Kategorie: Subwoofer (Home)

Einzeltest: PSB HD 10


Raumwunder

Subwoofer (Home) PSB HD 10 im Test, Bild 1
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Sie mögen „mächtig“ klingende Lautsprecher mit sattem, präzisem Tiefbass? Haben aber keinen Platz für ausgewachsene Standboxen? Dann gibt´s nur eine Alternative: ein aktiver Subwoofer muss her! Mit dem HD 10 von PSB haben wir ein ganz besonders kompaktes Kraftpaket gefunden.

Die Physik der tiefen Töne lässt sich leider nicht austricksen, denn um wirklich satten und präzisen Bass aus einem Lautsprecher zu zaubern, sind große Membranen, viel Leistung und entsprechend große Boxenvolumen erforderlich. Kompakt-Lautsprecher können zwar hervorragend klingen, spielen im Tiefton jedoch prinzipbedingt nur recht verhalten auf.

Subwoofer


Wer sich für kleine Regal- Lautsprecher entscheidet, muss trotzdem nicht auf Tiefbass verzichten, denn dafür gibt es aktive Subwoofer. Diese Tieftonspezialisten erweitern den Frequenzgang kleiner Lautsprecher hörbar nach unten und können mehr oder weniger versteckt im Raum aufgestellt werden.

Subwoofer (Home) PSB HD 10 im Test, Bild 2Subwoofer (Home) PSB HD 10 im Test, Bild 3Subwoofer (Home) PSB HD 10 im Test, Bild 4
Mit einer großen Membran und einem kräftigen Verstärker ausgestattet, erzeugen Subwoofer Töne bis unter 30 Hz und lassen (bei korrekter Anpassung) selbst Mini-Lautsprecher wie große Standboxen klingen.

PSB HD10


Vom kanadischen Lautsprecher- Hersteller PSB haben wir mit dem HD10 einen äußerst kräftigen und dennoch kompakten Subwoofer zum Test geordert. Der 17 kg schwere Würfel mit einer Kantenlänge von rund 30 Zentimetern ist mit einem 25-cm-Tieftonchassis bestückt. Dessen Membraneinspannung besteht aus extrem stabilem Gummi, die eigentliche Membran wurde aus faserverstärktem Verbundmaterial gefertigt, ideale Voraussetzung für mächtigen Hub bei minimalen Verzerrungen. Im Gegensatz zu fast allen anderen Subwoofer- Konstruktionen besitzt der HD10 keine Bassreflexöffnung, sondern zwei gegenüberliegende Passivmembranen. Diese haben einen Durchmesser von 250 mm sowie eine extrem steife Flachmembran und genau wie der eigentliche Treiber eine stabile Gummi-Einspannung. Diese Konstruktionsweise mit Passivmembranen hat einige Vorteile zu bieten: Zum einen erzeugen die Membranen keine Strömungsgeräusche, wie sie bei Bassreflexrohren unter hohem Pegel auftreten können. Zum anderen suggerieren die beiden Passivmembranen dem eigentlichen Treiber ein deutlich höheres Boxenvolumen. Der 25-cm-Treiber verhält sich in dem recht kompakten Gehäuse fast so, als hätte er ein doppelt bis dreifach so großes Volumen zur Verfügung. Für den „Antrieb“ sorgt eine digitale Verstärker-Endstufe mit einer maximalen Ausgangsleistung von 750 Watt, mehr als genug, um auch große Räume zum Beben zu bringen. Für eine problemlose Verkabelung mit der vorhandenen HiFi- oder Heimkino-Anlage stehen Stereo-Cinchbuchsen, ein LFE-Eingang und Hochpegel-Eingänge sowie Cinch-Ausgänge zur Verfügung. Um den PSB HD10 optimal an jeden Lautsprecher anzupassen, lassen sich Pegel, obere Trennfrequenz und Phasenlage stufenlos in einem weiten Regelbereich einstellen.

