Kategorie: Plattenspieler

Einzeltest: Transrotor Rossini


Mit Leichtigkeit

Plattenspieler Transrotor Rossini im Test, Bild 1
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Rossini heißt er also – ein schöner Name und auch passend: Optisch strahlt der neue Transrotor genau diese spielerische Leichtigkeit aus, für die der italienische Opernkomponist so bekannt geworden ist

Mitspieler


Tonabnehmer:

 Goldring 2200
 Benz ACE L
 Nagaoka MP-500

69
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Verstärker

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Lautsprecher

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 K+T Nada Zubehör
 Kabel von Silent Wire, van den Hul,
 Netzfilter Power Plant Premier
 Basen und Füße von SSC, bFly

Gegenspieler


Plattenspieler:

 Nottingham Analogue Spacedeck
 VPI Scoutmaster 2
 Feickert Analogue Firebird

Wenn ich die ohne Zweifel lange Liste von Transrotoren betrachte, die wir im Laufe der Jahre in unserem Magazin besprochen haben, dann habe ich genau zwei Farben vor Augen: Schwarz und Silber. Weiß ist allenfalls als sparsam eingesetzte Applikation als Inlay in einem Plattenteller vorgekommen. Klar: Der klassische „dicke“ Transrotor glänzt im wahrsten Sinne des Wortes durch die meisterlich in Handarbeit auf Hochglanz polierten Aluminium- Oberflächen, in letzter Zeit haben sich auch schwarze Kunststoffe im Programm etabliert. Was man vielleicht weniger auf dem Radar hat, sind die vorwiegend aus Acryl bestehenden Laufwerke, die die Einsteiger- und Mittelklasse beim Bergisch Gladbacher Hersteller ergänzt haben – ich wage aber mal zu behaupten, dass sie nie die ganz große Rolle gespielt haben. Das könnte sich mit dem Rossini und seinem kleineren Bruder bald ändern.

