Passivlautsprecher |
| Frequenzgang | 50 Hz-20 kHz (+/-3 db) |
| Bestückung | 1 x 165-mm-Tiefmitteltöner; 1 x 25-mm-Gewebekalotte (koaxial montiert) |
| Empfindlichkeit | 88db |
| Nennimpedanz | 8 Ohm; Minimum: 4,5 Ohm |
| Garantie | 2 Jahre (5 Jahre nach Registrierung) |
| + | toller Klang |
| + | sehr gute Verarbeitung |
| +/- | +edler Look |
| Klasse | Oberklasse |
| Preis/Leistung | hervorragend |






