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Kategorie: Lautsprecher Stereo

Einzeltest: Lansche Audio 3.1 SE


Strahlemann

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Ob der quasi unüberschaubaren Anzahl von Lautsprechern am Markt darf sich ein jeder Hersteller freuen, wenn er ein echtes Alleinstellungsmerkmal hat. Bei Lansche ist das so, und es leuchtet sogar

Klar, der Plasmahochtöner. Das wissen Sie doch. Sie sind ja nicht erst seit gestern in der HiFi-Welt unterwegs. Sehen Sie? Es funktioniert, das mit dem Alleinstellungsmerkmal. Natürlich ist es nicht das, worum es Rüdiger Lansche beim Einsatz dieses überaus speziellen Hochtöners geht. Sondern um die herausragenden technischen und akustischen Fähigkeiten dieses sehr speziellen Wandlertyps. Jener kommt bei allen derzeit sechs Modellen von Lansche Audio zum Einsatz, auch beim kleinsten Modell, das auf den Namen „3.1 SE“ hört. Es bildet den Einstieg in die „P“-Serie des am Bodensee beheimateten Herstellers, das „P“ steht für passiv, will sagen: Die drei Boxen dieser Reihe verfügen über keine eingebauten Filter und Verstärker, sondern werden nach alter Väter Sitte an den Ausgang eines Voll- oder Endverstärkers geklemmt. In dieser Hinsicht ist die 3.1 SE zwar für Qualität dankbar, aber keine allzu schwierige Last: Mit einem Wirkungsgrad von 90 Dezibel und einem recht unproblematischen Impedanzverlauf darf man so ziemlich auf alles schielen, wonach es das Verstärkerherz gelüstet. Okay: Mit Kleinleistungstriödchen im Single-Ended-Betrieb wird’s sich in Sachen Pegel vermutlich sanft, aber früh verabschieden. Das „SE“ in der Typenbezeichnung weist übrigens darauf hin, dass es sich um das Nachfolgemodell der 3.1 „ohne SE“ handelt.

Mit 20.000 Euro Paarpreis ist die 3.1 SE natürlich nichts, was man mal eben beim Discounter aus dem Regal über dem Kassenband fischt, aber die günstigste Möglichkeit, in den Genuss eines Plasma-Tweeters zu kommen. Und das kann man wollen, das dürfen Sie mir glauben. Der Trick bei dem Ding besteht nämlich darin, dass es keine Membran im eigentlichen Sinne gibt, sondern nur eine Wolke ionisierten Gases in Gestalt einer heißen Flamme, die im Takt der Musik pulsiert. Die hier zu bewegende Masse liegt in etwa um den Faktor 100.000 unterhalb dessen, was ein Membranhochtöner durch die Gegend zu wuchten hat. Das hat Folgen, in erster Linie für die obere Grenzfrequenz: Dem Hersteller nach sind 150 Kilohertz für die blassviolette Flamme überhaupt kein Problem. Am anderen Ende des Übertragungsbereiches sollen mittlerweile 1500 Hertz drin sein, und das ist ein Wort: Sechseinhalb Oktaven Bandbreite – das muss erst mal jemand nachmachen. Wofür die extreme obere Grenzfrequenz gut ist? Direkt als solches für gar nichts, mehr als 20 Kilohertz können auch die jüngsten HiFi- Fans nicht wahrnehmen. Interessant ist der Blick in den Zeitbereich: Zu einer hohen Grenzfrequenz gehört eine hohe Anstiegsgeschwindigkeit und wir beginnen erst zu ermessen, was diese Dinge für die Informationsverarbeitung im Gehirn zu bedeuten haben.

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Holger Barske
Autor Holger Barske
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Datum 18.07.2018, 15:01 Uhr
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