Kategorie: Vollverstärker

Einzeltest: Magnat RV-3


Aller guten Dinge sind ...

Vollverstärker Magnat RV-3 im Test, Bild 1
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Drei Generationen beeindruckender Vollverstärker hat Magnat inzwischen auf Kiel gelegt – der Neueste bricht endgültig mit der Tradition und setzt ganz auf außergewöhnliches Design und durch und durch hohe Leistung

Mitspieler


Plattenspieler:

 Transrotor Zet-1 mit SME 5012
 Linn LP12 Majik mit Ekos SE

Tonabnehmer:

 Linn Kandid
 Nagaoka MP-110
 Transrotor Merlo Reference

Lautsprecher:

 Canton Reference 9.2
 Audio Physic Classic 20

Zubehör:

 Netzleisten von PS-Audio und Supra
 NF-Kabel: Van den Hul, Silent Wire
 Lautsprecherkabel: Silent Wire
 Racks und Basen: SSC, Liedtke, Thixar, bFly
 Pucks und Matten: Harmonix, bFly, Acoustic Solid


Gegenspieler


Verstärker:

 Accuphase E-260
 Magnat RV 


Der Weg Magnats im Vollverstärkerbau erscheint schlüssig: Vom kantigen und sehr klassischen RV-1 über den schon deutlich moderner gestylten RV-2 bis hin zum sehr eigenwillig gestalteten RV-3. Die Evolution des Innenlebens entspricht dabei der äußeren Gestaltung.

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War der RV-1 noch ein Vollröhrenverstärker, bei dem sogar die Phonosektion als Röhrenschaltung ausgeführt wurde, so gabs im RV-2 ein MM/MC-fähiges Phonoteil in Transistortechnik und dahinter einen Röhrenverstärker, der gegenüber dem RV-1 eine recht deutlich gesteigerte Leistung aufweisen konnte. Der RV-3 hält sich in Sachen Röhren noch einmal deutlich weiter zurück – lediglich in der Vorverstärkersektion arbeiten noch zwei ECC82-Doppeltrioden aus russischer Fertigung in SRPP-Schaltung. Diese werden übrigens nach einer 60-stündigen Einbrennzeit gemessen und danach paarweise selektiert. Die Röhren sitzen vorne auf der Deckplatte des Verstärkers, der vor allem durch seine „Kühlrippenflügel“ auffällt. Darunter sitzen kanalgetrennte, diskret aufgebaute Endstufen mit den guten Toshiba-Leistungstransistoren, die bei einer Nennleistung von 200 Watt pro Kanal natürlich auch ordentlich Abwärme produzieren – ergo die großzügigen Kühlrippen, man will ja zeigen, was man hat. Dazwischen sitzen noch der riesige Netztransformator und die vergossenen Siebkondensatoren des Netzteils. Die Schaltung im Inneren des schweren Verstärkers ist sauber aufgebaut – alle Funktionseinheiten sind klar voneinander getrennt – sogar die Spannungsversorgungen hat man separat ausgeführt – und haben somit keinen oder kaum einen störenden Einfluss aufeinander. In Sachen Bauteile hat man bei der Fertigung ebenfalls nicht gespart: Die Qualitäten sind durchweg auf einem sehr hohen Niveau. Dies schlägt sich auch alles in den Messungen nieder, aufgrund derer wir dem RV-3 eine blitzsaubere Konstruktion attestieren können – zudem werden die von Magnat angegebenen Leistungsdaten allesamt übertroffen. Und auch in Sachen Bedienelemente hat sich etwas getan: Den wuchtigen, aus vollem Material gedrehten und dann verchromten Lautstärkeknopf hat man ebenso vom Vorgänger übernommen wie die grundsätzliche Fernbedienbarkeit. Der RV-3 gestattet jetzt neben der Volume- Regelung auch die Kanalumschaltung per Handsender. Ein kleines LC-Display auf der Front informiert über den Betriebszustand und den gewählten Kanal. Zum Klang: Haben Sie Lautsprecher, die sich etwas kapriziös verhalten und bei denen Sie immer das Gefühl hatten, dass sie mit Ihrem Verstärker machen, was sie wollen? Holen Sie sich den RV-3 und seien Sie auf etwas gefasst: Der Magnat wird Ihren Boxen die Hammelbeine langziehen! Zunächst einmal sorgt der kräftige Verstärker für ordentliche dynamische Reserven – selbst bei sehr hohen Grundlautstärken hat man immer das gute Gefühl, dass er noch eine Schippe draufpacken kann. Zupackend, lebendig und vollmundig spielt er auf – hier meine ich, die Röhren in der Vorstufe immer noch gut heraushören zu können. Auf der anderen Seite hat er durchaus ein Händchen für die feineren Dinge des Lebens – kleine dynamische Abstufungen zeigt er ebenso klar auf wie Details, die andere Verstärker einfach unterschlagen, weil sie salopp gesagt noch damit beschäftigt sind, mit den Lautsprechern zu kämpfen. Nicht der RV-3: Er kann im absoluten Tiefbass mächtige Schläge austeilen und gleichzeitig in den oberen Lagen feinste Nuancen absolut überzeugend wiedergeben – und das Beste daran ist, dass man als Hörer keinerlei Mühe hat, beiden (und noch viel mehr) Schallereignissen mühelos zu folgen. Dass so ein Gerät auch in der Lage ist, eine sehr überzeugende räumliche Abbildung zu erzeugen, versteht sich von selbst. Aber es ist doch immer wieder beeindruckend zu hören, wie viele Details schon nicht mehr bewusst wahrzunehmende Rauminformationen gerade bei einer guten Klassikaufnahme zu finden sind, die sich vor dem inneren Auge zum Bild eines Saals zusammensetzen. Ich gebe zu, dass ich zu den Leuten gehöre, die das Design des RV-3 als durchaus gewöhnungsbedürftig empfinde und grundsätzlich ein Freund der Vollröhrenverstärker bin. Nur das, was der neue Magnat in Sachen Musikalität aus seinen schier unerschöpflichen Leistungsreserven macht, ist aller Ehren wert: So geht Souveränität.

Fazit

Der neue RV-3 geht den Weg der Vollverstärker aus dem Hause Magnat konsequent weiter. Mit Röhrenflair und viel Leistung findet er den Weg zur Musikwiedergabe auf höchstem Niveau.

Kategorie: Vollverstärker

Produkt: Magnat RV-3

Preis: um 2799 Euro

11/2013
Ausstattung & technische Daten 
Vertrieb Audiovox, Pulheim 
Telefon 02234 8070 
Internet www.magnat.de 
Garantie (in Jahre)
B x H x T (in mm) 403/190/375 
Gewicht (in Kg) 23 
Unterm Strich... » Der neue RV-3 geht den Weg der Vollverstärker aus dem Hause Magnat konsequent weiter. Mit Röhrenflair und viel Leistung findet er den Weg zur Musikwiedergabe auf höchstem Niveau. 
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Thomas Schmidt
Autor Thomas Schmidt
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Datum 28.11.2013, 09:18 Uhr
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