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Kategorie: Lautsprecher Stereo

Einzeltest: B&W Bowers & Wilkins 805 D3


Meisterlich!

Lautsprecher Stereo B&W Bowers & Wilkins 805 D3 im Test, Bild 1
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Im Test für die Ausgabe 2 der HIFI TEST begeisterten uns die im Hörraum grandios aufspielenden 804 D3 von Bowers & Wilkins nachhaltig. Nun wollen die deutlich kleineren Schwestermodelle 805 D3 beweisen, dass sie aus dem selben Holz geschnitzt sind. Ob die kompakten Lautsprecher ihre Zuhörer ebenfalls in klanglich höhere Sphären aufsteigen lassen, erfahren Sie auf den folgenden Seiten. 

Wer als HiFi-Fan die 805 D3 zum ersten Mal sieht, wird sofort wissen, dass es sich um einen Lautsprecher von Bowers & Wilkins handelt. Und das obwohl B&W auf das seit Jahrzehnten markanteste Erkennungsmerkmal der Briten, die gelbe Kevlarmembran auf der Schallwand, neuerdings verzichtet. Dass die Engländer die bereits seit 1974 verwendete Kevlarmembran über den Haufen werfen, ist Ergebnis langjähriger Forschungsarbeit. Vor acht Jahren machten sich die Entwickler an die mühselige Arbeit, ein noch besseres Material für die Tief- und Mitteltonmembranen zu kreieren. Hierbei ging es ihnen vor allem darum, der „perfekten“ Struktur und Geometrie für ihre Lautsprecherchassis auf die Spur zu kommen. Lange hat es gedauert, doch nun ist das neue Membranmaterial mit den gewünschten Eigenschaften da – die Continuum-Membran. Alle neuen Lautsprecher der 800-D3-Modellreihe sind mit dieser silbrig schimmernden Flechtmembran ausgestattet, die laut eigenen Bekundungen die kühnsten Erwartungen der Entwickler deutlich übertroffen hat. 

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Technik


Wie bereits erwähnt, dauerte es rund acht Jahre bis die Continuum-Membran zum Einsatz bereit war. Unzählige Laseranalysen und Hörtests waren nötig, um die gewünschten Eigenschaften zu formen. Als Ergebnis entstand eine fein verwobene Flechtmembran, deren Struktur immerhin noch ein wenig an die lange Jahre eingesetzte Kevlarmembran erinnert.

