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Vor 20 Jahren startete das 3G-Netz - Zunächst ein sehr teurer Internet-Spaß

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19.02.2024 01:35 Uhr von Jochen Wieloch

Vor 20 Jahren, im Februar 2004, erfolgte in Deutschland der Startschuss für das mobile Internet, so wie wir es heute kennen.

Bis zu diesem Zeitpunkt telefonierten die Menschen lieber über das Mobilfunk-Netz, als dass sie minutenlang auf den Aufbau mobiler Webseiten warten wollten. Über das mobile Fundament für die Datenübertragung, die WAP-Technologie, waren nicht mehr als 10 kBit/s an Tempo möglich. Erst mit der Einführung von UMTS (3G) im Februar 2004 stieg die Surfgeschwindigkeit auf 384 kBit/s – das sechsfache der damaligen ISDN Festnetz-Geschwindigkeit. Erstmals ließen sich damit Internetseiten ohne lange Wartezeiten auf dem Handy betrachten.

Das erste kommerzielle Angebot für UMTS-basierte Datenübertragung präsentierte Vodafone am 12. Februar 2004: Eine UMTS-Datenkarte für das Notebook, die ohne Vertragsbindung 999 Euro kostete und mit Vertragsbindung 395 Euro. Abgerechnet wurde je nach Tarif zeitbasiert oder über ein Übertragungsvolumen: Rund 70 Euro musste man damals für 30 Internet-Stunden zahlen. Waren die aufgebraucht, musste man mehr als einen Euro für je zehn Minuten Surfvergnügen bezahlen.

Doch UMTS entwickelte sich schnell weiter, der Ausbau der UMTS-Technologie an den Mobilfunk-Stationen nahm an Fahrt auf, mehr und mehr UMTS-Handys kamen auf den Markt und die Preise für die Nutzung fielen. Apropos Handy: Obwohl die Frequenzen für UMTS schon im Jahr 2000 vom Staat an die Mobilfunk-Netzbetreiber vergeben wurden, dauerte es vier Jahre, bis überhaupt die ersten marktreifen 3G-fähigen Handys erhältlich waren.

Waren beim Start 2004 noch maximale Geschwindigkeiten von 384 Kilobit pro Sekunde möglich, brachte UMTS schlussendlich sogar Spitzengeschwindigkeiten von 42 Megabit pro Sekunde ins Netz und zu den Menschen. Zum Vergleich: Im heutigen 5G-Netz lässt sich je nach Auslastung und Ausbaustufe mit bis zu 1000 Mbit/s im Internet surfen.

Dass die ersten kommerziellen UMTS-Angebote preislich für den Großteil der Verbraucher nicht sonderlich attraktiv waren, lag auch an der Versteigerung der UMTS-Lizenzen zur Jahrtausendwende. Sechs Netzbetreiber erhielten im Jahr 2000 den Zuschlag, der Staat konnte sich über einen unerwarteten Geldsegen in Höhe von 50 Milliarden Euro freuen. Am Ende konnten sich jedoch nur noch vier Unternehmen den Ausbau eines eigenen 5G-Netzes leisten. Und die starteten erst nach Jahren ihr 3G-Netz.

Seit Juli 2021 ist das 3G-Zeichen aus den Smartphone-Displays von Vodafone-Kunden verschwunden. Es war das erste Mal, dass in Deutschland ein technisch hochkomplexes Mobilfunk-Netz vollständig abgeschaltet wurde. Mehr als ein Jahr lang hatte ein Projektteam aus rund 50 Mitarbeitern aller Abteilungen des Unternehmens die Abschaltung des 3G-Netzes vorbereitet. Rund 18.000 Mobilfunk-Stationen wurden angefahren und die verbaute System-Technik für die Abschaltung vorbereitet. Die Abschaltung selbst war dann unspektakulär und erfolgte zentral via Knopfdruck. Die freigewordenen Frequenzen – ein Block von insgesamt 20 MHz – kamen dem LTE-Netz zugute.

UMTS ist sicherlich eines der spannendsten Kapitel in der mehr als dreißigjährigen Geschichte des digitalen Mobilfunk-Netzes, die vor nunmehr 32 Jahren mit der Einführung des „Global System for Mobile Communications“ (GSM) in Deutschland begann. GSM ist bis heute die technische Grundlage für digitale Mobilfunk-Netze und ermöglicht es uns, mit unseren Handys überall zu telefonieren. UMTS war dagegen der Auslöser, mit dem sich Mobilfunk von einer Telefon-Infrastruktur zu einem Echtzeit-Netz für Smartphones, Roboter und Autos entwickelt hat.

Foto: Vodafone

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