Kategorie: Musikserver

Serientest: Olive O3HD, Olive O4HD, Olive O6HD


Rege Kommunikation

Musikserver Olive O3HD, Olive O4HD, Olive O6HD im Test , Bild 1
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Ich erinnere mich noch gut an den Tag, an dem ich Oliver Bergmann, Chef der amerikanischen Firma Olive, das erste Mal traf: Das war auf der High-End im München auf dem Gang. Dort habe ich zum ersten Mal einen Harddisk-Rekorder besagter Marke sehen dürfen. Das war vor zwei Jahren...

Peripherie:



D/A-Wandler:


Electrocompaniet PD-1
Centrance DACMini


Vorstufe:


MalValve preamp 3


Lautsprecher:


KEF XQ50
Manger MSM c1


...und es hat sich einiges getan. Seit Ende letzten Jahres hat sich nicht nur der Deutschlandvertrieb geändert, sondern auch die Produktpalette. Die ist jetzt größer geworden, man war unglaublich fleißig in San Francisco, wo übrigens auch so gut wie alles gebaut wird, das „Olive“ heißt. Das ist ja auch keine Selbstverständlichkeit mehr. Drei aktuelle Modelle möchte ich besprechen, alle drei mit individuellen Vorzügen, aber auch mit Gemeinsamkeiten.

