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>> Mehr erfahren>> Alle anzeigenMusikrezension: Jan Garbarek – In Praise of Dreams (ECM)
Jan Garbarek – In Praise of Dreams
Das ECM-Urgestein Jan Garbarek präsentiert sich auf seinem 2003 aufgenommenen Album „In Praise of Dreams“ etwas zugänglicher als auf anderen Alben und kann damit auch viele Musikfans jenseits seines sonstigen Kosmos in sein Lager herüberziehen. Sein Tenorsaxofon kombiniert er hier mit einer von Kim Kashkashian gespielten Bratsche und einem akustischen und elektronischen Schlagzeug, das von Manu Katché bedient wird. Gerade die elektronischen Loops des Ausnahmeschlagzeugers weichen die Grenze auf und überführen Jan Garbareks asketische Klänge in Gefilde, wo sonst nur wenige Jazzer anzutreffen sind. Auch die warmen Bratschen-Beiträge Kim Kashkasians geben der Musik einen Touch, der auf anderen Alben Garbareks nicht anzutreffen ist. Für seine eingeschworene Fangemeinde hat „In Praise of Dreams“ jedoch auch das Potenzial, seine Anhängerschaft in zwei Lager zu spalten. Die einen kritisieren das Album als zu gefällig und damit belanglos, die anderen loben den Mut des Künstlers, sich durch einen Schritt in Richtung Kommerz neue Fangruppen zu erschließen. Zu welchem Lager man sich nach dem Genuss – und der ist es in audiophiler Hinsicht so oder so – hingezogen fühlt, muss jeder für sich entscheiden. Unbestritten ist jedoch die künstlerische Vielfalt, die auf dem erstmals auf Vinyl erhältlichen Album anzutreffen ist. Nordische Kühle paart sich mit Motiven aus dem musikalischen Mittelalter und fächert sie mit akustischen und elektronischen Mitteln in einer Breite auf, in der jeder etwas anderes finden wird, das einen anspricht. Das finale „A Tale Begun“ sticht dabei besonders heraus, könnte es doch der Soundtrack für eine Filmsequenz sein, in der sich Ritter vorbereiten, um zu Pferd die Gunst der schönsten Magd des Dorfes zu erobern.
Fazit
Garbarek geht volles Risiko – und gewinnt.Kategorie: Schallplatte
Produkt: Jan Garbarek – In Praise of Dreams (ECM)
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144-612
ArtPhönix Vinyl |
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