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Kategorie: Phono Vorstufen

Einzeltest: iFi iPhono


Die kleinen Details

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Wenn man ein fast perfektes Kleinod wie die iPhono geschaffen hat, mit diesem Ausstattungsumfang,  untergebracht in einem so kleinen Gehäuse, dann könnte man sich eigentlich zurücklehnen –  nicht so die iFi-Konstrukteure, die bereits jetzt eine in fast allen Punkten verbesserte Version  auf den Markt gebracht haben

Wer den iPhono bisher noch nicht kannte: Es handelt sich hierbei um einen knapp 200 Gramm schweren Aluminium- Riegel, auf dessen einer Schmalseite gerade mal so zwei Buchsenpaare für die getrennten MM- und MC-Eingänge Platz finden – auf der anderen Seite gibt´s den Ausgang und einen Kippschalter für verschiedene Entzerrungen, dazu aber später. Die Oberseite zeigt drei LEDs, die die wichtigsten Betriebsarten anzeigen, aber wirklich interessant wird es an der Unterseite des kleinen Geräts. Hier bieten gleich drei „Mäuseklaviere“ eine Vielzahl von Anpassungsmöglichkeiten. Da gibt es erst einmal die verschiedenen Verstärkungsstufen von 36 bis 72 Dezibel, zudem eine Bank an Wahlschaltern für die Eingangskapazität von MM-Tonabnehmern und die Eingangsimpedanz von MC-Systemen. Und schließlich sind da noch die umschaltbaren Entzerrerkennlinien – vier verschiedene RIAA-Kennlinien, sowie Decca und Columbia lassen sich einstellen. Die RIAA gibt es mit oder ohne Neumann-Konstante und die beiden Varianten jeweils mit oder ohne Subsonic-Filter. Der beigefügten Kurzanleitung ist zu entnehmen, welche Plattenlabel in welchem Zeitraum die infrage kommenden Schneidkennlinien verwendet haben – eine feine Sache für Besitzer historischer Aufnahmen, die zwar mit einer handelsüblichen RIAA irgendwie schon immer abspielbar waren, mit der korrekten Entzerrung aber eben doch in ganz neuem Glanz erstrahlen.

Entsprechende Messungen finden Sie in unserem Testkasten. Thorsten Lösch, die treibende Kraft hinter AMR und ifi , hat das ursprüngliche Gerät, das wir in Ausgabe 4/2014 ausführlich besprochen haben, an entscheidenden Stellen weiterentwickelt: So wurde der Verstärkungsbereich noch einmal erweitert – laut Hersteller lässt sich das Gerät jetzt von 36 bis 72 Dezibel einstellen, was wir bei unseren Messungen nicht ganz erreicht haben. Dafür sind die beim Vorgänger schon sehr guten Werte für Fremdspannungsabstand, Kanaltrennung und Klirr noch einmal besser geworden. Der vom iFi angegebene Dynamikumfang von 106 Dezibel ist dagegen eher ein akademischer Wert, der in der Realität der Schallplattenwiedergabe eher nicht gefordert sein dürfte. Die RIAA-Entzerrung hat keine Negative- Feedback-Schaltung, sondern die CR-Variante, die allerdings eine sorgfältige Auswahl der verwendeten OP-Verstärker voraussetzt und – natürlich – auch ein cleveres Schaltungsdesign, um Verzerrungen über den gesamten Frequenzbereich konstant niedrig zu halten. Außerdem können die verwendeten OP-Amps direkt an den MM-Tonabnehmer gekoppelt werden, ohne dass am Eingang der Phonostufe Koppelkondensatoren eingesetzt werden. Auch für die Verstärkung der kleinen MC-Signale ist man nicht den einfachen Weg gegangen.

Preis: um 569 Euro

iFi iPhono


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Autor Thomas Schmidt
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Datum 01.04.2017, 10:02 Uhr