Möchten Sie zur Seite für Mobilgeräte wechseln ? JaNein
71_16205_2
Topthema: Raumakustik verbessern - Schallabsorber einsetzen
Kategorie: Stereovorstufen

Einzeltest: Audio Research SP17 - Seite 2 / 3


Das letzte Einhorn

Jede Betriebsspannung wird elektronisch stabilisiert, ich zähle mindestens vier aus Einzeldioden aufgebaute Brückengleichrichter, jede Menge Spannungsregler und passive Bauteile vom Feinsten: Die anerkannt guten REL-Caps fürs Signal, Bewährtes von Wima für die peripheren Funktionen. Und was ist mit den Röhren? Die gibt’s natürlich, aber nur zwei Stück. Und an dieser Stelle unterscheidet sich die SP17 ganz erheblich von der LS17, die zwar auch mit zwei russischen Doppeltrioden vom Typ 6H30 arbeitet, aber auch kein Phonoteil an Bord hat -– tatsächlich haben beide Geräte technisch nur bedingt miteinander zu tun. Bei der SP17 muss der Hochpegel- und der Phonozweig mit einem Triodensystem pro Kanal auskommen. Das, was die halbe Röhre an Verstärkung bereitzustellen imstande ist, wird von einer vorgeschalteten Halbleiterlösung erledigt. Natürlich diskret, mit rauscharmen JFets realisiert. Diese Kombination kennen wir von Audio Research, die Amerikaner setzten seit vielen Jahren auf hybride Lösungen dieser Art, auch bei ihren großen Modellen. Die SP17 ist eine konsequent unsymmetrisch aufgebaute Vorstufe, deshalb gibt’s auch nur Cinchbuchsen auf der Rückseite. Das Phonoteil versucht, nach Möglichkeit jedem Tonabnehmer gerecht zu werden. Es gibt nur eine Verstärkung, und die liegt in der Gegend von 48 Dezibel.

Das erscheint für MCs wenig, ob‘s funktioniert, muss die Praxis zeigen. Hinzu kommt der Umstand, dass die Eingangsimpedanz fix auf 50 Kiloohm eingestellt ist. Auch das scheint zunächst erst einmal auf die ausschließliche Verwendung von MM-Abtastern hinzudeuten. Die Lautstärkeeinstellung obliegt beim SP17 zwei kleinen SMD-Chips, die den Job in 104 Stufen erledigen. Beim Durchfahren des nutzbaren Pegelbereichs hört man fast keine Sprünge, lediglich eine minimale Geräuschentwicklung gibt’s beim Weiterschalten – ein typisches Kennzeichen fast aller elektronischen „Potis“. Kinofans werden sich noch über den „Processor“-Anschluss freuen, bei dessen Anwahl der Vorverstärker zum sprichwörtlichen Stück Draht mutiert und alle Verantwortung an die davorzuschaltende A/V-Lösung abgibt. Einen Aufnahmeausgang haben wir auch, allerdings keinen Tape-Eingang. Verschmerzbar. Nach dem Umzug in den Hörraum bekam die SP17 erst einmal reichlich Einspielzeit – der Hersteller fordert da ja diverse hundert Stunden, bevor die Geräte so richtig auf den Punkt spielen. Als Signallieferant klemmten wir denn auch gleich mal ein auf dem Papier nur sehr bedingt geeignetes Clearaudio DaVinci an – ein echtes Hochleistungs-MC, das eigentlich 470 Ohm Abschlusswiderstand sehen will und 0,6 Millivolt Ausgangsspannung liefert. Ob das gut geht? Es tut, und zwar ausgezeichnet.

Preis: um 4000 Euro

Audio Research SP17


-

 
Dipl.-Ing.
Michael Voigt
Chefredakteur
hifitest.de
Der Sound der Profis

Packenden Filmsound kann man mit geeigneten Lautsprechern, AV-Receiver oder auch Soundbars in erstklassiger Qualität zu Hause im Heimkino geniessen. Noch beeindruckender ist allerdings der Sound im Mastering-Studio der Film-Produzenten. Wie Filmsound im Original klingt, hat mir Oscar-Preisträger Glenn Freemantle persönlich demonstriert.
>> Alles lesen

Neu im Shop:

Raumakustik, Schallabsorber: 12 neue Motive

>> Mehr erfahren
147_17939_2
Topthema: Premium 4K Heimkino Beamer
Premium_4K_Heimkino_Beamer_1571760806.jpg
BenQ W5700

Echte Heimkino-Fans aufgepasst: Der EISA-Award in der Kategorie „Home Theatre Projector“ ging 2019 an den 4K HDR Beamer. Große Farbraumabdeckung, exakte Farbwiedergabe und Installationsflexibilität waren mit unter wichtige Kriterien.

>> Wir haben ebenfalls genau hingeschaut.
Interessante Testportale:
  • www.smarthometest.info
  • www.heimwerker-test.de
  • www.hausgeraete-test.de
Allgemeine Händlersuche
Landkarte PLZ0 PLZ1 PLZ2 PLZ3 PLZ4 PLZ5 PLZ6 PLZ7 PLZ8 PLZ9

Klicken Sie auf Ihre PLZ oder wählen Sie ein Land

Händler des Tages

Nubert electronic GmbH
Holger Barske
Autor Holger Barske
Kontakt E-Mail
Datum 23.04.2015, 10:03 Uhr