Labor und Klang


Unser Labortest bescheinigt dem HD10 eine untere Grenzfrequenz von etwa 30 Hertz, beachtlich für einen Subwoofer dieser Größe. Auch Verzerrungen bleiben selbst bei hohem Pegel auf niedrigem Niveau. Für den Hörtest mit dem HD10-Subwoofer in Verbindung mit Stereo-Lautsprechern haben wir absichtlich recht kleine Regal-Lautsprecher verwendet. Diese kommen ebenfalls von PSB und heißen Image B4. Die „Kleinen“ klingen schon recht ordentlich, fallen aber unter 90 Hz stark ab, wie auch unsere Labormessung bezeugt. Den HD10 haben wir im Hörraum anhand bekannter Musik feinfühlig per Gehör an die Image B4 eingeregelt, für einen harmonischen Übergang war in unserem Fall eine Trennfrequenz von 110 Hz optimal. Meine aktuelle Lieblings-Hörtest-CD „Roadhouses & Automobiles“ von Chris Jones habe ich zuerst ohne Subwoofer gehört. Der bekannte Tiefbass von „No Sanctuary here“ wurde von den Böxlein erwartungsgemäß nur „angehaucht“, von Druck und Grummeln in der Magengegend noch keine Spur. Zusammen mit dem vorher sauber eingepegelten HD10 ging allerdings die Post ab: Das supertiefe Grollen des E-Basses war nicht nur zu hören, sondern auch zu spüren. Auch heftige Schlagzeug-Attacken der CD „Stain“ von Living Colour reproduzierte das kompakte HD10 mit mächtigem Druck und erstaunlich trockenem „Punch“. Ein kurzer Check in unserem Heimkino-Testraum mit einem ausgewachsenen THX-Set an der Seite des PSB HD10 zeigt dann noch, dass auch gigantische Pegel den HD10 nicht aus der Ruhe bringen. Alle drei Membranen (eine aktive und zwei passive) machen gewaltigen Hub und Druck, erzeugen jedoch keine hörbaren Verzerrungen - perfekt! Besonders die teilweise sehr tiefen Soundeffekte von Filmen auf DVD und Blu-ray profitieren vom erstaunlichen Tiefgang des HD10, bereits ab 30 Hz erzeugt der kompakte Kanadier beachtliche Pegel.

Fazit

Der HD10 von PSB ist ein echtes Raumwunder: In dem nur 27 Liter messenden Gehäuse steckt schier unbegrenzte Tiefbass- Power. Sauber, präzise, tief und bei Bedarf mit enormem Pegel erweitert der HD10 das Hörvergnügen um mindestens eine Oktave nach unten. Kleine und mittlere HiFi- sowie Heimkino-Systeme machen mit einem Tiefbass-Künstler wie dem PSB HD10 deutlich mehr Spaß, und das auf kleinstem Raum!

Preis: um 1500 Euro

Ganze Bewertung anzeigen

Subwoofer (Home)

PSB HD 10

Spitzenklasse

5.0 von 5 Sternen

07/2010 - Michael Voigt

 
Bewertung 
Klang 70% :
Präzision 20%

Pegelfestigkeit 20%

Dynamik 15%

Physische Wirkung 15%

Labor 10% :
Frequenzgang 5%

Verzerrung 5%

Praxis 20% :
Verarbeitung 10%

Ausstattung 10%

Ausstattung & technische Daten 
Vertrieb PSB, Hofheim/Taunus 
Telefon 06192 977140 
Internet www.psb-lautsprecher.de 
Garantie (in Jahre)
Ausstattung
Ausführungen Mattschwarz 
Bauart 2 x Passiv-Radiator 
Abmessungen (B x H x T in mm) 305/305/305 
Gewicht (in Kg) 17 
Verstärkerleistung (in Watt) 750 
Tieftöner 1 x 250 mm, Glasfasermembran 
Passivradiator 2 x 250 mm 
Eingänge Cinch-Stereo, LFE, Hochpegel 
Ausgänge Cinch-Stereo, LFE 
Regler Pegel, Trennfrequenz, Phase 
Trennfrequenz 50-150 Hz stufenlos 
Phase 0-180° stufenlos 
kurz und knapp:
+ tiefe untere Grenzfrequenz 
+ hohe Verstärkerleistung 
+ Anschlussvielfalt 
Klasse: Spitzenklasse 
Preis/Leistung hervorragend 
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Dipl.-Ing. Michael Voigt
Autor Dipl.-Ing. Michael Voigt
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Datum 21.07.2010, 12:44 Uhr
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