Lautsprecher Stereo B&W Bowers & Wilkins 805 D3 im Test, Bild 2Lautsprecher Stereo B&W Bowers & Wilkins 805 D3 im Test, Bild 3Lautsprecher Stereo B&W Bowers & Wilkins 805 D3 im Test, Bild 4Lautsprecher Stereo B&W Bowers & Wilkins 805 D3 im Test, Bild 5Lautsprecher Stereo B&W Bowers & Wilkins 805 D3 im Test, Bild 6Lautsprecher Stereo B&W Bowers & Wilkins 805 D3 im Test, Bild 7Lautsprecher Stereo B&W Bowers & Wilkins 805 D3 im Test, Bild 8
Im Zentrum des aktuellen Treibers sitzt eine Dustcap, deren Oberfläche sich samtweich anfühlt. Das Membranmaterial ist generell ebenfalls recht weich, aber natürlich ausreichend steif genug um Audiosignalen präzise folgen zu können. Bei unterschiedlichen Belastungen und Pegeln schwingt die Continuum-Membran über den gesamten Querschnitt betrachtet sehr gleichmäßig. Der Tiefmitteltöner im 165-mm-Format schwingt in einer langhubigen Sicke, die ihn, in Kombination mit dem kräftigen Antrieb, zu enormer Dynamik befähigt. Damit die investierte Energie nicht unkontrolliert verpufft, gönnen die B&W-Entwickler ihrem kleinsten Lautsprecher der 800er-Serie ein massiv verstrebtes Gehäuse. Die bekannt ausgefeilte Matrix-Aussteifung wurde für die aktuelle Generation nochmals verbessert: es werden weniger aussteifende Elemente eingesetzt, im Gegenzug sind diese deutlich stabiler geworden, da die Briten nun Schichtholz anstelle MDF einsetzen. Auf der Front unterhalb des Tiefmitteltöners mündet das großzügig dimensionierte „Flowport-Bassreflexrohr“ dessen Oberfläche wie ein Golfball strukturiert ist. Luftstromturbulenzen werden reduziert, das heißt die Strömungsgeräusche werden minimiert und die korrekte Funtionsweise der Bassreflexkanäle auch bei hohen Schalldruckpegeln ermöglicht. Den Hochtonpart übernimmt bei der 805 D3 die hervorragende Diamantkalotte, eine Konstruktion, die vor einigen Jahren im Hause B&W entwickelt wurde. Im Laufe der Zeit immer wieder verfeinert, spielt die 25-mm-Kalotte jetzt weit über die Hörgrenze hinaus, bevor die kritischen Membranresonanzen einsetzen. Nicht nur die Kalotte selbst wurde überarbeitet. Das gesamte Hochtonsystem wurde optimiert auf höchstmögliche Effizienz, bei dem auch die Wärmeabfuhr eine maßgebliche Rolle spielt. Aus massivem Aluminium, einem effektiven Wärmeleiter, wird das Hochtönergehäuse neuerdings gefertigt. Hierin findet die Antriebseinheit ein ideales Plätzchen auf dem Lautsprecherkorpus – losgelöst von diesem durch ein Schwingungen reduzierendes Gel-System. Ausgesuchte Bauteile, unter anderem vom Spezialisten Mundorf, sorgen für das Zusammenspiel der beiden Treiber. Die B&W 805 D3 sind in schwarz glänzenden, matt weißen Lackgehäusen und als Echtholz-furnierte Version mit rotem Nussbaum erhältlich. Bowers & Wilkins bietet hier pure Perfektion, die Lautsprecher sehen fantastisch gut aus und sind handwerklich herausragend gefertigt. 

Standfuß FS 805 D3


Als ideale Ergänzung zu diesen Lautsprechern bieten sich die eleganten Standfüße FS 805 D3 an, die die Hochtöner der B&W 805 D3 auf Ohrhöhe hieven. Die integrierte Kabelführung lässt die Zuleitungen optisch verschwinden. Fest mit der Basis verschraubt, lässt sich die 805 D3 perfekt auf den Hörplatz ausrichten. In die Sockelplatten sind vier entkoppelnde Gummifüße eingedreht, alternativ stehen solide Metallspikes zur Verfügung. Die Standfüße sind zum Paarpreis von 1.000 Euro erhältlich. 

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Klang


Im Hörraum stellen wir die B&W 805 D3 ganz klassisch im Stereo-Dreieck auf und drehen sie etwas auf den Hörplatz ein – so, mit einem Hörabstand von etwas unter drei Metern, passt das sehr gut. Bereits mit den ersten Takten Musik geben die kompakten Lautsprecher zu verstehen, dass sie Meister ihres Fachs sind. Sie spielen fantastisch homogen, der Klang löst sich nahezu komplett von den Lautsprechern ab – Stimmen und Instrumente stehen ganz selbstverständlich im Raum. Vom NAS-Laufwerk spielen wir einen Track nach dem anderen ab und beginnen nach kurzer Zeit einfach nur noch zu genießen. Klassischen Werken von Vivaldi, Bruckner und Mahler  verleiht die 805 D3 enorme Lebendigkeit. Zeitgenössischer Jazz vom Esbjörn Svensson Trio lässt sie mit begeisterndem Drive im Hörraum erklingen. Mark Knopfler zeigt sich mit seinem „Laughs and Jokes and Drinks and Smokes“ hervorragend aufgelegt, mit der 805 D3 macht der Titel auf einmal richtig Spaß. Chris Jones darf dann auch mal wieder ran und zeigt mit seinen Titeln „The Last Fallen Leaf“ und „Set ´em up Joe“ warum wir diesen 2005 verstorbenen Musiker so schmerzlich vermissen. Dessen unvergleichliche Stimme und fantastisches Gitarrenspiel werden ungemein authentisch im Hörraum reproduziert, mit viel Volumen und Plastizität. Wir lassen es uns nicht nehmen und füttern die kleinsten 800er Lautsprechermodelle zur Abwechslung mal mit richtig gemeinem Material. Zuerst ein bisschen „Bad Religion“, dann „Witchcraft“ und „Queens of the Stone Age“ und zum Abschluss die schwedischen Melodic-Death-Metaller „Amon Amarth“. Kann das gut gehen? Es kann – und wie! Bad Religion geben richtig Gas und machen Alarm was das Zeug hält. Der Bass kommt stramm und fett und Sänger Greg Graffin kann man ausnahmsweise mal richtig gut verstehen. Auch der Stoner-Rock kommt gut mit den B&W´s, wenngleich es ganz unten an ein wenig Nachdruck fehlt. Die Instrumente lassen sich gut voneinander abgrenzen, das Timing passt und Dave Grohl lässt die Bude schön krachen. Bei Amon Amarth wird es für die 805 D3 dann doch etwas zu viel des Guten: der fett Sound der Schweden erfordert einfach mehr Membranfläche um in unteren Frequenzlagen auch bei hohen Pegeln richtig Spaß zu machen. Mit gemäßigteren Pegeln zieht die Metall-Kombo jedenfalls alle Register und begeistert mit großer Spielfreude. 

