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Kategorie: Streaming Client

Einzeltest: Waversa WStreamer


Frischer Wind

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Waversa will mit modernem Design und jeder Menge aufwendiger Technik nun auch im deutschen HiFi-Markt Fuß fassen. Wir schauen, wie die Chancen stehen.

Waversa wurde 2012 als Halbleiterhersteller und Systemdesigner gegründet. Im darauf folgenden Jahr brachte die südkoreanische Firma bereits erste Audiotechnologien auf den Markt und vertiefte die Entwicklung eigener Plattformen. Obwohl Waversa zunächst IT-Technik entwickelte, ist mittlerweile ein vollwertiger HiFi-Produzent entstanden. Was zunächst nach Unvereinbarkeit klingt, ist bei genauerer Betrachtung ein durchaus vielversprechendes Konzept. Während alteingesessene Audiomanufakturen auch heute noch Probleme damit haben, moderne Technologien umzusetzen, sind Firmen wie Waversa solche Vorstellungen fremd. Hier entstehen frische Ideen und Ansätze, die der Branche im Allgemeinen eine neue Richtung geben können, da man mit vermeintlichen Traditionen problemlos brechen kann. Das zeigt sich schon an der Marktpositionierung, die Waversa anstrebt. So stellt man auf der einen Seite High-End-Mono-Endstufen für mehr als 20.000 Euro her, während man gleichzeitig einen kompakten Streamer für knapp unter 800 Euro anbietet. Ebenjenes Quellgerät, zugegeben wenig kreativ auf den Namen WStreamer getauft, haben wir für einen Test erhalten. Schon auf den ersten Blick fällt auf, dass hier einiges anders gemacht wird, als man es von bekannten Herstellern gewohnt ist. Während dort der Aufbau der Systeme praktisch immer für eine Anwendung in einem Rack konzipiert ist, scheint Waversa einen anderen Weg zu gehen.

Erkennbar ist dies an der Tatsache, dass man die Anschlüsse des WStreamers nicht an einer Geräteseite gebündelt hat, sodass alle Kabel nach hinten und außer Sicht verlaufen. Stattdessen befinden sich die verschiedenen Verbindungspunkte an zwei gegenüberliegenden Seiten des kompakten Netzwerkplayers. Der WStreamer scheint also so konzipiert zu sein, dass er eher als Adapter zwischen Router und DAC oder Verstärker sitzen soll, was ihn weniger zum direkten Teil einer Anlage machen würde, als zu einem simplen Werkzeug, das außer Sicht seine Arbeit verrichtet. Zu verstecken braucht sich der kleine Player aber eigentlich nicht, denn in Sachen Verarbeitung spielt Waversa auch bei seinem kleinsten und günstigsten System ganz vorne mit. Die Elektronik des WStreamer wird in einem schlanken Gehäuse mit etwa zehn Zentimetern Kantenlänge und nur zwei Zentimetern Höhe eingesetzt. Allerdings nutzten die Koreaner als Material für die Hülle nicht etwa Kunststoff, wie man es vielleicht bei einem Kompaktstreamer erwarten würde, sondern massives Aluminium, das vollständig ohne sichtbare Schrauben auskommt. Dies ist erstens gut für die interne Kühlung des Rechners, die so rein passiv geschehen kann, wie auch für die Stabilität. Während gerade hochwertige, eher steife Kabel Geräte dieser Größe gerne anheben, bleibt der WStreamer stets an Ort und Stelle.

Preis: um 800 Euro

Waversa WStreamer


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Dipl.-Ing.
Michael Voigt
Chefredakteur
hifitest.de
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Autor Philipp Schneckenburger
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Datum 25.12.2019, 09:59 Uhr