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>> Mehr erfahren>> Alle anzeigenMusikrezension: RMS Audio – Konditionierungs- und Test-LP (R.A.D. Akustik)
RMS Audio – Konditionierungs- und Test-LP
Achtung – keine Musik. Das hier ist keine Scheibe zum Hören, das ist ein Werkzeug. Die – ich nenne sie der Einfachheit halber nur die RMS-LP – hat zwei Seiten (so weit nicht überraschend), die weitgehend unterschiedlichen Zwecken dienen. Seite A besteht aus einem einzigen, 26 Minuten langen Track, der fürs Kapitel „Konditionierung“ zuständig ist. Dabei handelt es sich um ein künstlich erzeugtes „Impulsband- Signal“, mit dem die ganze Anlage behandelt werden soll, indem man die Platte bei moderater Lautstärke abspielt. Zu hören gibt’s dann etwas, das sich etwa wie ein Ballerspiel aus den frühen 80er-Jahren anhört. Der Sinn der Sache besteht darin, so etwas wie ein besonders effektives Signal zum Einspielen von Komponenten zur Verfügung zu stellen. Damit kann ich so weit leben, insbesondere bei Tonabnehmern und Phonovorstufen tut man sich ohne entsprechende Platten ja etwas schwer. Klar, man kann’s auch mit Musik machen, aber dem Vernehmen nach geht’s hiermit schneller und gründlicher. Experimente, inwieweit „schon durch einmaliges Abspielen der IBS-LP eine deutliche Klangverbesserung erreicht“ (Zitat Covertext) wird, überlasse ich Ihnen. Ich habe den Eindruck, dass das schräge Gerausche ganz gut zum „Kneten“ neuer Tonabnehmer taugt. Kommen wir zu Seite B, und das ist die weitaus unstrittigere. Mit den hier versammelten Testsignalen kann man nämlich recht gut überprüfen, ob der Tonabnehmer korrekt eingebaut ist und ob er noch einigermaßen in Schuss ist. Die ersten fünf Tracks sind Rosa Rauschen in diversen Kanalverteilungen und Phasenbezügen; hiermit lässt sich gut ermitteln, ob der Abtaster kanal- und phasenrichtig angeschlossen ist. Der folgende Gleitsinus von 20 Hertz und 20 Kilohertz ist für Leute interessant, die beim Abspielen die Amplitude messen und somit feststellen können, wie der Frequenzgang ihrer Kombination aus Tonabnehmer und Phonovorstufe aussieht. Es folgt eine Reihe von Sinussignalen auf jeweils einem Kanal, mit denen kann man Übersprechwerte testen. Danach folgt Leere, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes: zwei Zentimeter Vinyl ohne Rille dienen der Kontrolle der Antiskating-Einstellung: driftet der Tonabnehmer nicht, ist alles in Ordnung. Danach gibt’s neun Sinussignale zur Feststellung der Abtastfähigkeit des Systems: Dazu sind in reiner Seitenschrift 300-Hertz-Sinussignale mit steigender Auslenkung aufgezeichnet. Wenn’s hörbar zerrt, ist die Grenze der Abtastfähigkeit des Tonabnehmers erreicht. Sollte der Wert unter 60 Mikrometern liegen, empfiehlt es sich, nach den Ursachen dafür zu fahnden. Abschließend gibt’s noch ein paar Signale für Rumpelmessungen. Zumindest die zweite Seite der Scheibe ist eine echte Messplatte und kann problemlos ein paar der entweder komplett verschlissenen oder gar nicht mehr zu besorgenden Messplatten aus früheren Jahren ersetzen.
Fazit
Empfehlenswertes Werkzeug zur Überprüfung von Tonabnehmern und deren EinbauKategorie: Schallplatte
Produkt: RMS Audio – Konditionierungs- und Test-LP (R.A.D. Akustik)
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144-612
ArtPhönix Vinyl |
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