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Gut, einen der drei „HD“-Server, den O4HD, kannte ich schon, möchte trotzdem noch einmal über ihn sprechen, weil er sich so schön in die Produktpalette einreiht. Er bildet das Bindeglied zwischen dem „Einsteigerprodukt“ O3HD, das vor allem für den Enthusiasten gedacht ist, der seine Musik einfach und komfortabel abrufen möchte, und dem O6HD, der das Flaggschiff darstellt und seine Exklusivität in alle Richtungen versprüht. Und das liegt nicht nur am neuen Design. Obwohl das natürlich maßgeblich daran schuld ist, dass man ihm die große Aufmerksamkeit gönnt. Das Teil sieht einfach so rattenscharf aus, dass man nicht anders kann. Auf den Bildern kommt es gar nicht unbedingt so rüber: Das ist ein richtig dicker Junge. Er ist genauso breit wie ein Standard-HiFi-Gerät, seine Formgebung ist jedoch einzigartig. Das nach vorne zusammenlaufende Edelstahlgheäuse gibt ihm so etwas wie eine Mischung aus elegantem und aggressivem Aussehen. Dadurch dass man das Display nicht auf eine herkömmliche Gerätefront quetschen musste, war genug Platz, es ordentlich zu vergrößern. Per se bedient sich der O6HD auch besser als seine beiden Kollegen, was schlicht daran liegt, dass die anzutippenden Menüpunkte so schön groß sind, dass nun wirklich jeder noch so dicke Finger problemlos trifft. Außerdem kommen die Cover viel besser rüber. Dieses Teil schindet einfach Eindruck. Das soll jetzt die beiden direkten Verwandten des O6HD nicht als Mauerblümchen hinstellen, denn auch deren Äußeres ist äußerst ansehnlich, das Display ist etwas kleiner, die Form etwas konservativer, wenn auch durch die schräge Front nicht alltäglich. Allen gemeinsam ist die grundsätzliche Funktionsweise: Sie verfügen über eine eingebaute Festplatte, auf die man CDs direkt rippen kann. Die benötigten Metadaten holen sie sich aus dem Internet, so dass die Datenbank übersichtlich und automatisch eingepflegt wird. Auch wenn es sich anbietet: Die CD muss man nicht unbedingt rippen, man kann sie ganz normal abspielen. Das ist nicht so unwichtig, beispielsweise wenn Freunde vorbeikommen und eigene Sachen mitbringen, denn „klauen“ darf man die CD dann ja nicht. Eigene Alben hingegen schon, und deshalb ist es erfreulich, dass der Importvorgang so einfach vonstatten geht, wie man es sich nur wünschen kann. Die eigentlichen Unterschiede stecken in dem Aufwand, der in die Wandlertechnik gesteckt wurde, und in der Anschlussvielfalt. Der „kleine“ O3HD ist die einfachste Lösung, die Festplatte ist 500 GB groß, angeschlossen wird er ausschließlich per analogem Ausgang, dafür ist er auch der mit Abstand günstigste Festplattenrekorder von Olive. Da wartet der größere O4HD schon mit mehr auf, seine Festplatte ist gleich viermal so groß, außerdem hat man bei ihm die Möglichkeit, per S/PDIF externe Wandler anszuschließen. Der ganz große Moped, der O6HD ist sogar voll ausgestattet. Er gibt sein Signal analog, wahlweise symmetrisch oder asymmetrisch, ab, digital in allen erdenklichen Formaten, selbst die Profi -Verbindung AES/EBU ist dran. Eins gilt mit Sicherheit: Alle drei sind keine Blender, auch wenn sie noch so hübsch aussehen. An ihnen hat sich seit der Einführung des ersten Olive-HD-Rekorders einiges getan, sie sind jetzt mehr denn je technisch einwandfrei. Klar steckt da ein Rechner mit einem Betriebssystem dahinter, der ist allerdings hauptsächlich für die grafische Benutzeroberfläche da, dank Linux-Kernel müssen auch (anders als bei einem Windows-Betriebssystem) keine Kernel-Streaming-Treiber herangezogen werden. Das Signal gelangt so ohne Umwege direkt an die Hardware, und die hat‘s in sich: Beim DAC des O6HD beispielsweise geht man auf Nummer sicher und verbaut den 1792 von Burr-Brown das ist ein in High- End-Kreisen gern genommener Chip, der sich in vielen hochwertigen Produkten bewährt. Er verarbeitet Daten in bis zu 192 kHz/24 Bit und ist somit auch für den „harten Stoff “ gewappnet. Insgesamt wurde er im O6HD dreimal gebraucht. Pro Kanal gibt je einer seine symmetrische Ausgangsspannung ab. Bleibt noch einer übrig, und der ist extra für den Kopfhörerverstärker da. Das nenne ich mal konsequentes Arbeiten. Warum auch nicht, denn wenn man einmal so dermaßen auf Klangqualität baut und sein Topmodell entwickelt, dann sind Kompromisse Fehl am Platz. Doch wie kommt die zur exzellenten Wandlertechnik passende Musik auf die Festplatte? Über den CD-Schlitz jedenfalls nicht. Antwort: Übers Netzwerk, das geht in der Praxis einwandfrei. Natürlich dauert dieser Vorgang unter Umständen etwas, aber das braucht man hauptsächlich für das Verschieben von HiRes-Downloads oder Alben, die man bereits am Computer gerippt hat. Ich habe es im Test sogar so gemacht, dass ein Download direkt übers Netzwerk in einen Olive 6HD kopiert wurde. Alles, was im Import-Ordner angelegt wird, schnappt sich unser Olive automatisch, liest die Metadaten aus und fügt die Alben dem Archiv hinzu. Funktioniert prächtig. Sollte ein Album etwas eigenartig getagt sein, kann man per Webbrowser natürlich noch Korrekturen vornehmen, das funktioniert besser als das Tippen am Touchscreen des Olive. Und wenn die Musik drauf ist, gibt es auch keine Probleme, denn das Abspielen gestaltet sich so einfach, wie es überhaupt geht. Wenn Sie sich im Groben darüber im Klaren sind, was ein Interpret oder ein Albenname ist, dann legen Sie umgehend los mit dem Durchforsten und Auswählen. Sie müssen sich eigentlich nur ganz kurz daran gewöhnen, wie so ein Olive seine Menüs auf dem Bildschirm verschiebt, wenn Sie etwas ausgewählt haben, dann klappt die Bedienung ganz wunderbar. Aber auch wenn die berührungsempfindlichen Bildschirme der drei Olives noch so schön sind: Wenn man auf der Couch sitzt, macht‘s mit einem iPad so richtig Spaß. Das spezielle Olive-App ist auch richtig gut gelungen, die Geschwindigkeit ist hervorragend. Natürlich hat man mit dieser App alle mit dem lokalen Netzwerk verbundenen Olive-Clients im Griff , das Steuern von Musik in mehreren Räumen ist ein Kinderspiel. Das gilt übrigens auch für eine Funktion, die ich sehr zu schätzen gelernt habe: Internetradio. Olive baut nicht etwa auf einen Drittanbieter-Dienst, sondern kocht in dieser Disziplin sein eigenes Süppchen. Und das sehr gut, denn die Umsetzung dieser Implementierung verdient sich ein großes Lob.

