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Kategorie: Streaming Client

Einzeltest: Lumin M1


Konsequentes Weglassen

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Streaming-DACs kennt man, DAC-Vorstufen sind mittlerweile sogar beinahe die Norm. Streaming-Verstärker hingegen sind eine eher ungewöhnliche Gerätekombination, doch der Name ist bei Lumins M1 absolut treffend.

Kombigeräte sind in der heutigen Zeit sehr beliebt. Schließlich wohnt man heutzutage gerne aufgeräumt und klar strukturiert. Außerdem ist aufgrund stetig steigender Mieten jeder Quadratmeter Wohnraum kostbar geworden. Warum also ein ganzes Regal mit einzelnen Komponenten füllen, wenn ein Gerät gleich mehrere Funktionen einnehmen kann? Normalerweise sind diese Kombinationen auch in technischer Hinsicht sinnvoll. Ein DAC-Chip besitzt oft schon eine eingebaute Lautstärkekontrolle. Warum also nicht dem DAC erlauben, auch gleichzeitig als Vorstufe zu arbeiten? Vollverstärker sind streng genommen ebenfalls eine Kombination aus Vor- und Endstufen, die man aus Gründen der Einfachheit zusammen in ein Gerät setzte und die Komponenten aufeinander abstimmte. So gewöhnt sind wir an diese Form des Zusammenschlusses, dass ein Vollverstärker schon gar nicht mehr als multifunktional wahrgenommen wird. Die übliche Vorgehensweise bei der Konstruktion eines solchen Gerätes ist, dass man zwei Systeme miteinander verbindet, die in der HiFi-Kette schon Nachbarn sind. Niemand kann einen CD-Transport direkt an ein Lautsprecherchassis anklemmen und erwarten, dass Musik spielt. Umso ungewöhnlicher also, dass Lumin mit dem M1 einen Streaming-Verstärker im Portfolio hat. Hier befindet man sich nämlich praktisch an den jeweils äußeren Enden der Kette, zwischen denen ein paar weitere Komponenten liegen.

Auch solche Systeme gibt es durchaus, sie werden aber meist als All-in-one- System bezeichnet. Eine Gerätekategorie, in die man sicher auch den M1 stecken könnte, doch seltsamerweise ist Streaming-Verstärker wirklich passender, denn das Gerät beschränkt sich auf genau diese beiden Funktionen. Fangen wir also beim Streaming an. Der M1 bekommt die dafür benötigten Daten natürlich per Ethernetkabel geliefert. Jeder UPnP-basierte Server im Netzwerk kann vom System erkannt werden, um darauf befindliche Inhalte wiederzugeben. Auch aus dem Internet kann der Streamer Musikdaten beziehen und hat mit Tidal, Qobuz und Tune-In auch gleich drei hochwertige Streaming- und Radiodienste an Bord. Spotify geht wie immer seinen eigenen Weg und ist mit der eigenen Connect- Variante dabei, bei der man den M1 aus der App des Streamingdienstes zum Ausgabepunkt machen kann. Auch für die Wiedergabe von Musik per AirPlay ist der M1 gerüstet und dank der Kooperation zwischen Lumin und Roon Labs kann auch das immer beliebter werdende Musikprogramm Roon genutzt werden, um den Streamer in die eigene Infrastruktur einzubeziehen. Neben dem eigentlichen Streaming können auch Musikdaten von Massenspeichern direkt wiedergegeben werden. USB-Sticks und externe Festplatten können dazu die beiden USB-A-Buchsen auf der Rückseite nutzten, die dann als Musikbibliothek ausgewählt werden können.

Preis: um 2000 Euro

Lumin M1


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