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Kategorie: Phono Vorstufen

Einzeltest: Tom Evans MicroGroove Plus MK 2 - Seite 3 / 3


Der Herr der Käfer

Gönnen wir dem Mann seine Geheimnisse und nehmen noch ein paar Besonderheiten bei den passiven Bauteilen zur Kenntnis: Tom Evans verbaut erstaunlich viele Tantalelkos, die bei anderen Herstellern so seit vielen Jahren aus der Mode gekommen sind, und zahlreiche MKH-Folienkondensatoren, für die das Gleiche gilt. Die Abneigung gegen Metallgehäuse ist unverkennbar, für die Abschirmung muss eine Lage ganzflächig kupferkaschiertes Platinenmaterial unter der Verstärkerplatine reichen. Und sonst? Zwei mittelgroße Siebelkos und vier einzelne Dioden als Gleichrichter empfangen die vom Netzteil ankommende Rohkost, die im Anschluss mit „Lithos 7.4“ in den lebensspendenden Edelsaft für die sensible Verstärkerschaltung verwandelt wird. Sensibel übrigens im wahrsten Sinne des Wortes, der MicroGroove Plus MK 2 verstärkt um fast 70 Dezibel, sollte also auch mit leiseren MCs bestens zurechtkommen. Wie Sie aus den oben aufgelisteten möglichen Werten für die Tonabnehmer-Abschlussimpedanz natürlich schon messerscharf geschlossen haben, ist das Gerät zum Anschluss von MM-Abtastern nicht geeignet. Und wieder einmal stülpe ich den Deckel auf eine dieser geheimnisvollen Wunder-Phonovorstufen von Mr. Evans, ohne beim Verständnis ihrer exorbitanten Qualitäten wirklich weitergekommen zu sein. Am externen Netzteil liegt´s, das wage ich mal so zu behaupten, auch eher nicht.

Da dürfte nämlich nicht viel mehr drin sein als ein moderat dimensionierter Transformator und eine Sicherung. Die Messtechnik bringt mich auch nicht recht weiter. Sämtliche Daten des Gerätes sind in Ordnung, aber nicht herausragend. Der Frequenzgang ist mit dem des letzten Tom Evans praktisch deckungsgleich und eindeutig nicht perfekt an der reinen Lehre ausgerichtet. Was aber außer Frage steht, ist, dass der Vertrieb mit der einen Nacht Warmlaufzeit und der Bedeutung der korrekt liegenden Netzphase absolut recht hatte: Am nächsten Tag macht mich der MicroGroove Plus MK 2 genauso sprachlos, wie die kleinen Acrylboxen das immer hinbekommen: Das zweifellos gute und in jeder Hinsicht korrektes Benz ACE SL mutiert zum mitreißenden Spaßabtaster allererster Kajüte, das klanglich allenfalls mittelprächtige neue Smashing-Pumpkins-Album „Shiny and Oh So Bright ...“ klingt auf einmal nach Billy Corgans drittem bis vierten Frühling und nicht wie routinierter Rick- Rubin-Muff – klasse. Maliah und Boris Blank grooven auf „Convergence“, dass sich die wohligen Schauer im Sekundentakt auf den Weg den Rücken hinunter machen, Jackson Brownes legendäre Backstage- Version von „Rosie“ ist pure Emotion, der man sich kaum entziehen kann.

Den direkten, ungekünstelten Transport von musikalischem Inhalt, das beherrscht auch diese Tom-Evans-Phonovorstufe in absolut erstaunlichem Maße und trifft damit den Nagel genau auf den Kopf. Was sich hier letztlich auf Basis von ein paar schnöden achtbeinigen „Käfern“ abspielt, ist wieder einmal äußerst bemerkenswert.   

Fazit

Er kann einfach zaubern, der Mann aus Wales: Auch dieses unscheinbare Acrylkästchen von Tom Evans ist ein so unmittelbarer Vermittler von Musik, wie das nur ganz wenige Phonovorstufen schaffen.

Preis: um 1150 Euro

Tom Evans MicroGroove Plus MK 2


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Ausstattung & technische Daten 
Vertrieb HiFi Studio Witmann 
Telefon 0711 696774 
Internet www.tomevans.de 
Garantie (in Jahren)
B x H x T (in mm) ( ohne Netzteil): 202 x 66 x 120 mm 
Gewicht ca. 0,8 kg 
Unterm Strich... » Er kann einfach zaubern, der Mann aus Wales: Auch dieses unscheinbare Acrylkästchen von Tom Evans ist ein so unmittelbarer Vermittler von Musik, wie das nur ganz wenige Phonovorstufen schaffen. 
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Holger Barske
Autor Holger Barske
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Datum 28.04.2019, 14:59 Uhr