Wenn eine „Männer-Soundbar“ zur Initialzündung wird: Wir testen das große Besteck von Neuron Acoustics
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Der moderne Mensch hört Musik am liebsten mobil. Der neue Beyerdynamic Aventho 200 spricht mit seiner exzellenten Ausstattung und seinem überzeugenden Klang genau diese Menschen an.
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Dolby Atmos zu Hause: Welche Aufstellungen im Wohnzimmer wirklich funktionieren
In den eigenen vier Wänden ist der Traum vom perfekten 3D-Sound oft eine Gratwanderung zwischen technischer Perfektion und wohnraumtauglicher Ästhetik. Dolby Atmos verspricht Immersion pur. Doch welche Konfiguration bringt im klassischen Wohnzimmer wirklich den gewünschten „Aha-Effekt“?
Seit der Einführung von Dolby Atmos im Heimkino-Bereich hat sich die Art, wie wir Filme und Serien erleben, grundlegend verändert. Weg von starren Kanälen, hin zu objektbasiertem Audio, das sich frei im Raum bewegen kann. Während im dedizierten Heimkino-Keller oft Platz für vier oder mehr Deckenlautsprecher ist, müssen im Wohnzimmer meist Kompromisse eingegangen werden.
Es ist schlicht erstaunlich: Es tauchen immer wieder neue Hersteller von Lautsprechern auf. Das erfordert mindestens Mut, Überzeugung und, sofern man erfolgreich sein will, Können.
>> Mehr erfahren>> Alle anzeigenDie Basis: 5.1.2 – Der Einstieg in die dritte Dimension
Für die meisten Wohnzimmer ist ein 5.1.2-Setup der vernünftigste Einstieg. Hierbei wird ein bestehendes 5.1-System um zwei Höhenkanäle (die „.2“) erweitert.
- Wie es funktioniert: Die beiden Zusatzlautsprecher werden idealerweise leicht vor der Sitzposition an der Decke montiert oder als „Atmos Enabled“-Module auf die Frontlautsprecher gestellt.
- Wohnzimmer-Check: In Räumen bis ca. 25 Quadratmetern liefert dieses Setup bereits eine beeindruckende Räumlichkeit bei Regen oder Überflügen. Der Installationsaufwand bleibt überschaubar, da nur zwei zusätzliche Kabel (oder gar keine bei Upfiring-Modulen) benötigt werden.
Die goldene Mitte: 5.1.4 – Präzision von oben
Wer den Platz hat, sollte über einen 5.1.4-Aufbau nachdenken. Der Unterschied zu zwei Höhenkanälen ist frappierend, da nun echte Bewegungen über dem Kopf (von vorne nach hinten) möglich sind.
- Anordnung: Die vier Höhenlautsprecher bilden ein Rechteck an der Decke, wobei das Sofa idealerweise mittig zwischen den vorderen und hinteren Paaren steht.
- Der Clou: Erst mit vier Deckenpunkten entsteht eine geschlossene Klangkuppel. In einem 5.1.4-Setup können Klangobjekte nicht nur „oben“ sein, sondern exakt über der linken Schulter oder rechts hinten oben verortet werden.
Die Herausforderung: Upfiring vs. Deckenmontage
Nicht jeder möchte Löcher in die Decke bohren. Hier sind Atmos Enabled Speaker eine Alternative, die den Schall gegen die Decke strahlen (Upfiring), von wo er zum Hörer reflektiert wird.
- Voraussetzung: Eine glatte, schallharte Decke (keine Akustikplatten oder schräge Holzbalken) in einer Höhe zwischen 2,40 m und 3,00 m ist Pflicht.
- Realitätscheck: Während echte Deckenlautsprecher (In-Ceiling) oder On-Wall-Modelle an der Decke immer die präzisere Ortung bieten, sind moderne Upfiring-Module heute so gut konstruiert, dass sie für viele Mietwohnungen die perfekte Lösung darstellen.
Die Alternative für Minimalisten: Soundbars
Für alle, die gar keine Lautsprecherkabel ziehen wollen, bieten High-End-Soundbars mit Rücklautsprechern (wie die Flaggschiffe von Samsung oder Sony) eine erstaunlich gute Performance. Diese nutzen oft eine Kombination aus Upfiring-Treibern und psychoakustischen Algorithmen. Wer sich für die verschiedenen Möglichkeiten interessiert und Preise vergleichen möchte, findet online eine große Auswahl an Heimkino-Anlagen, die bereits für Dolby Atmos optimiert sind.
Praxis-Tipps für die Aufstellung
Welches Setup für wen?
Für den schnellen Erfolg ohne Umbauarbeiten ist die Atmos-Soundbar oder das 5.1.2-System mit Upfiring-Modulen die erste Wahl. Wer jedoch das volle Potenzial von Blockbustern ausschöpfen will, sollte den Weg zum 5.1.4-System mit fest installierten Decken- oder Height-Speakern gehen. Das Wohnzimmer wird so zum immersiven Klangraum, in dem man nicht nur vor dem Film sitzt, sondern mitten darin verschwindet.