Zusammenspiel


Überhaupt sind die drei recht kommunikationsfreudige Bürschchen, denn was auf der Festplatte eines Olive schlummert, wird automatisch im lokalen Netzwerk freigegeben. Es ist so möglich, beispielsweise die Musik, die man im Wohnzimmer gerippt hat, ins Schlafzimmer zu schicken. Des Weiteren ist denkbar, auch wenn das „fremdgehen“ bedeuten würde, die gerippte Musik allen Nicht-Olive-Clients zuzuführen. Das kann beispielsweise das Internetradio in der Küche sein. Oder ein Tablet-PC. Oder der Laptop auf dem Balkon. Egal, wie viele Olive- Geräte Sie zu Hause betreiben, jedes einzelne stellt eine separate Datenquelle dar, auf die UPnP-fähige Geräte zugreifen können. Da stellt sich natürlich die Frage nach der Datensicherheit, denn wenn die Festplatte platt ist, kann man gar nichts direkt abspielen oder streamen. Die löst man bei Olive durch die Empfehlung, sein Archiv regelmäßig auf einer USB-Festplatte zu sichern, was nach dem Einstöpseln einer heute ja geradezu unglaublich billigen USB-Festplatte ein Vorgang ist, den jeder in Sekunden bewältigt hat. Die externe Datensicherung scheint sich sowieso durchzusetzen und ist auch eine meiner Meinung nach eine gute Lösung. Je nach Größe der Bibliothek sollte man das machen, bevor es ins Bett geht, denn der Vorgang kann ein wenig dauern. Eine Sache von Sekunden wiederum ist das Abspielen von Musikstücken. Und da offenbart sich etwas, was man auf dem Blatt Papier vielleicht ansatzweise erwartet hätte, in dieser Deutlichkeit nun aber auch nicht: Die Musik ist da, völlig entschlackt, pieksauber und rein. Das ist große Klasse. Schon der ganz Kleine spielt schön agil und zackig, treibt angeschlossene Aktivboxen auf unbestechliche Art und Weise an. Das Umstecken auf den 4HD brachte dann ein spürbar erhöhtes Maß an Durchzeichnung und Auflösung, was auch der Räumlichkeit zuträglich ist und die Ortbarkeit einzelner Elemente verbessert. Der O6HD nun wieder, das war ja zu erwarten, setzt in jeder klanglichen Disziplin noch einen drauf. Er spielt erhaben, klar, dynamisch, ansatzlos. Er ist in der Lage, die Qualität des Ausgangsmaterials eindeutig herauszuarbeiten. Was schlecht aufgenommen ist wird gnadenlos entlarvt, richtig gutes HiRes-Material lässt hingegen die Sonne aufgehen. Dann geht es wirklich ab, und zwar so hochqualitativ, wie ich es selten gehört habe. Und eine Sache hätte ich fast vergessen, was aber eine Schande gewesen wäre: Der Kopfhörerausgang klingt so bemerkenswert, dass ich ihn extra erwähnen möchte. Normalerweise schenke ich dieser Buchse weniger Beachtung, der momentan aufkommende Kopfhörer- Boom veranlasst mich aber, es doch einmal auszuprobieren – mit tollem Ergebnis. Es lohnt sich halt doch, dem Kopfhörerausgang besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Klar, dass der O6HD nach Punkten siegt, seine beiden Geschwister sollte man trotzdem nicht außer Acht lassen – beispielsweise für einen zweiten Raum. Über den neuen Star der Olive- Linie kann ich nur eins sagen: Er erfüllt voll und ganz das, was er erfüllen soll. Zum einen ist das die uneingeschränkte Glücklichstellung des Besitzers, zum anderen sorgt er dafür, dass man die Marke Olive gedanklich in noch höhere highfidele Sphären schiebt als vorher – und das hat er sich mit Fug, Recht, Klang, Design und Nutzbarkeit mehr als verdient.

Fazit

O3HD: Für den, der Festplattenmusik einfach und ohne Aufwand bei sehr guten klanglichen Ergebnissen erleben will.
O4HD: Der 4HD ist für die Aufsteiger, aber nur innerhalb des Olive-Portfolios. Absolut gesehen markiert er eine feste Größe unter den ganz highendigen HD-Playern.
O6HD: Das Flaggschiff von Olive haut einen um: Das ist die geniale Symbiose aus Klang, Design und Technik. Olive ist damit ganz oben angekommen.

Kategorie: Musikserver

Produkt: Olive O3HD

Preis: um 1000 Euro

6/2011

Kategorie: Musikserver

Produkt: Olive O4HD

Preis: um 2500 Euro

6/2011

Kategorie: Musikserver

Produkt: Olive O6HD

Preis: um 5000 Euro

6/2011
Ausstattung & technische Daten: Olive O3HD
Vertrieb GP Acoustic, Lünen 
Telefon 0231 9860320 
Internet www.gpa-eu.com 
Eingänge: 1 x Ethernet 
Ausgänge: 1 x analog RCA 
checksum „Für den, der Festplattenmusik einfach und ohne Aufwand bei sehr guten klanglichen Ergebnissen erleben will.“ 
Ausstattung & technische Daten: Olive O4HD
Vertrieb GP Acoustic, Lünen 
Telefon 0231 9860320 
Internet www.gpa-eu.com 
Eingänge: 1 x S/PDIF RCA 
Ausgänge: 2 x S/PDIF RCA 
checksum „Der 4HD ist für die Aufsteiger, aber nur innerhalb des Olive-Portfolios. Absolut gesehen markiert er eine feste Größe unter den ganz highendigen HD-Playern.“ 
Ausstattung & technische Daten: Olive O6HD
Vertrieb GP Acoustic, Lünen 
Telefon 0231 9860320 
Internet www.gpa-eu.com 
Eingänge: 1 x Ethernet 
Ausgänge: 1 x analog XLR 
checksum „Das Flaggschiff von Olive haut einen um: Das ist die geniale Symbiose aus Klang, Design und Technik. Olive ist damit ganz oben angekommen.“ 
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Autor Christian Rechenbach
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Datum 14.06.2011, 11:56 Uhr
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