„Drum prüfe, wer sich ewig bindet ...“ heißt es in Schillers Glocke. In der High Fidelity stellte sich eine solche Frage bisher nicht. In der Regel ging man zum Händler und tauschte Geld gegen Ware.
>> Mehr erfahren>> Alle anzeigen
Die oberfränkische Traditionsfirma Loewe hat in ihrer über 100-jährigen Historie viele legendäre HiFi- und TV-Geräte herausgebracht. Doch ein Kopfhörer war nie dabei. Bis jetzt.
>> Mehr erfahren>> Alle anzeigenMusikrezension: Anett Louisan – Bohème (105Music)
Anett Louisan – Bohème
Als das Erstlinsgwerk von Anett Louisan 2004 auf den Markt kam habe ich inständig gehofft, dass es das Album möglichst schnell auf Vinyl schafft. Ich gestehe: Ich fand’s gut, und zwar richtig. Mit fünf Jahren Distanz und drei weiteren Alben der norddeutschen Künstlerin im Ohr ist die Euphorie nicht mehr ganz so groß, aber trotzdem hat es die Scheibe mehr als verdient, an dieser Stelle gewürdigt zu werden. An „Bohème“ scheiden sich nach wie vor die Geister: Man kann das Album als musikgewordene schlüpfrige Altherrenfantasie missinterpretieren oder es wahlweise auch als die intelligenteste deutschsprachige Liedersammlung seit vielen Jahren überbewerten – die Wahrheit liegt vermutlich, wie üblich, irgendwo in der Mitte. Fest steht, dass sich die zwölf Titel (auf der CD gibt’s dazu noch einen Radiomix des damaligen Hits „Das Spiel“) in Sachen Textintelligenz weit jenseits der plattgewalzten Popmusikpfade bewegen und dass Texter Frank Ramond Frau Louisan pointierte, witzige und ungewöhnliche Lyrik auf den Leib geschrieben hat. Der Zuckerguss, mit dem Anett die nicht immer niedlichen Inhalte zu Gehör bringt hat System und gibt dem Ganzen eine leicht ironische Note. So kenne ich bis zum heutigen Tage niemand, aus dessen Mund das Wort „Scheiße“ so überaus lieblich klingt wie bei Antett Louisan in „Das Liebeslied“. Klar, das Ganze ist sparsam akustisch instrumentiert, verkneift sich jede Form von lauten Tönen, gibt nur dann zu denken, wenn man wirklich hinhört und drüber nachdenken will; in erster Linie schleicht sich dieses Album aber zielstrebig ins Gehör und fühlt sich da ziemlich wohl, was ja keinesfalls ein Fehler ist. Die Vinylausgabe klingt, dem sanften Tenor angemessen, ziemlich gut. Wenig Rauschen, brauchbare Dynamikwerte, tonal gut ausbalanciert. Bei der Fertigung gibt’s auch nichts zu meckern, die Scheibe hatte ledigilich eine Wäsche dringend nötig. Ausstattung? Fehlanzeige. Papier-Innenhülle, einfach, weiß.
Fazit
Frau Louisans gelungener Erstling hat’s nach fünf Jahren endlich auf Vinyl geschafft.Kategorie: Schallplatte
Produkt: Anett Louisan – Bohème (105Music)
|
144-612
ArtPhönix Vinyl |
Das Thema Kabel ist nicht unumstritten. Dabei kann man es ganz pragmatisch angehen: Gute Kabel ausprobieren und fertig.
>> Mehr erfahren>> Alle anzeigen
Zu den spannendsten Newcomern im Bereich Lautsprecher zählt ganz klar Neuron Acoustic. Was wir bisher aus Heilbronn gehört haben, hat uns restlos begeistert.
>> Mehr erfahren>> Alle anzeigen




