Der jüngste Spross aus der TV-Familie von Loewes Subbrand We ist der We SEE 42 oled dc, ein OLED-Fernseher mit Twin-Tuner im kompakten 106-cm-Format.
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Metz neuester Fernseher hört auf den schlichten Namen Primus, lateinisch für der Erste. Diese selbstbewusste Namensgebung weist bereits darauf hin, dass es sich um das Topmodell im Metz-TV-Programm handelt
>> Mehr erfahren>> Alle anzeigenElegante Standbox mit Accuton-Chassis
Himmlische Töne
Die Network 3.5 war über Jahre eine feste Größe im Portfolio von Speaker Heaven. Doch Stillstand bedeutet Rückschritt – und manchmal zwingen auch die Zulieferer zum Fortschritt. Die neue Network TC3 tritt ein großes Erbe an, meistert dies aber bravourös.
Da stand Wolfgang Richter vor der Aufgabe, eine Legende zu renovieren. Der Grund für die komplette Neugestaltung ist, dass Accuton bei der Chassisentwicklung konsequent neue Wege in Richtung der „Cell“-Technologie gegangen ist. Das bedeutete leider auch, dass das alte Portfolio bereinigt wurde – zum Leidwesen der Network 3.5, deren angestammte Treiber der E-Serie und die alten Hochtöner vom Markt genommen wurden. Wolfgang Richter und sein Team in Duisburg haben die Flucht nach vorn angetreten: Die Treiberkombination für den Nachfolger war schnell gesetzt, nun galt es, mit diesen Zutaten einen neuen, legendären Kompakt-Standlautsprecher zu entwerfen.

















Technik
Als Nachfolger im so wichtigen Tiefmittelton- Bereich fiel die Wahl auf ein bewährtes Chassis aus der C173-Reihe von Accuton. Der Treiber ist ein alter Bekannter, ist er doch seit Jahren immer wieder als Tiefmittel- oder Mitteltöner in diversen Bausätzen aufgetaucht und – natürlich – immer positiv aufgefallen. Im Einsatzbereich zeigt der Treiber ein lineares Verhalten und rasantes Abklingen durch den Keramikkonus. Dies hat jedoch, wie bei Hartmembranen üblich, seinen Preis: Oberhalb des gewünschten Einsatzbereiches zeigt sich die Keramik von ihrer harten Seite und offenbart deutliche Resonanzen. Das Klirrverhalten des Treibers ist nicht auf Höhe der Besten seiner Klasse, aber in Ordnung. Die Klirrspitze korrespondiert mit der Membranresonanz und verschwindet bei normaler Filterung. Das Ausschwingverhalten der harten Membran ist hervorragend. Vom Parametersatz her sind Einsätze zwischen Kompakt- und Standbox möglich.
Der neue Hochtöner stammt aus der aktuellen Cell-Serie. Das bedeutet, der Treiber wird nicht mehr über eine Frontplatte eingeschraubt, sondern sitzt bündig in der Schallwand und wird über einen cleveren Klemm-Mechanismus eingespannt. Der C25-6-158 verzichtet wie der Bass auf Maßnahmen, die Materialresonanzen künstlich unterdrücken, wie etwa Ferrofl uid. Durch die geschickte Wahl der Parameter und Geometrie liegt die unvermeidliche Resonanz der harten Membran jedoch weit außerhalb des menschlichen Hörbereichs. Der Frequenzgangverlauf zeigt eine leichte Betonung des Brillanzbereichs, ist aber ansonsten sehr ausgewogen und breitbandig
Gehäuse
Die TC3 ist als noch schlanker Standlautsprecher mit der gewohnten Neigung nach hinten konzipiert – ein Format, das in normalen Wohnräumen auf hohe Akzeptanz stößt.
Frequenzweiche
An dieser Stelle wieder der Hinweis, dass der Bausatz exklusiv von Speaker Heaven vertrieben wird und wir daher keine Bauteilwerte veröffentlichen. Die Strategie der Beschaltung ist jedoch klar erkennbar und technisch hochinteressant: Klar war für die Entwickler, dass die Trennfrequenz gegenüber der alten Network 3.5 tiefer liegen musste. Nominal wurden 2 Kilohertz gesetzt. So konnte bei einer ungewöhnlich steilen Trennung (akustisch 18 dB) und mit nur leichtem Equalizing der kritische Resonanzbereich des Tiefmitteltöners weitgehend ausgeblendet und der Treiber in „ruhigem Fahrwasser“ gehalten werden. Hier konnte der neue Cell-Hochtöner sein volles Potenzial ausspielen: Dank seiner tiefen Eigenresonanz macht er die tiefe Ankopplung klaglos mit. Mit leichten Korrektureingriffen fügen sich die beiden akustischen 18-dB-Flanken harmonisch zueinander.