Plattenspieler Transrotor Rossini im Test, Bild 2Plattenspieler Transrotor Rossini im Test, Bild 3Plattenspieler Transrotor Rossini im Test, Bild 4Plattenspieler Transrotor Rossini im Test, Bild 5Plattenspieler Transrotor Rossini im Test, Bild 6
Auf der High End 2012 konnte man die beiden kleinen Plattenspieler gleich neben dem Eingang zum Transrotor-Raum bewundern: Der kleinere Bruder sozusagen als Minimalkonzept und der ansonsten baugleiche Rossini mit einer formal gelungenen Zargenkonstruktion, die übrigens in ihren Seitenverhältnissen genau dem goldenen Schnitt entspricht – was bei Leonardo da Vinci funktioniert hat, macht auch die Hi-Fi-Komponente schöner. Die Kombination der weißlich-matt satinierten Grundplatte mit dem Alu-Teller, der Alu-Motordose und dem silbernen Tonarm wirkt formal jedenfalls sehr gelungen – modernes Design trifft auf traditionellen Plattenspielerbau. Dass die Farbe Weiß auch in anderen Preisklassen Einzug hält, beweist der ebenfalls ganz neue Crescendo mit seiner charakteristischen Dreiecksform und weißem Chassis. Die Motordose des Rossini hat die von Transrotor bekannte flache Bauform – die Aluminiumhülle birgt ein massives Messing- Drehteil, auf dem der Motor montiert ist – wo bei Transrotor Solidität gefragt ist, setzt man auf Metallbau. Der Motor kann wahlweise über das Standard-Stecker- Netzteil betrieben werden, inklusive Geschwindigkeitswechsel durch Riemen umlegen nach alter Väter Sitte, oder man setzt auf die Transrotor-Motorsteuerung Konstant, die einfach anstelle des Standardnetzteils eingesetzt wird. Dass die Wiedergabequalität neben dem Komfort ganz klar hinzugewinnt, haben wir schon des Öfteren feststellen können. Die Übertragung der Antriebskraft erfolgt durch den bekannten geschliffenen Riemen. Das Tellerlager besteht wie gehabt aus einem Edelstahldorn in einer Lagerbuchse aus Messing mit einer gehärteten Stahlkugel – bekannte und extrem solide Technik. Der Teller wird einfach auf den Kragen des Lagerdorns aufgesetzt. In den Boden des Aluminiumtellers hat man die transrotoreigenen konzentrischen Ringe eingefräst, um stehende Wellen im Material zu vermeiden. Bereits fertig vormontiert ist ein Neunzoll- OEM-Tonarm von einem der weltweit führenden Hersteller – ein grundsolider, s-förmiger Neunzöller, kardanisch gelagert und mit SME-Standardbajonett ausgerüstet, was dem Besitzer erlaubt, in sehr kurzer Zeit zwischen den verschiedensten Tonabnehmern hin und her zu wechseln. Zum Paket gehört schon ein ziemlich brauchbarer Goldring-Tonabnehmer, der weitaus mehr kann als die Verlegenheitslösungen anderer Hersteller. Insgesamt hat Transrotor hier zum Preis von knapp 2.800 Euro ein attraktives Gesamtpaket geschnürt, das natürlich preislich schon deutlich über der Einsteigerklasse angesiedelt ist, und dafür eben auch das Zeug zu einem echten Klassiker hat. Zum Zeitpunkt dieses Tests hatten wir das große Glück, zwei preislich vergleichbare, in der Ausführung grundverschiedene Plattenspieler von Transrotor zur Verfügung zu haben. Dies waren zum einen der legendäre Fat Bob S in Vollmetall, zum anderen der relativ neue Dark Star Reference, der fast ausschließlich auf POM setzt. Zur Erinnerung: Dem Fat Bob S haben wir eine ziemlich direkte und kernige Spielweise attesttiert, während der Dark Star nicht weniger mächtig, dafür eine Spur verbindlicher und gefälliger zu Werke ging. In die schmale Spanne zwischen den beiden ordnet sich der Rossini ein: Vom Fat Bob S (und dessen Metallteller) hat er die direkte, knochentrockene Ansprache geerbt, die wir schon seit jeher mit Transrotor assoziieren, vom Dark Star eine gewisse Freundlichkeit, die dem einen oder anderen MC-Tonabnehmer systembedingte Eskapaden im Hochtonbereich gerne verzeiht. Will heißen: Der Rossini reiht sich qualitativ nahtlos ein in eine lange Reihe mittelgroßer Laufwerke aus Bergisch Gladbach – klanglich verfolgt er durchaus einen eigenen Weg. Die Mächtigkeit und Souveränität im Bass, die wir nur zu gut kennen, ist auch ihm gegeben – wie sollte es bei den verwendeten Laufwerkskomponenten anders sein. Was dabei grundsätzlich positiv auffällt, ist die weite Strecke, die die Tonarm-System-Kombination qualitativ mit dem Laufwerk mitgeht. Erst sehr weit draußen in den tiefen zweistelligen Frequenzbereichen macht sich der Unterschied zu einem SME-Tonarm mit einem Tonabnehmer bemerkbar, der einzeln schon so viel kostet wie die ganze Peripherie auf dem Rossini – hier hat man in jedem Fall ein glückliches Händchen bei der Zusammenstellung bewiesen. Gegenüber dem Dark Star mit grundsätzlich gleicher Ausrüstung gibt es lediglich Unterschiede in Sachen Abstimmung: Beim Schwarzkittel etwas mehr Wucht und Wärme untenherum, dafür etwas mildere Höhen – beim Rossini dagegen trockenere, definierte Bässe und ein bisschen mehr Energie im Hochton. In Sachen Mitteltonwiedergabe nehmen sich alle drei überhaupt nichts, und die räumliche Abbildung steht stabiler als jede Bank, auch wenn dieses Bild heutzutage nicht mehr die erste Wahl ist. In jedem Fall vereint der Rossini Tradition und Moderne: Klanglich steht er seinen Stallkollegen in nichts nach und fügt sich harmonisch in jede moderne Wohnumgebung perfekt ein.

Fazit

Die Bilanz dieses Testberichts fällt durch und durch positiv aus: Zu einem attraktiven Preis erhält man einen ebensolchen Plattenspieler, der klanglich mit deutlich wuchtigeren Laufwerken mithalten kann und optisch gleichzeitig eine wunderbare Leichtigkeit ausstrahlt.

Preis: um 1900 Euro

Plattenspieler

Transrotor Rossini


08/2012 - Thomas Schmidt

Ausstattung & technische Daten 
Garantie
Vertrieb Transrotor, Bergisch Gladbach 
Telefon 02202 31046 
Internet www.transrotor.de 
unterm Strich... » Die Bilanz dieses Testberichts fällt durch und durch positiv aus: Zu einem attraktiven Preis erhält man einen ebensolchen Plattenspieler, der klanglich mit deutlich wuchtigeren Laufwerken mithalten kann und optisch gleichzeitig eine wunderbare Leichtigkeit ausstrahlt. 
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Autor Thomas Schmidt
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Datum 30.08.2012, 09:15 Uhr
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