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Kategorie: Lautsprecher Stereo

Einzeltest: Air Tight AL-5 - Seite 2 / 3


Erlesene Handwerkskunst

Für all das gibt’s donnernden Applaus von uns; da wir ja für unser Magazin KLANG+TON auch regelmäßig Lautsprecher entwickeln, haben wir eine deutliche Vorstellung davon, wie schwierig solche Ergebnisse auf diesem Wege zu erzielen sind. Stellt sich die Frage: Wie um alles in der Welt habe die Japaner das hinbekommen? Nun – praktisch nichts an diesem Lautsprecher ist von der Stange. Am Allerwenigsten der eingesetzte Treiber. Wer versucht, den Vierzöller mit irgendetwas aus den Regalen der einschlägig bekannten Zulieferer in Übereinstimmung zu bringen, der wird kläglich scheitern. Wir haben zwar eine Vermutung, welcher Spezialist hinter dem Leckerchen steckt, aber ansehen tut man‘s ihm nicht. Den Schall strahlt eine polymerbeschichtete Membran ab, die eine Gewebestruktur erkennen lässt. Sie ist extrem leicht, andernfalls wäre eine so hohe obere Grenzfrequenz auch nicht drin. Es gibt ein paar Besondeheiten wie den vorne ein Stück aus dem Membranhals ragenden Schwingspulenträger, der per Dustcap abgedeckt wird. Die scheint in Sachen Material nicht ganz identisch mit dem Rest der Membran zu sein. Auch die sehr dünne Gewebesicke ist beschichtet. Das Auffälligste an dem Treiber jedoch ist sein Antrieb: Hier werden nämlich die Kräfte eine ganzen Armada zylindrischer Alnico-Magnete mittels zweier Stahl-Polplatten gebündelt, die für ein kräftiges und homogenes Magnetfeld sorgen.

Das gibt’s defi nitiv nicht von der Stange. Focal macht etwas Ähnliches mit modernen Mitteln bei seinem „Power-Flower“-Antrieb, aber mit Aluminium, Nickel und Kobalt habe ich das noch nie gesehen. Ein recht filigraner Gusskorb hält das Ganze zusammen und sorgt für geringe mechanische Verluste, die Luft kann auf der Treiberrückseite relativ ungestört strömen. Zwischen Hauptakteur und den beiden feinen Polklemmen auf der Rückseite gibt’s so etwas Ähnliches wie eine Frequenzweiche: Da es hier nichts aufzuteilen gibt, bilden eine Spule, ein Kondensator und ein Widerstand lediglich einen Sperrkreis, der die Treiber um zwei Kilohertz ein wenig linearisiert. Man „sieht“ dessen Einfluss übrigens nur am Höcker im Impedanzschrieb, sonst gar nicht – abermals ein Indiz für die überaus fähige Konstruktion. Das Gehäuse ist recht dünnwandig ausgeführt, wirkt aber trotzdem sehr steif. Es besteht aus einem Faserwerkstoff, ich würde auf HDF tippen. Unten auf der Front mündet ein schmaler Reflexkanal, der im Gehäuseinneren sogar noch einmal gefaltet ist, um auf die erforderliche Länge zu kommen. Die Gehäusedämmung beschränkt sich auf eine dünne Schaumstoffmatte unter dem Deckel. Nach dem Bestaunen der handpolierten Urushi-Lackierung ging‘s dann in den Hörraum. Extrawurst? Erst einmal nicht.

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Air Tight AL-5


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Holger Barske
Autor Holger Barske
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Datum 13.07.2016, 09:58 Uhr
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