Vor gut 40 Jahren erblickte der Bausatz „Monitor 1“ der Firma Hifi Sound das Licht der Welt. Wir haben den Bausatz wieder aufleben zu lassen.
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Einlegen und genießen – die CD ist seit Jahrzehnten ein Inbegriff für hochwertiges und vor allem komfortables Musikerlebnis.
>> Mehr erfahren>> Alle anzeigenStandlautsprecher · Spendor A4.2
Wolf im Schafspelz
Kleine Standboxen sind selten geworden. Keinen Meter hoch, wirken sie irgendwie niedlich, aber auch ein wenig seltsam. So auch die Spendor A4.2. Allerdings nur, bis man sie hört.
Spendor zählt für mich zu den Marken, die es einfach nicht hinbekommen, einen unattraktiven Lautsprecher zu bauen. Dabei ist mir schon klar, dass manch einer die kantigen Gehäuse und die Holzfurniere etwas altbacken finden könnte. Ich liebe sie. Nicht nur für mich steht dieses Design stellvertretend für alle Schallwandler. SO sehen Lautsprecher aus. „So“ bedeutet im Falle der A-Serie von Spendor: Eiche, Eiche schwarz, Walnuss oder Weiß. Und das entweder als kompakter Lautsprecher (A1.2, Center AC1 und AC2 und On-Wall-Speaker AW1) oder als Standbox (A2.2, A4.2, A7.2). Die 4.2 ist also die mittlere von drei Standboxen und kostet als Paar 3750 Euro. Sie wird (bis auf den Hochtöner) komplett in UK gefertigt, inklusive Weichen. Die Gehäuse baut Spendor in der eigenen Holzverarbeitung.








Die Treiber
Die Spendor A4.2 basiert auf der A4, den entscheidenden Unterschied machen der neue Soft-Dome-Hochtöner, den der norwegische Spezialist SEAS nach Spendor-Vorgaben fertigt, und die verbesserte Frequenzweiche.
Dies und das
Damit möglichst viele Musikfans den Kauf einer Spendor-Box in Erwägung ziehen können, verpassen die Entwickler ihnen eine Impedanz-Linearisierung, die sie zum 6-Ohm-Lautsprecher macht. Der Hersteller verspricht reibungslose Zusammenarbeit mit kleinen Transistor-Verstärkern und auch Röhren-Amps. Schaut man in den Lautsprecher, sieht man einerseits das Übliche: Eine Mischung aus Querverstrebungen und Dämpfungsmaßnahmen.
Hörtest
Es ist schon irre: Bereits bei den ersten Sekunden von Olivia Rodrigos „you seem pretty sad for a girl so in love“, dem Opener „drop dead“, zeigt die kleine Standbox ihren ganzen Charakter. Sie spielt präzise und detailreich und könnte spontan für einen Studiomonitor gehalten werden. Wird sie aber nicht, denn sie addiert einen gewissen Charme zu ihrem Vortrag, der auf Anhieb für sie einnimmt, und vermittelt so trotz ihrer ehrlich wirkenden Art eine leichte Wohligkeit. Was auch sofort auffällt, ist der Bass. Denn der scheint so gar nicht zu dieser zierlichen Standbox zu passen, knackig und punchy wie er ist. Doch erst noch mehr Wohlklang, bitte. „begged“, ebenfalls von Frau Rodrigo, begeistert mit fein aufgelöster und verblüffend räumlicher Gitarre, dazu eine bewegende Stimmwiedergabe, die richtig Freude macht. Bei Roy Ayers Ubiquitys „He’ A Superstar“ gibt es luftige Instrumente, stoisch-genaues Timing und eine exzellente Abbildung der Instrumente verteilt auf links und rechts, dazu Ayers Stimme in der Mitte. Ein großer Genuss. Man hört dann auch schnell, dass die Spendor A4.2 untenrum schön schieben kann und vor anspruchsvollen Bässen nicht zurückweicht. Beim zweiten Stück der LP, „He Ain’t Heavy He’s My Brother“, zeigt sich, dass die Abbildung in der Höhe deutlich über die 86 cm hinausragt. Dieses unscheinbare Stück kommt über die Spendor so wunderbar gelassen und doch punktgenau des Weges, so harmonisch und doch voller Details und Nuancen, dass man sich ein bisschen die Ohren reibt. Ein echt toller Lautsprecher. Aber Dramatik muss auch mal sein: Tori Amos’ zweites Album „Under The Pink“ bietet gleich mehrere Titel, die ihre Ruhe mit dramatischen Bridges aufbrechen und durchaus schockieren können, so etwa im Opener „Pretty Good Year“. Ich liebe dieses Album seit seinem Erscheinen 1994 und habe es unzählige Male gehört. Aber ich muss sagen, so gepackt wie über die Spendor A4.2 hat mich die Bridge („What’s it gonna take ...?“) schon sehr lange nicht mehr. Hier steckt so viel Emotion, Wut und Verzweiflung, drin, das kann einem die Schuhe ausziehen. Analytischer betrachtet verblüfft mich auch, wie die Box unseren großen Hörraum mit so viel Klangfülle bedient! Mit geschlossenen Augen würde man einen viel größeren Lautsprecher mit eher zwei Tiefmitteltönern vermuten. Subwoofer? Braucht man nicht. Bei hohen Pegeln zeigt sich trotz des Charmes, dass dieser Lautsprecher nicht schönt. Es kann dann, wenn die Quelle es hergibt, streng werden. Aber das fiel mir erst mit Lautstärken auf, die ich im Hörraum immer nur kurz teste und die ich zuhause sowieso nie hören würde. Und 80er-Pop und -Rock geht auch so: Sowohl „The Heat Is On“ von Glenn Frey (Beverly Hill Cop O.S.T.) als auch Falcos „Zuviel Hitze“ klangen neutral-präzise, räumlich spannend und im Bass, sofern vorhanden, farbig und informativ. Und auch wenn es journalistisch billig ist, es trifft doch zu: Die Kleine ist eine große Überraschung.
Fazit
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Kategorie: Lautsprecher Stereo
Produkt: Spendor A4.2
Preis: um 3750 Euro

Referenzklasse
Spendor A4.2
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„Drum prüfe, wer sich ewig bindet ...“ heißt es in Schillers Glocke. In der High Fidelity stellte sich eine solche Frage bisher nicht. In der Regel ging man zum Händler und tauschte Geld gegen Ware.
>> Mehr erfahren>> Alle anzeigen| Klang | 70% | |
| Labor | 15% | |
| Praxis | 15% |
| Kategorie | Standlautsprecher |
| Preis (in Euro) | 3750 Euro |
| Vertrieb: | Drei H, Hamburg |
| Telefon: | 040 / 37507515 |
| Internet: | 3-h.de |
| Ausstattung | |
| Ausführung | Eiche, Eiche schwarz, Walnuss oder Weiß |
| Abmessungen (B x H x T in mm) | 165 x 861 x 284 |
| Gewicht (in Kg) | 14,5 kg |
| Prinzip | 2-Wege-Bassreflexlautsprecher |
| Garantie | 2 Jahre |
| + | verbindet Neutralität und Präzision mit Charme und Emotion |
| + | kompakt und hübsch |
| + | spielt wie ein deutlich größere Box |
| + | |
| Klasse | Referenzklasse |
| Preis/Leistung | hervorragend |