Messungen
Die Abstimmung der TC3 zeigt sich im Messlabor als gelungene Balance zwischen Linearität und Charakter. Die leichte Bassbetonung unterhalb des Grundtonbereichs , die der Entwickler der Box mit auf den Weg gegeben hat, ist in den Messkurven nachvollziehbar – sie verleiht dem Lautsprecher ein Fundament, das man angesichts der Größe nicht erwarten würde, ohne dabei im Oberbass aufzudicken. Eine weitere ganz sanfte Betonung gibt es dann im oberen Mitteltonbereich, die aber unter Winkeln weniger ausgeprägt ist, so dass man den Effekt durch die Aufstellung dosieren kann Der Übergang bei 2 Kilohertz ist unter Winkeln sehr stabil, was von dem angesprochenen guten Rundstrahlverhalten zeugt. Klirr ist messbar mit einem leichten K3-Spitzchen, das aber noch kontrolliert bleibt. Das Ausschwingverhalten ist dank der steilen Filterung der Hartmembran- Resonanzen vorbildlich sauber. Spiegelbildlich zum ausgewogenen Frequenzgang zeigt sich ein sehr gutmütiges Impedanzverhalten. Hier wurde ganz offensichtlich auch an die Besitzer von Röhrenverstärkern oder kleinen Class- A-Endstufen gedacht, mit denen die TC3 perfekt harmoniert.
Hörtest
Im Hörraum zeigt die TC3 sofort, dass sie den Anspruch auf Dynamik ernst nimmt. Der C173 drückt Impulse mit einer Schnelligkeit in den Raum, die begeistert. Dabei wirkt die leichte Bassbetonung nie träge oder wummerig, sondern verleiht der Box eine Autorität, die man eher größeren Kalibern zutrauen würde. Das eigentliche Highlight ist jedoch die räumliche Abbildung: Von dem tiefen Trennkonzept profitiert vor allem die räumlich stabile Bühne. Stimmen und Instrumente werden plastisch und fest im Raum festgenagelt, die Lautsprecher selbst treten völlig in den Hintergrund. Gerade bei gut aufgenommenen Live- Konzerten gibt es hier eine Hör-Qualität die ihresgleichen sucht – dynamisch, mitreissend, authentisch! Der neue Cell-Hochtöner ist dabei eine Klasse für sich: Er löst feinste Details auf, ohne jemals lästig zu werden – das ist die angesprochene „Zartheit“, die man bei Keramikchassis älterer Bauart manchmal vermisste. Egal ob an kräftigen Transistor-Endstufen oder meiner kleinen Leak Stereo 20: Die TC3 spielt ungebändigt spielfreudig und emotional, bleibt dabei aber immer ehrlich.
Aufbauanleitung
Aufgrund der hochwertigen Chassis und der geforderten Präzision empfiehlt sich der Erwerb des vorgefertigten Gehäuses oder der Zuschnitt durch einen Fachmann. Die Frequenzweiche sollte aufgrund der Mikrofonie-Empfindlichkeit der Bauteile idealerweise im Sockel oder vibrationsgeschützt im Gehäuseboden untergebracht werden.
Zubehör pro Box
Polklemmen
Kabel
Schrauben
Reflexrohr
Dämmmaterial
Lieferant: Speaker Heaven
Holzliste
Wird bei Kauf des Bausatzes mitgeliefert
Weichenbestückung
entfällt, da Händlerbausatz
Fazit
Die Network TC3 ist mehr als nur ein würdiger Nachfolger der 3.5. Sie ist ein exquisiter Schallwandler für kleine bis mittlere Räume, der moderne Chassistechnologie mit einer cleveren Abstimmung vereint. Ein neuer Maßstab in der kompakten Standlautsprecher-Klasse.Kategorie: Lautsprecherbausätze
Produkt: Speaker Heaven Network TC3
Preis: um 3000 Euro (Bausatz)
Die Network TC3 ist mehr als nur ein würdiger Nachfolger der 3.5. Sie ist ein exquisiter Schallwandler für kleine bis mittlere Räume, der moderne Chassistechnologie mit einer cleveren Abstimmung vereint. Ein neuer Maßstab in der kompakten Standlautsprecher-Klasse.
Speaker Heaven Network TC3
Speaker Heaven Network TC3
Mit der neuen 1610-Serie will Arendal die Tugenden der Top-Baureihen in bezahlbare Regionen bringen.
>> Mehr erfahren>> Alle anzeigen| Technische Daten | |
| Chassishersteller : | Accuton |
| Vertrieb: | Speaker Heaven, Duisburg |
| Internet | k.A. |
| Konstruktion: | Speaker Heaven |
| Funktionsprinzip: | Bassreflex |
| Bestückung: | 1 x Accuton C173-6-191 1 x Accuton C25-6-158 |
| Nennimpedanz (in Ohm): | 4-8 Ohm |
| Kennschalldruckpegel 2,83 V/1m: | ca. 85 dB |
| B x H x T (in cm) | 21 x 95 x 27 cm |
| Kosten pro Paar: | 3.000 Euro (Bausatz) |




