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Topthema: Raumakustik verbessern - durch Schallabsorber
Kategorie: Tonarme

Einzeltest: Clearaudio Tracer


Dreh-Moment

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Da ist sie – die jüngste Tonarminnovation aus dem Hause Clearaudio. Und die Erlangener haben‘s geschafft, ihrer an Modellen nicht armen Produktpalette eine echte Alternative hinzuzufügen

Bevor ich‘s vergesse: meine allerherzlichsten Glückwünsche an Familie Suchy. Veronika, Robert und Patrick – Vater Peter Suchy nicht zu vergessen – haben unlängst den vierzigsten Geburtstag ihres Unternehmens gefeiert. 40 Jahre ausschließlich im Dienst der analogen Sache – das ist eine überhaupt nicht hoch genug einzuschätzende Leistung in den heutigen, unterhaltungselektronisch nicht ganz einfachen Zeiten. Davon weitgehend unabhängig erblickte im Frühjahr dieses Jahres der Tonarm „Tracer“ das Licht der Welt. Einpunktlager? Nö. Magnetische Aufhängung? Nicht im Geringsten. Der Tracer ist ein kardanisch gelagerter Arm, wie er klassischer nicht aufgebaut sein könnte. Die größte konstruktive Verwandschaft besteht zum Einstieg in die Clearaudio-Tonarmwelt, dem „Satisfy Kardan“. Hüben wie drüben übernehmen nämlich Kugellager die Aufhängung in der horizontalen Ebene. Spitzenlager sind dafür zuständig, den Auf- und Abwärtsbewegungen des Arms möglichst wenig Widerstand entgegenzusetzen. Die Neunzoll-Version des Tracers ist für 1.900 Euro Listenpreis zu erstehen, den Satisfy Kardan gibt‘s bereits für 1.200 Euro. Der höhere Preis des Tracers resultiert aus einer deutlich aufwendigeren Konstruktion.

Während das Einstiegsmodell eine ziemlich pragmatische Angelegenheit ist, bei der alle Funktionen überlegt, aber schlicht realisiert wurden, ist der Tracer zweifellos ein anderes Kaliber: Hier steckt Aufwand drin. Das merkt man schon beim Materialeinsatz und der Anzahl der Maschinenstunden, die hier zweifellos in die Teilefertigung fließen. Die Tonarmaufnahme orientiert sich am klassischen Rega-Standard. Will sagen: Der Drehpunkt gehört 222 Millimeter weit von der Tellerachse weg, der Tonarmschaft hat knapp 25 Millimeter Durchmesser. Man kann den Arm entweder direkt einbauen oder mithilfe der beiliegenden Montageplatte. Die wird mit drei Schrauben an der Laufwerksbasis befestigt. Ob der Bohrungsabstand hier auch Regakompatibel ist, kann ich im Moment nicht sagen, aber es würde mich nicht wundern. Der Arm wird mit einer Madenschraube in der Montageplatte festgeklemmt. Damit ist eine Möglichkeit zur Höhenverstellung gegeben, allerdings (wie bei vielen Mitbewerbern auch) keine so richtig gute: Eine Klemmung mit nur einer Schraube ist nicht sonderlich stabil und lässt der Befestigung einen Freiheitsgrad. Dass man bei jeder Verstellung fast zwangsweise eine Macke am Tonarmschaft produziert, kommt hinzu. Es wird Zeit, dass sich da mal jemand eine nicht zu komplizierte und bessere Lösung überlegt.

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Clearaudio Tracer


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Holger Barske
Autor Holger Barske
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Datum 02.11.2018, 09:54 Uhr
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