Kategorie: Subwoofer (Home)

Einzeltest: Merovinger Audio Audio 1/38


Big Block

Subwoofer (Home) meroVinger Audio 1/38 im Test, Bild 1
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Die Firma MeroVinger Audio hat uns in den letzten Jahren mit ihren technisch ausgereiften Konstruktionen immer wieder positiv überrascht. Und auch dieses Jahr geht der Preis für die tiefste verzerrungsfrei wiedergegebene Frequenz an die bayerische Manufaktur

Natürlich handelt es sich beim Objekt dieser Beschreibung um einen Subwoofer. Merovinger Audio hat sich als kleiner Hersteller vor Jahren schon klar für eine Linie quer durchs Produktportfolio entschieden und sich auf Konstruktionen festgelegt, die auf der Basis hochwertigsten Chassismaterials mit DSP-unterstützter Abstimmung das Optimum in Sachen Linearität und Klang herausholen. Mit dem Subwoofer 1/38 haben wir nun einen weiteren Tieftonspezialisten aus dem Hause Merovinger vor uns stehen. Der Name ist Programm: Es handelt sich um eine Konstruktion mit einem 38-Zentimeter-Chassis, im Gegensatz beispielsweise zum Modell 4/22, das die schlanke Form einer ausgewachsenen Standbox hat – vier 22-Zentimeter-Chassis sind dort in einer Säule übereinander angeordnet. Das mit der Säule kann man übrigens auch mit dem (oder den) 38er(n) haben: Auf Wunsch gehen auch Konfigurationen mit bis zu drei der großen Chassis übereinander. Und wenn das noch nicht wahnsinnig genug ist, kann man den Dreifach-Subwoofer auch mit drei 46-Zentimeter-Chassis bestellen.

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Jeder Einsatz dieses Kolosses dürfte dann auch als kleineres Erdbeben bei den seismologischen Messstationen registriert werden. Aber zurück zu unserem 1/38: Wir haben von Merovinger Audio die Luxusvariante zur Verfügung bekommen, die mit einem speziell für den HiFi-Einsatz konzipierten Spezialchassis ausgestattet ist. Der Treiber wird in Deutschland gefertigt und ist auf die maximale Tieftonausbeute aus einem kleinen Gehäuse ausgelegt. Ich verrate es schon mal vorweg: Weder bei unseren Messungen noch bei allen Hörtests habe ich den 1/38 irgendwie auch nur in die Nähe seiner Hubgrenze bringen können, selbst mit „offener“ unterer Grenzfrequenz, was etwas ist, das ich sowieso nicht gerne mache, denn ich bin als Schallplattenhörer ein großer Freund des Subsonic-Filters. Aber das mögen Extrembass-Freunde anders sehen und „ihren“ Godzilla oder ihre Seeschlacht gerne in Brachiallautstärke genießen. Für diesen Zweck kommen die oben genannten Mehrfach-Konfigurationen in Frage oder die demnächst auch angebotene Variante mit einem von 50 auf 90 Litern vergrößerten Nettovolumen, mit dem am unteren Ende des Übertragungsbereichs „noch was geht“. Mit einem über eine Bedienersoftware gesetzten Subsonicfilter ist die Belastbarkeit dann schier grenzenlos – dazu gibt es noch eine weitere Schutzmaßnahme: Wir sehen neben der Dustcap einen kleinen Metallknopf – das ist der Beschleunigungssensor, der den eingebauten Verstärker zu jedem Moment über die Auslenkung der Treiber informiert – über eine Feedbackschleife kontrolliert die Endstufe die Treiber aktiv und verhindert so selbst in Extremsituationen unkontrolliertes Auslenken. Auf der Oberseite des geschlossenen Gehäuses befindet sich eine massive Metallplatte, in die das Display des Vorverstärkers eingelassen ist. Hier lässt sich der aktuelle Betriebszustand ablesen, den man in den DSP programmiert hat, der übrigens auch aus deutschen Landen stammt. Die Leistungsverstärkung erledigt ein Modul mit 1600 Watt Nennleistung – damit darf man sich auf der sicheren Seite fühlen, was kräftigere Impulse angeht. Im „Notfall“ steht auch noch ein Modul mit 2200 Watt zur Verfügung, während in einer etwas vereinfachten Variante „nur“ ein 1-Kilowatt-Amp arbeitet, zusammen mit einer in Sachen Belastbarkeit etwas reduzierten Variante des hier vorgestellten Subwoofertreibers. Der Preis für diese Version beträgt übrigens 2.199 Euro gegenüber den 3.699 Euro für unser Testmodell. Und es geht sogar noch günstiger: Für 1.649 Euro bekommt man den „kleinsten“ Merovinger-15-Zoll-Sub, dann aber mit Chassis und Modul von einem anderen Zulieferer. Im Messlabor offenbarte der 1/38 über alle Zweifel erhabene Messwerte – ein linearer Frequenzgang ab 20 Hertz, dazu extrem niedrige Verzerrungen und ein flottes Ausschwingverhalten – mehr geht nicht im untersten Tieftonbereich. Und das setzt er auch im täglichen Einsatz perfekt um: Ich liebe meine alten Spendor BC-1 in der aktiven Version, die für den WDR produziert wurde. In meinen Augen (und Ohren) nach wie vor eine der kompetentesten Boxen, was die Wiedergabe von Naturinstrumenten angeht, aber auch hoffnungslos überfordert, wenn es im Bassbereich zur Sache geht. Also habe ich hier das Reflexrohr verschlossen und den Spendors den Merovinger-Sub zur Seite gestellt, der alles unterhalb von etwa 70 Hertz bearbeiten durfte. Was soll ich sagen: Sensationell, wie hier auf einmal das Tor zu einer Welt voll grenzenloser Dynamik.

Fazit

Der MeroVinger Audio 1/38 ist ein hochmoderner Subwoofer mit allen Einstellmöglichkeiten, die man sich nur wünschen kann, und musikalischen wie dynamischen Fähigkeiten, die in allen Einsatzbereichen keinen Wunsch offenlassen.

Preis: um 1649 Euro

Subwoofer (Home)

Merovinger Audio Audio 1/38


01/2020 - Thomas Schmidt

Ausstattung & technische Daten 
Stückpreis: ab 1.649 Euro 3.699 Euro (Testmodell) 
Vertrieb: MeroVinger Audio, München 
Telefon: 0152 34345773 
Internet: www.merovinger-audio.de 
Breite (mm): 360 
Höhe (mm): 450 
Tiefe (mm): 485 
Gewicht (in Kg): 50 
Garantie: 5 Jahre (Treiber, Gehäuse), 2 Jahre (Elektronik) 
Ausführungen: Furniere nach Wahl, Schwarz oder Weiß Sonderfarben Hochglanzlackierung 
Fazit Der MeroVinger Audio 1/38 ist ein hochmoderner Subwoofer mit allen Einstellmöglichkeiten, die man sich nur wünschen kann, und musikalischen wie dynamischen Fähigkeiten, die in allen Einsatzbereichen keinen Wunsch offenlassen. 
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