Labor


Die neuen B&W-Lautsprecher 805 D3 überzeugen in unserem Messlabor mit hervorragenden Werten. Der Amplitudengang ist wie beim größeren Schwestermodell etwas unruhig, doch hier setzen sich die Ohren der Entwickler gegen das Messmikrofon durch. Ein ultralinearer Frequenzgang muss nicht zwangsläufig auch gut klingen. Über alles betrachtet überzeugt die enorme Breitbandigkeit des Systems. Ab unter 50 Hertz ist die kompakte Box in ihrem Element und spielt bis über unsere Messgrenze hinaus. Das Abstrahlverhalten ist hervorragend, auch unter 15 und 30 Grad betrachtet fällt der Amplitudengang kaum gegenüber der 0-Grad-Linie ab. Vom Klirr gibt es nur gutes zu berichten, vor allem der kritisch zu betrachtende k3-Wert ist sensationell gering.

Fazit

Die 805 D3 von Bowers & Wilkins sind ganz hervorragend gelungene Lautsprecher, die im Hörraum Musik lebendig werden lässt. Wie immer ist die Verarbeitung vom Allerfeinsten und technologisch sind die B&W´s State-of-the-art. Auf den Standfüßen veredeln die feinen Klangmöbel jeden Hörraum. Der famose Klang der neuen 805er lässt die Modelle zum Prüfstein für alle anderen Lautsprecher der Kompaktklasse werden – unsere neue Referenz haben wir jedenfalls gefunden!

Preis: um 6000 Euro

Ganze Bewertung anzeigen
B&W Bowers & Wilkins 805 D3

Referenzklasse

5.0 von 5 Sternen

-

Bewertung 
Klang 70%

Labor 15%

Praxis 15%

Ausstattung & technische Daten 
Kategorie Standlautsprecher 
Paarpreis 6000 
Vertrieb B&W, Halle / Westf. 
Telefon 05201 - 87170 
Internet www.bowers-wilkins.de 
Ausstattung
Ausführungen Schwarz glänzend, Satinweiß, Nussbaum rot 
Abmessungen (B x H x T in mm) 238/424/345 
Gewicht (in Kg) 12,6 
Bauart Bassreflex 
Anschluss Bi-Wiring 
Impedanz (in Ohm)
Tieftöner Nein 
Tiefmitteltöner 1 x 165-mm (Membran: 132 mm) 
Mitteltöner Nein 
Hochtöner 1 x 25-mm Diamantkalotte 
Besonderheiten Standfüße FS 805 (530 Euro / Paar) 
+ sehr harmonische Spielweise 
+ erstklassige Verarbeitung 
+/- kompakte Abmessungen 
Klasse Referenzklasse 
Preis/Leistung sehr gut 

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Interessante Links:
  • www.hausgeraete-test.de
  • www.heimwerker-test.de
  • hifitest.de/shop/
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