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Jula de Palma – Jula in Jazz
„Des einen Freud, des anderen Leid.“ Angesichts der Veröffentlichung dieses Albums gibt es keinen passenderen Spruch, der die Gefühle derjenigen beschreibt, die entweder im Besitz der ultraseltenen EPs „Jula in Jazz“ (1958) und „Jula in Jazz No. 2“ (1959) sind bzw. die nun endlich in den unvergleichlichen Genuss kommen, sich an der lasziv sentimentalen Performance der großen italienischen Jazz-Chanteuse Jula de Palma zu ergötzen. Um den Original-Besitzern den Schmerz des Wertverlustes ihrer Sammlung zu lindern, dürfen sich diese über den restaurierten Klang und die Tatsache freuen, dass die Sonorama-Veröffentlichung nicht nur alle acht Titel der beiden EPs enthält, sondern noch sechs weitere Songs von „Hello Jula“ (1965) sowie „Whisky and Dixie“ (1967) – diese hinken, obwohl es die jüngsten Aufnahmen sind, dem restlichen Werk klangtechnisch etwas hinterher. Ohnehin wären die Bonus-Titel gar nicht nötig gewesen, mindern die einem anderen Konzept unterworfenen Songs doch auch aufgrund der Tatsache, dass sie in das leider völlig durchgemischte Tracklisting eingestreut sind, die fantastische Qualität der beiden Jazz-Raritäten. Warum die mystische Aura Jula de Palma, fast 40 Jahre nachdem sie ihre Karriere beendet hat, immer noch umgibt, erkennt man bereits nach ein Paar Takten des ersten Stücks „Pennies from Heaven“. Um sich das grandiose Werk besser zu erschließen, empfiehlt sich die Abspielreihenfolge den ursprünglichen Aufnahmen anzupassen; die tollen Bonus-Stücke, darunter ein herrliches Remake des Tony Bennett- Klassikers „I Left My Heart in San Francisco“, genießt man dann als Abgang.
Fazit
Vocal Jazz zum Verlieben! Mit der geänderten Titelfolge hat man dem Werk allerdings nichts Gutes getan.Kategorie: Schallplatte
Produkt: Jula de Palma – Jula in Jazz (Sonorama)
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144-612
ArtPhönix Vinyl |
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